Sonntag, 30. Dezember 2018

Alle Jahre wieder ... die guten Vorsätze


Nachdem mir das Schreiben gestern so gut getan hat,
Mann und Tochter im Bett einen Film schauen und 
der kleine Bär noch schläft, mach ich doch mal gleich weiter.

Ich bin ja mittlerweile ein bekennender Fan der guten Vorsätze zum neuen Jahr.
Nicht, weil mir nicht bewusst wäre, dass man Veränderungen und Zielsetzungen
auch an den restlichen Tagen eines Jahres anpacken kann.
Aber zu Silvester ist es eben doch gefühlt etwas anderes.

Mich packt diese freudige Neuanfangs-Stimmung einfach immer wieder,
jedes Jahr aufs Neue. Sogar doppelt, denn ähnlich fühlt sich für mich auch 
immer wieder der Beginn eines neuen Schuljahres an.


Das neue Jahr liegt vor einem, 
lauter neue Seiten zum Füllen,
alle noch ganz sauber und blank, 
ohne Knicke und Risse,
und sie warten darauf, 
von uns beschrieben zu werden.
In ihrem Grundformat ähneln sie sich vielleicht,
Manche Seiten sind vielleicht von vorgeschrieben,
ob nun dick und endgültig gedruckt 
oder sanft mit Bleistift skizziert und für Änderungen bereit.
Was wir daraus machen, das ist uns überlassen.


Gerade in den Tagen vor Jahreswechsel reflektiere ich unbewusst noch einmal mehr mein Leben, mein Handeln, meine Beweggründe. Und schärfe so einen Blick für meine Möglichkeiten und für das, was ich in der Hand habe. 


Für mich fokussieren sich die Pläne auf
weniger Konsum
und
mehr Achtsamkeit.


Auf diese zwei Punkte lassen sich alle meine konkreteren Wünsche an mich selbst herunterbrechen.
Abnehmen, indem ich weniger Essen konsumiere und 
achtsamer auf meinen tatsächlichen Hunger höre.
Geld sparen, indem ich weniger kaufe und mehr hinterfrage.
Achtsamer mit der Umwelt umgehen und nach und nach plastikfreier werden.
Gelassener werden, indem ich achtsam nicht nur auf die Bedürfnisse anderer schaue, 
sondern auch auf meine, und sie wertvoll und nicht durch Konsum stille oder überdecke.
Ein besseres Zeitmanagement durch weniger Konsum von digitalen Zeitfressern.

Generell will ich mir bei allen, was mit Konsum zu tun hat, 
die Frage stellen: Muss das jetzt wirklich sein?
Brauchst du das tatsächlich?
Oder versucht du damit nur etwas zu kompensieren, zu übertünchen und zu verdrängen?

Darauf läuft alles hinaus.

Und seit ich das so klar und definiert vor mir habe,
trage ich eine große innere Ruhe und Vorfreude in mir.
Denn es hört und fühlt sich einfach besser an, als der Berg der 
guten Vorsätze, die all das beinhalten. 

Vielleicht sollte man es auch gar nicht als Vorsatz bezeichnen,
sondern eher als Jahresmotto,
als Mantra oder Leitgedanken. 

Der Leitgedanke gefällt mir da tatsächlich ganz gut. 
Vielleicht sollte ich den noch einmal visualisieren und mir als kleines Poster an die Wand heften. Mit Hand Lettering kenne ich mich noch nicht aus, aber so könnte ich mir das schön vorstellen. 
Und unbedingt als kleines Zettelchen in das Portemonnaie geklebt.


Wie steht es denn bei euch so?
Lasst ihr euch gern vom Zauber des Neuanfangs mitreißen
und schmiedet Pläne und gute Vorsätze?

