Dienstag, 27. Februar 2018

Schnarchen als Frau - ein Tabuthema?



Hallo.
Mein Name ist Jessica und ich schnarche.




So ungefähr hätte ich mich noch vor einem Jahr vorstellen können.
Mal abgesehen davon, dass ich es nie ausgesprochen hätte.
Denn darüber spricht man eher nicht. Zumindest nicht, dass es mir mal bewusst gewesen wäre.


Eine beliebte Familienanekdote war es immer: Als meine Mutter das erste Mal eine Nacht bei meinem Vater verbrachte hatte und beim peinlichen Schweigen am Frühstückstisch mit seinen Eltern die Stimmung versuchte zu lockern mit der Feststellung, dass sie noch nie gehört hätte, dass jemand in der Silvesternacht die Waschmaschine hätte laufen lassen. "Das war nicht das Schleudern einer Waschmaschine. Das war mein Mann, der schnarcht."

Achja, was wurde gern gelacht. Und auch in anderen Runden erlebe ich es häufig, wie über das nächtliche Sägen der Männer gescherzt wird. Ihr doch sicherlich auch.
Also nur ein männliches Phänomen?

Nein.


Ich selbst war mehrere Jahre betroffen.


Es fing in meiner ersten Schwangerschaft an. Gerade zum Ende hin berichtete mein Mann immer öfter, dass ich nachts laut schnarchen würde, manchmal so stark, dass er mich anstupsen musste um weiterschlafen zu können. Wir dachten uns nichts weiter dabei, schoben es auf die Schwangerschaft  - laut Dr. Google nicht ungewöhnlich - und warteten ab, dass es danach verschwinden würde.

Tat es aber nicht.

Phasenweise war es weniger schlimm, viel zu oft aber doch sehr extrem. Mein Mann konnte kaum schlafen und da er mich immer wieder anstupste konnte ich es ebenso wenig. Es kostete uns beide enorm viele Stunden an Schlaf und Nerven.

Fast vier Jahre lang lief das so, mal stärker, mal schwächer. In den schlimmen Phasen lagen die Nerve gern mal blank, immer wieder bat mich mein Mann dazu das ärztlich untersuchen zu lassen.
"Ja, mach ich", sagte ich viel zu oft ohne dann etwas zu tun. Alles in mir sträubte sich dagegen mit diesem Leiden zum Arzt zu gehen. Ich fürchtete mich vor irgendwelchen nächtelangen Schlafuntersuchungen. Vor superteuren Spezialtherapien, die dann doch nicht wirkten. Und vor gruseligen Masken mit Sauerstoffschlauch, wie ich sie schon in amerikanischen Sitcoms gesehen hatte. Und vor allem davor, dass einfach alles auf das Übergewicht geschoben wird und dammit ich einfach nur selbst Schuld trüge an allem. Und ich schämte mich, als Frau mit Mitte zwanzig Probleme mit dem Schnarchen zu haben. Sowas hatten doch nur alte Männer!

Ende 2016 fasste ich mir dann doch ein Herz und besuchte eine HNO-Ärztin, die auf eine spezielle Schnarchtherapie spezialisiert war. Innerhalb von zwei Minuten stellte sie fest, dass meine Nasenmuschel stark vergrößert war und ich deshalb schon im Normalfall nur sehr wenig Luft durch meine Nase bekam. Dass der dünne Schlitz für die Luft dann im Liegen ganz zu war und ich schnarchte verwunderte die Ärztin nicht. Sie hatte regelmäßig Frauen, die sich entweder nach einer Schwangerschaft oder auch in Richtung der Wechseljahre in dieser Situation befanden. Medizinisch erwiesen ist es nicht, doch sie vermutete stark einen Zusammenhang zwischen der sich verändernden Hormonlage und dauerhaft vergrößertem Knorpelgewebe in der Nase.

Es war also nicht meine Schuld. Und es war behandelbar. Ich war erleichtert. Und es sollte mit 250 Euro auch ganz gut bezahlbar sein.
Nachdem mir ein abschwellendes Mittel gegeben worden war und ich feststellen konnte, wie viel Luft man tatsächlich mit freier Nase bekam - ich hatte ja nie bemerkt, dass ich wenig Luft bekam, aber meine Güte, das war ein Sauerstoff-Flash! - stand der Entschluss, dass ich mich einer ambulanten Nasen-OP unterziehen würde.

Nasen-OP.
Das klingt vielleicht riesig und blutig. Ist es aber gar nicht.
Der Eingriff, den ich habe machen lassen, nennt sich Celon-OP.
Dabei wird das vergrößerte Gewebe der Nasenmuschel mit einer Hitzesonde verödet und so verkleinert. Das Ganze geschieht ambulant und mit örtlicher Betäubung.

Am Tag der OP, der 21.März 2017, war ich etwas nervös.
Ich hatte Respekt vor diesem Eingriff, bei dem ich alles mitbekommen würde.

Letzten Endes war es sehr schnell und unkompliziert. Ich bekam eine Betäubungsspritze in die Nasenschleimhäute gesetzt und dann ging es auch schon los. Natürlich war es nicht super angenehm, wie mir dort mit den langen Gerätschaften in der Nase herumgewerkelt wurde. Weh tat es aber nicht.
Ich hielt auf Anraten der Ärztin die ganze Zeit über die Augen geschlossen und konzentrierte mich auf eine gleichmäßige Atmung. Nach knappen zehn Minuten war auch schon alles vorbei. Ich sollte noch 30 Minuten im Ruheraum bleiben, danach durfte ich gehen. Das Ergebnis sollte innerhalb von sechs Wochen, wenn die Wunden verheilten, merkbar werden. In dieser Zeit wurde noch dreimal der Heilungsprozess überprüft und wir merkten eine deutliche Verbesserung.

Ziemlich schnell setzte jedoch Ernüchterung ein, denn ich war wieder schwanger.
Und mit den Wassereinlagerungen wurde das Schnarchen wieder stärker, zum Teil kaum zu ertragen.
Verzweiflung setzte ein. War nun alles umsonst gewesen?




Glücklicherweise nicht.
Jetzt, nach der zweiten Schwangerschaft, ist das Schnarchen nur noch sehr selten ein Thema und dann auch immer eine Begleiterscheinung einer Erkältungsnase. Die Erleichterung darüber war riesig, auf allen Seiten.

Was ich damit sagen und erreichen will ist dies:
Das Schnarchen bei Frauen ist ein sehr unterschätztes Thema, bzw kommt es einfach nicht vor.
Ich kenne keine Zahlen, wie viele Frauen davon betroffen sind. Durch meinen eigenen offenen Umgang mit dem Thema habe ich aber auch schon einige Rückmeldungen über Betroffene bekommen. Verhalten, aber existent. Und ich bin mir sicher, nicht die einzige gewesen zu sein.


Ich möchte Mut machen.
Es ist kein einzigartiger Makel und auch kein reines Produkt einer schlechten Lebensweise, das sich mit "Dann nimmt halt ab/mach mehr Sport/etc" lösen lässt. Ich möchte Mut dazu machen sich medizinische Hilfe zu holen.
Denn Schnarchen muss nicht verschwiegen und ausgehalten werden, nur weil das in der Gesellschaft als ein Problem der Männer angesehen wird.


Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und eine freie Nase!

 Habt auch ihr Probleme mit dem Schnarchen?
Mich würde sehr eure Meinung und Erfahrung interessieren!
Ich freue mich sehr über einen Kommentar oder - wenn ihr das lieber nicht so öffentlich mögt - 
eine Mail an glueckgibtsgratis@gmail.com

Montag, 26. Februar 2018

1000 Fragen an mich selbst [#8]

Heute gibt es bereits die achte Runde der 1000 Fragen an mich selbst, einer wundervollen Mitmachaktion von Johanna, in der ich mich schrittchenweise vielen vielen Fragen stelle. Manche davon sind sehr leicht zu beantworten, für andere hole ich etwas aus oder philosophiere während des Schreibens vor mich hin, bei manchen muss ich sehr lange überlegen oder weiß gar keine Antwort darauf.