Samstag, 29. Dezember 2018

Gedanken zum Jahreswechsel

Wir schreiben den 29.Dezember, 6:31Uhr.
Während die Familie noch schläft, habe ich mir extra einen Wecker gestellt, um ein paar Minuten ungestört am PC sitzen zu können. Mein Ziel: schreiben. 
Nicht aus schlechtem Gewissen, weil hier auf dem Blog nichts mehr los ist.
Es ist eher ein innerer Drang und das Gefühl, manche Dinge für mich selbst geklärt zu haben, wenn ich sie schwarz auf weiß vor mir zu stehen habe. 


So eine Art Rückblick

Das Jahr 2018 ist und war ein sehr ereignisreiches Jahr für mich, obwohl wir als Familie ziemlich konstant waren. Um uns herum wurde geheiratet und sich verlobt, getrennt und eine ziemlich böse Scheidung eingereicht, es wurden Babys geboren und Schwangerschaften verkündet.
Was immer blieb, das waren wir vier.

Es gab jede Menge Freude und auch Ärger, Entscheidungen wurden getroffen und die Konsequenzen getragen, neue Pläne für die Zukunft geschmiedet und an Veränderungen herumgetüftelt. 
Ein völlig neuer Ausblick entstand.
Was immer blieb, waren wir vier.

Wir vier.

Das zu sagen war am Anfang des Jahres noch so ungewohnt. 
Da war unser kleiner Bär gerade mal fünf Wochen alt und war dauerhaft mit EKG-Elektroden und Sauerstoffsensor beklebt (was passiert war, kannst du hier nochmal nachlesen). Ende Januar durften wir dann sein Medikament endlich absetzen und nach einer weiteren Untersuchung im Schlaflabor konnte auch der blöde Monitor wieder abgegeben werden.
Nun haben wir bereits vor einem Monat seinen ersten Geburtstag gefeiert.
Bärchen ist bestens entwickelt - wenn auch noch immer eher einer der Kleinen und Zarten - und macht dieser Tage gerade seine ersten tapsigen Schritte ganz allein. Das Jahr über war er kein einziges Mal krank, nur jetzt über Weihnachten hat ihn eine Mittelohrentzündung erwischt. Mit ihm in die Kindernotaufnahme und damit an den Ort, an dem wir so viel Zeit verbracht haben am Anfang, zu fahren ... das hatte einen komischen Beigeschmack. Aber dank Antibiotika und Ibuprofen ist die Laune bestens und die Heilung läuft gut.

Auch dem großen Töchterlein geht es blendend.
Sie ist Ende Mai vier Jahre alt geworden und um Längen cleverer als ich es bei einem vierjährigen Kind je erwartet hätte. Was da so für kluge und detaillierte Fragen kommen ... es wird einfach alles hinterfragt. Da muss man manchmal selbst schonmal nachlesen und sich informieren oder ganz schön überlegen, wie jetzt in verständlichen Worten die Evolution erklärt werden kann, weil das Kind vor dem Schlafen gehen unbedingt wissen will, woher denn der "allererste Mensch" kam und wer ihn geboren hat. Und dem Kind kannste kein X für ein U vormachen ... uff. 
Aber es macht mich stolz. Ebenso wie ihre offensichtliche Begabung, was das Malen und Zeichnen angeht. Den ganzen Tag wird hier oft gemalt und gebastelt, gerade die gemalten Ergebnisse könnten auch locker von einer Zweitklässlerin stammen. Neuerdings schreibt sie auch gern Noten und arbeitet daran, den Violinschlüssel aus dem Kopf hinzubekommen. Und ich staune immer wieder.

Die beiden Kinder zusammen sind ein Traum, ein echt lustiges Gespann. Natürlich wird sich auch mal um etwas gestritten und gezankt - das, was der andere hat, ist ja immer interessanter. Aber vor allem wird gelacht und toll gespielt. Die Große baut Buden und kleine Spielecken auf und der Kleine kommt freudig angetapst, sobald sie ruft oder lacht sich kringelig, wenn sie Quatsch macht.