Und am allerspannendsten ist es dann ja, die Antworten anderer zu lesen und so ein bisschen über den sprichwörtlichen Zaun zu schauen - so wie unser hübscher Hasenbock auf dem Foto. Der schaut immer ganz verstohlen zu den Mädels rüber (die er allerdings nur einmal im Jahr besuchen darf ;) ).

Aber genug der Vorrede, los geht es mit der Fragerei :)


141. In welche Länder möchtest du noch reisen?
Ich möchte unbedingt einmal nach Irland, Schottland, Island und Kanada. Und ein weiteres Mal nach Neuseeland.

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gerne?
Manchmal würde ich gern die Zeit anhalten können. Entweder um die vielen Aufgaben des Tages besser schaffen zu können oder auch um besonders wertvolle Momente nicht enden zu lassen.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?
So schnell ist mir nichts peinlich und spontan kann ich mich an das letzte Mal wirklich nicht mehr erinnern.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?
Oh, das sind viele. Musik ist für mich ein echter Stimmungsmacher. Spontan fällt mir da auf jeden Fall "Uptown Funk" von Bruno Mars ein.

145. Wie flexibel bist du?
Das ist sehr unterschiedlich. Wenn ich mir einen festen Plan bzw. eine genaue Vorstellung gemacht habe, dann fällt mir das Loslassen davon oft schwer. Wenn ich selbst aber offen bleibe und mir alle Optionen frei halte kann ich enorm flexibel sein.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gerne magst?
Ich mag gern Käse mit Marmelade. Aber ist das ungewöhnlich?

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?
Ich sehe mich um, beobachte die Leute um mich herum. Nur bei sehr langen Schlangen hole ich auch mal das Smartphone raus um mich zu beschäftigen.

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Ich gefalle mir selbst im Spiegel meist besser als auf Fotos. Eindeutig der bessere Winkel ;)

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?
Eher weniger Kalorien, zumindest im Alltag, denn viel Zeit für groß Sport finde ich da nicht. Funktioniert auch ganz gut, von den zugenommenen 21 Schwangerschaftskilos sind nur noch fünf übrig drei Monate nach der Entbindung. Da soll aber auch noch mehr weg ... ich scheine endlich einen guten Weg gefunden zu haben :)

150. Führst du oft Selbstgespräche?
Nein. Zumindest nicht, dass es mir auffallen würde ;)

151. Wofür wärst du gern berühmt?
Für Bestsellerromane. Dazu müsste ich das Schreiben allerdings erstmal durchziehen. Und da lauern sooo viele Geschichten in mir ... Aber berühmt sein im Sinne davon, dass mich Leute auf der Straße erkennen und ansprechen, muss es überhaupt nicht sein.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Oh, das Gefühl kenne ich. Es ist furchtbar, zieht einen unheimlich runter, erweckt und verstärkt Selbstzweifel ohne Ende. Der ständigen Abweisung in meinem eigentlich geplanten Job bin ich ja aber zum Glück entkommen.

153.  Wen würdest du gern besser kennenlernen?
Ich begegne immer wieder im Alltag Menschen, die ich sympathisch finde und gern näher kennenlernen würde. 

154. Duftest du immer gut?
Ich bin auf jeden Fall keine Frau, die täglich Parfüm aufträgt. Frisch fühlen und auch riechen ist aber ein Muss.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?
Viel zu wenige seit ich Kinder habe. Irgendwie habe ich seit Jahren zwei angefangene Bücher auf dem Nachttisch zu liegen, ohne da vorwärts zu kommen. Aber 3-4 Bücher auf dem Kindle habe ich zumindest in der Schwangerschaft dank viel Warterei bei Ärzten geschafft.

156. Googelst du dich selbst?
 Habe ich mal gemacht, zu Recherchezwecken als ich meinen Mädchennamen als Künstlernamen eintragen lassen habe. Sonst aber nicht.

157. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?
Da fällt mir jetzt spontan gar nichts ein. Manchmal würde ich aber gern in Theaterwelt der Goldenen Zwanziger reinschnuppern :)

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen?
Ich bin im Grunde genommen nicht so der WG-Typ. Aber mit meiner besten Freundin könnte ich es auf jeden Fall.

159. Sprichst du mit Gegenständen?
Am ehesten mit Technik, die nicht funktionieren will. Dann auch nicht immer ganz nett ... ;)

160. Was ist dein größtes Defizit?
Dass ich mich an manchen Stellen zu schnell zufrieden gebe und Dinge motiviert beginne, dann aber nicht bis zum Ende durchziehe.

Dienstag, 20. Februar 2018

1000 Fragen an mich selbst [#7]



Heute mal ohne große Worte.
Nach einer Idee und Blogparade von Johanna Pinkepank


121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Das klingt im Großen und Ganzen sehr hart. Natürlich ist am Ende die Liebe wichtiger, doch die Arbeit gehört zum Leben dazu. Noch mehr wenn man seine Arbeit liebt. Ich habe gerade deswegen zum Teil die Tendenz, nicht von meiner Arbeit abzuschalten am Abend und auch am Wochenende. Dann hänge ich doch noch an Ideen, Mails und Nachrichten, statt Arbeit Arbeit sein zu lassen und mich einfach mal zu meinem Liebsten zu kuscheln. Aber ich gelobe Besserung.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Für unendlich viel. Man könnte fast sagen: alles. Vor allem erst einmal für die Kindheit und Jugend, die sie mir beschert haben, ihr Vertrauen in mich, die Freiheit, die Liebe und Unterstützung in allen meinen Entscheidungen, auch wenn es nicht die ihren gewesen wären. Und die Unterstützung hält bis heute an, sie sind immer für uns da, ob emotional oder mit körperlicher Kraft, für uns und unsere Kinder. Ja, alles. Das trifft es.

123. Sagst du immer, was du denkst?
Nein. In manchen Situationen ist es meiner Meinung nach klüger, nicht einfach das rauszuposaunen, was mir im Kopf umherschwirrt. Um andere nicht zu verletzen, um keine Diskussionen oder Streitereien anzuzetteln. Und auch, weil meine Ansicht ja nicht immer die Richtige und Hilfreichste sein muss. Gesagte Worte kann man nicht mehr zurücknehmen.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Ja, meist aber, weil ich über den Receiver Radio höre.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Eine schwierige Frage. Sehr persönlich. Überwunden habe ich bis jetzt alles, was überwindbar ist. Einen kleinen Stich im Herzen fühle ich trotzdem hin und wieder, wenn ich an meine Oma denke und daran, wie sehr ich mir wünschen würde sie hier zu haben und mit ihr zu reden. Oder wenn ich an die ein oder andere Situation zurückdenke, in der ich (meiner Ansicht nach) ungerecht behandelt wurde und nicht das zeigen konnte was in mir steckt.

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro?
Etwas für meine Kinder.

127. Verliebst du dich schnell?
Das kann ich schwer sagen. Das letzte mal habe ich mich mit 16 Jahren verliebt - in meinen Mann. Ob das jetzt innerhalb von drei-vier Dates besonders schnell war?

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
Daran, was am nächsten Tag so ansteht. Und an den Wunsch, möglichst länger als 2 Stunden am Stück schlafen zu können ;)

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Samstag. Das ist meist unser Familientag - oft auch in größerer Runde - und der Ausblick auf den nächsten freien Tag ist eine schöne Aussicht.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Meine Ehe und die Familie, die wir uns aufgebaut haben. Und dass wir auch nach über elf Jahren Beziehung zueinander stehen wie am ersten Tag. Wir haben eine sehr stabile Lebensgrundlage.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
Emma Watson, J.K.Rowling oder Diana Gabaldon.

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Nein.

133. Was ist dein Traumberuf?
Meine künstlerische Arbeit mit Kindern finde ich großartig. Toll fände ich es aber auch, uralte Häuser und Bauten zu restaurieren und auszustatten.

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
In den meisten Fällen nicht. Viel zu oft bin ich im "Das schaffst du doch alleine"- und "Wenn's gut werden soll, muss man es selbst machen"-Modus. Da fällt es mir teilweise schon schwer Aufgaben abzugeben.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?
Alte Fotos. Und Handarbeitsmaterial. Man könnte ja doch nochmal dazu kommen ...

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
Google, mein Mailkonto und Instagram.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Wie mein Blogtitel verrät, bin ich auf jeden Fall der Auffassung, dass es Glück gratis gibt. So ganz grundsätzlich. Liebe und Zeit mit der Familie, Betätigung an der frischen Luft, Freundlichsein und Gutes tun ... das alles kostet nichts als unser Wollen. Also: ja.

138. Hast du schonmal etwas gestohlen?
Nein.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Bei uns kocht fast ausschließlich mein Mann. Wenn ich mal für die Gästebekochung zuständig bin, dann gibt es am Liebsten einen Auflauf oder was anderes aus dem Ofen.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen?
Entweder im Buchladen oder der Kinderabteilung von H&M.

Montag, 12. Februar 2018

1000 Fragen an mich selbst [#6]

 





Und da sind wir wieder zu einer neuen Runde der Zeit zur Selbstfindung mit den 1000 Fragen an mich selbst, die Johanna angestoßen hat. Außer dem findet gerade ja eher wenig auf dem Blog statt, aber das Phänomen geht woh nicht nur hier um. Aber ich mag es und hab ja auch keinen Druck zu tollen Hochglanz- oder Werbeartikeln. Also kommt nur rein, was mir gefällt ;)

Heute geht es um meine Charaktereigenschaften als Stier, Unabgeschlossenes und um Dinge, für die ich mir mehr Zeit nehmen sollte.





101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Jetzt musste ich doch gleich mal nach den Eigenschaften des Stiers googlen ... und mich in einigen Punkten wiedergefunden. Ich umsorge gern und kümmere mich um andere, übernehme Verantwortung und organisiere gern und ich habe zum Teil Schwierigkeiten, wenn ich bei schon gewissenhaft Geplantem dann doch flexibel sein muss und von meinen Vorstellungen abweichen muss. Sturheit kann ich jetzt auch nicht ganz von mir weisen, doch ich kann auch meine Meinungen und Ansichten überdenken. Unbelehrbarkeit und geringes Einfühlungsvermögen durch starre eigene Vorstellungen treffen auf mich definitiv nicht zu.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Eher gedeckte Farben und schwarz.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört das zu wollen, denn es setzt mich eh nur unter Druck und führt bei mir schnell so eine Überforderungsstarre herbei. Wenn ich mir für einen Tag zu viel vornehme, schaffe ich am Ende viel weniger, als wenn ich es einfach auf mich zukommen lasse. Wie schon bei 101: wenn ich einen Plan gemacht habe, dann irritiert es mich, davon abweichen zu müssen und dann geht gar nichts mehr. Gerade mit Baby lasse ich mir in meiner Tagesplanung als möglichst viel Freiheit.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Gar keine. Ab und zu, wenn es gerade zeitlich passt, mache ich "Mein Kind, dein Kind" an, sonst aber nichts.

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?
Ich möchte immer neugierig bleiben und entdecken, die Augen und das Herz offen halten für Neues und die Schönheit der kleinen Dinge. Und täglich lachen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Im normalen Arbeitsalltag nicht, im Urlaub aber sehr gern.

107. Wer kennt dich am besten?
Mein Mann und meine Oma.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten?

Bügeln. Mach ich deshalb auch so gut wie nie.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Natürlich, das bleibt im Leben nicht aus. Ich finde es vor allem enttäuschend, wenn man unehrlich ist, Dinge hinter dem Rücken gesagt werden oder Vereinbarungen nicht eingehalten werden.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus?
Früh wach und trotzdem ausgeschlafen sein, viel Kuschel- und Spielzeit mit gut gelaunter Familie, Zeit im Garten bei schönem Wetter und gutes Essen.