Und wir, als Mutter und Vater, als Paar?
Wir funktionieren. Natürlicherweise nicht immer ganz reibungslos, Diskussionen und Streitthemen entstehen im Alltag und unter dem Stress, Frust und der Anstrengung des jeweiligen Tages - und unsere Tage könnten unterschiedlicher von ihrem Ablauf kaum sein - schnell mal. 
Was uns aber immer gut gelingt, ist es, das aufzulösen. Wir reden und tauschen uns aus und gehen nie ins Bett, ohne uns ausgesprochen und versöhnt zu haben. Wir versuchen uns immer mal wieder etwas Zeit für uns als Paar zu schaffen, auch wenn das dann eher selten ein Restaurant- oder Kinobesuch ist, sondern eher zum gemeinsamen Baumarkteinkauf oder werkeln in Haus und Garten wird. Hauptsache zu zweit, denn Zweisamkeit und Zeit miteinander ist in unserem Alltag rar gesäht. Aber wir wissen ja, dass das auch wieder anders wird und genießen es (größtenteils ;) ) die Zeit und Kraft und Aufmerksamkeit für unsere Kinder herzugeben.

Wir vier. 
Auf uns als Familie fokussiert sich all mein Handeln und all meine Entscheidungen.
Und diese waren in diesem Jahr so schwerwiegend wie kaum zuvor.
Denn mit meinem Job kommt mir genau diese um einiges zu kurz.

So habe ich zu den Sommerferien schweren Herzens den Tanzunterricht in dem Tanzverein aufgegeben, in dem ich selbst meine Kindheit und Jugend verbracht habe und mit dem ich 20 Jahre lang engstens verbunden war. Das endete mit einem ziemlichen Knall hinter den Kulissen und vielen Tränen mit den Kindern und auch Eltern. Doch die Fahrerei zu dem 60km entfernten Standort war weder finanziell noch zeitmäßig tragbar. Was mit einem Kind und meiner Leidenschaft für diese Stelle noch super ging, war mit zwei Kindern immer undenkbarer.
Der Plan, die zwei freien Nachmittage hier bei uns im Ort zu füllen, hat teilweise geklappt. Natürlich nicht in dem Umfang, dass es nicht zu Einbußen kam. Aber es stagniert und dank Begebenheiten mit dem Finanzamt (kurz umrissen: Umsatzsteuerpflicht durch 200 Euro, die ich über der dazugehörigen Grenze lag und dadurch 19% zusätzliche Steuerlast, die ich nicht so einfach an meine Kunden weitergeben kann ...) kam ich dann doch an den Punkt, an dem ich mir nun überlegen musste, wo die Reise beruflich denn hingehen soll. Und habe auch eine Entscheidung getroffen. Denn, so sehr ich auch immer für meinen Job brannte, umso schwerwiegender wird mit der Zeit die Einsicht, dass es finanziell einfach nicht genug gewürdigt wird und vor allem das Arbeiten am Nachmittag keine Dauerlösung sein soll.

Nun, was bleibt, das sind wir vier.
Und die Entscheidung, dass es wohl auch wir vier bleiben werden.
Und wir vier werden auch ganz in Ruhe und als kleine Familie Silvester feiern 
und ins neue Jahr starten.



Was bringt uns 2019?

Das nächste Jahr wird ein spannendes und auch umwälzendes Jahr für uns.

Wie schon angedeutet, werde ich mich langfristig nochmal ein wenig verändern. 
Und auch wenn ich das noch nicht überall angekündigt habe, noch nicht mit allen Eltern meiner Schüler besprochen habe (was ich auch gar nicht muss, denn für die wird sich so schnell nichts ändern) und natürlich nicht genau weiß, wer hier so mitliest, so möchte ich es doch nun auch richtig formulieren. Ich werde ab Oktober studieren. Grundschullehramt soll es sein, denn in der Arbeit mit den Kindern (die ich ja nun schon fast sieben Jahre lang mache, nur eben im Nachmittagsbereich) liegt mir sehr. Dass es wirklich gebraucht wird ist ein schöner Nebeneffekt. Aber vor allem sehne ich mich nach einer Arbeit mit ganz "normalen" Zeiten, danach am Nachmittag bei meiner Familie zu sein, ein geregeltes Einkommen zu haben und auch für das Alter vorsorgen zu können. Und einfach auch mal krank sein zu können und mich nicht mit allem und zig Medikamenten irgendwie durchschleppen zu müssen im Zweifelsfall, weil sonst Geld fehlt.
Mein Plan und Ziel ist Deutsch und Musik. Für Musik muss ich allerdings eine recht gesalzene Eignungsprüfung im Juni bestehen, auf die ich mich gerade mit Feuereifer und Klavierlehrerin vorbereite, denn meine eigenen Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt reichen da noch nicht aus.