111. Bist du stolz auf dich?
Kurz und ehrlich: ja.
Ich bin stolz auf meine Familie, auf meine Fähigkeit zu kommunizieren und zu umsorgen, auf das geschaffene Heim. Ich bin stolz darauf, wie ich meinen Job meistere. Und ich bin stolz auf meine Positivität, Leidenschaft und Ausgeglichenheit.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Dazu fällt mir gar nichts ein ... ich kann weder Figuren aus Kaugummi mit meiner Zunge knoten noch das Alphabet rülpsen.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Ich habe vor Jahren eine Geschichte für Kinder geschrieben, die ich überarbeiten und an Verlage schicken wollte. Eine erste Überarbeitung gab es, auch einige Probeleser. In der zweiten Überarbeitung bin ich dan stecken geblieben und nun liegt das Ganze schon seit Jahren in der Schubalde und wartet darauf, dass etwas aus ihm wird...

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?
Ich habe durch Schwangerschaft und (kurze) Stillzeit jetzt ein knappes Jahr nichts mehr getrunken, mittlerweile ist es auch mal wieder ein Gläschen am Wochenende. Wenn ich Alkohol trinke, dann am ehesten einen lieblichen Wein, weil er mir gut schmeckt und sich - auch wenn es sich doof anhört - nach etwas Besonderem anfühlt.

115. Welche Sachen machen dich froh?
Mich erfreut Zeit mit meinem Mann, meinen Kindern, meiner Familie und guten Freunden und Bekannten. Schön verbrachte Zeit ist sowieso das Wertvollste. Ansonsten freue ich mich auch über ehrlich gemeinte Komplimente, eine schöne Tasse Kaffee, Sonnenschein und wenn mir etwas gut gelingt. Und über ganz viele Kleinigkeiten im Alltag ... da bin ich echt schnell zufrieden zu stellen ;)

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut?
Ja, so wie jeden Morgen. Und habe mich über einen strahlenden Himmel gefreut. Perfektes Wetter für einen Arbeitstag im Garten.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
"Gleich."

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Zeitweise gern mal, wenn ich damit ein Problem hätte könnte ich ja kaum auf der Bühne stehen und meinen Job ausüben, ob nun als Lehrkraft oder als Sängerin. Privat bin ich aber eher von der ruhigen Sorte, die eher weniger die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Ruhige Paarzeit, obwohl das seit der Geburt unseres zweiten Kindes ganz gut läuft. Aber wenn ich dann wieder viel unterrichte, dann muss ich mich am Abend doch schonmal daran erinnern, bewusst herunterzufahren, keine Arbeit mehr zu zerdenken und Quality Time mit dem Lieblingsmann zu genießen.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
Auch wenn es mir durch momentane Ereignisse schwer fällt es selbst zu glauben: ja. Ich glaube fest daran, dass kein Mensch mit bösen Absichten auf die Welt kommt und dass auch im Normalfall jeder nur das tut, von dem er der Meinung ist es sei das Richtige. Erschreckend aber, zu welchen Taten Menschen dann doch fähig sind.

Montag, 5. Februar 2018

1000 Fragen an mich selbst [#5]

Und da sind sie wieder, die nächsten 20 der 1000 Fragen an mich selbst, einer wunderbaren Mitmachaktion von Johanna. Am Ende dieses Beitrags werde ich mich 100 Fragen gestellt haben. Manche sind schnell und mit wenigen Worten zu beantworten, bei anderen braucht es da mehr Erklärung. Und manche bringen mich doch stark zum Nachdenken. Das schätze ich sehr.

Hier, hier und hier findest du auch die vorangegangenen Teile.
Bist auch du schon dabei?





81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest?
Vor allem ganz viel Weinen und Vermissen. Alles andere, wie viel lesen oder ein Buch schreiben, wäre da wohl jetzt zu romantisch gedacht. Aber ich würde garantiert versuchen, die Weiterbildungsmöglichkeiten und Ausbildungen zu nutzen.

82. Was hat dich früher froh gemacht?

Diese Frage finde ich enorm schwer. Ich habe spontan den Gedanken, dass mich andere Dinge froh gemacht haben müssten als jetzt ... aber das stimmt nicht. Es ist noch immer Quality Time mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. Aber auch mal Zeit für mich allein. Kleine Dinge und alltägliche Schönheiten. Nein, das hat sich nicht verändert.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr?

Ich mag mich gern in langen Kleidern oder Röcken.Generell bin ich alles andere als ein Fashion Victim.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch?
Taschentücher, ein Glas Wasser und eine Mullwindel für die nächtlichen Babyfütterungen. Und pro forma auch immer ein Buch, obwohl ich so gut wie nie zum Lesen komme, erst recht nicht im Bett.

85. Wie geduldig bist du?
Für gewöhnlich bin ich die Ruhe in Person. Wenn das Tochterkind morgens allerdings so gar nicht aus dem Knick kommt und sich komplett quer stellt (was natürlich meist nur passiert, wenn ich einen Termin am Morgen habe und wir auf die Zeit achten müssen) kann ich auch ungeduldig werden. Meist bekomme ich es mittlerweile zum Glück hin, das nicht so nach außen zu zeigen, da sie darauf nur mit Gebocke reagiert und sich komplett versperrt.

86. Wer ist dein gefallener Held?
Künstlerisch gesehen: Alan Rickman und Roger Cicero. Und privat meine Oma.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst?
Nö.

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten?
Ich habe einen Kumpel, den ich seit der ersten Klasse kenne - auf dem Einschulungsfoto standen wir sogar nebeneinander - und mit dem ich meine komplette Schulzeit bis zum Abi verbracht habe. Wir sehen uns selten, haben aber einen ähnlichen familiären Lauf genommen (seine Tochter ist wenige Monate jünger als meine und demnächst erwarten auch sie ihr zweites Kind). Ich freue mich immer wieder, dass der Kontakt noch existiert.

89. Meditierst du gerne?
Ich habe es noch nicht probiert. Obwohl ich beim Unkraut zupfen herrlich entspannen und abschalten kann, das fühlt sich auch fast nach Meditation an.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Am allerbesten hilft es mir, mit meinem Mann zu quatschen. Auch dann - vielleicht sogar besonders dann - wenn ich mich am liebsten verkriechen und niemanden sehen will. Er ist mein Anker.

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch?
Die komplette Outlander-Saga von Diana Gabaldon. Sie begleitet mich seit guten 13 Jahren und ich habe alle Bände mehrfach gelesen. Jetzt kriege ich glatt wieder Lust drauf, aber Zeit zum Lesen ist gerade so gut wie nicht existent.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What's App?
Mit meinem Mann.

93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?
Ja. Zumindest an den meisten Tagen.

94. Gibt es ein Gerücht über dich?
Nicht, dass ich es wüsste. Also definitiv nicht im Kreise der Leute, denen ich wichtig bin, denn dann würde ich es wissen. Und bei allen anderen ist es mir nicht wichtig.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest?
Viel mehr schreiben und handarbeiten. Und ich würde versuchen, möglichst viel selbst heranzuziehen und zu produzieren.

96. Kannst du gut Auto fahren?
Ja.

97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?
Ich freue mich, wenn ich anderen sympathisch bin. Mein Handeln richtet sich danach aber nicht. Ich bin - so bekomme ich zumindest häufiges Feedback - von mir aus ein höflicher und netter Mensch, ohne mir Mühe geben zu müssen.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht?
Nicht viel. Aber das ist nichts, was ins Internet gehört. Definitiv würde ich an den Grundkomponenten und -entscheidungen nichts ändern, denn sie haben mich zu meinem Mann geführt.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst?
Abends ausgehen passiert unheimlich selten. Aber wenn, dann bin ich ein Freund von Situationen, in denen man schön ausführlich und losgelöst quatschen kann, ob nun im Restaurant, bei einem Getränk oder bei jemandem Zuhause. Und ein-/zweimal im Jahr muss auch mal Kultur drin sein. Ich bin absolut kein Clubgänger, nie gewesen.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetzt verstoßen?
Nein. Ok, ich bin schon zu schnell gefahren oder hab bestimmt mal ein Stopschild übersehen ... aber nichts Ernstes ;)

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