Also Studium. Mein erstes. Mit 29 dann. Als zweifache Mutti.
Hätte mir das mal jemand gesagt, dass ich echt zwei Haken schlagen würde um dann endlich dort anzukommen, wo ich mich beruflich auch niederlassen kann ... Aber jede Entscheidung und Erfahrung war wichtig und richtig. Nicht jeder Weg verläuft einfach geradeaus und auch das ist etwas, das ich Kindern und Heranwachsenden gern mit auf den Weg geben will.
Es wird nicht leicht, keine Frage. Zumal ich weiterhin erstmal am Nachmittag unterrichten werde, denn komplett auf mein Gehalt, so klein es auch sein mag, zu verzichten wäre nicht drin. 
Aber ich habe ein Ziel und werde all meine Kraft dafür aufbringen.
Das wird also der Dreh- und Angelpunkt des nächsten Jahres für mich.

Als Familie werden uns die nächsten Baumaßnahmen an Haus und Garten erwarten und dieses Jahr sogar zwei Urlaube, im Sommer mit Freunden nach Schweden und über Ostern irgendwohin in den Süden mit meinen Eltern, die uns diesen Urlaub zum Weihnachtsgeschenk gemacht haben. 

Ansonsten kommt vielleicht ja noch die ein oder andere Hochzeit oder Verlobung rein.
Vielleicht kriegen wir ja endlich mal vernünftiges Internet ...
Ich freue mich auf eine Gartensaison mit laufendem Kleinkind und zu sehen, wie er die Natur entdeckt und von seiner Schwester gezeigt bekommt.
Und Mitte des Jahres werde ich Tante und mein kleines Schwesterchen zur Mama, 
was besonders rührend und aufregend für mich ist. 


Und der Blog?

Achja, mein lieber, vernachlässigter Blog ... 
2013 fing alles an meinem 23.Geburtstag an.
Ich erschrecke mich gerade selbst darüber.
Damals fing alles mit meinem eigentlich größten Hobby, dem Handarbeiten mit Wolle und Strick- bzw. Häkelnadeln an. Ich machte auch meine ersten Versuche mit der Nähmaschine. Wir hatten seit ein paar Monaten eine kleine Katze bei uns und unsere Hochzeit vor uns. Der Blog - damals noch "Nadelspiellust" - begleitete mich durch die folgende erste Schwangerschaft. Irgendwann kam die Einsicht, dass es doch nicht mehr groß um das Anfangsthema ging 
und ich startete neu mit "Glück gibt's gratis".
Was ist davon eigentlich übrig geblieben?

Ich habe im letzten Jahr immer wieder darüber nachgedacht, was dieser Name und Blogtitel eigentlich für mich bedeutet. Passt das denn hierher? Macht es überhaupt Sinn? Schließlich gibt es, wenn man es ganz genau betrachtet, ja doch eher wenig gratis. Die Kinder, der Garten, das Handarbeiten (wenn man mal dazu kommt), backen und kochen ... all das ist ja eben nicht gratis. Wir leben in einer Gesellschaft, in der eben alles kostet. Das ist einem gerade dann umso bewusster, wenn man eben nicht finanziell ganz sorglos ist. 

Und doch möchte ich mich nicht von diesem Namen trennen. 
Vielmehr möchte ich für mich neu definieren, was er mir bedeutet.
Denn das, was tatsächlich nicht nur gratis sondern auch nicht zu kaufen ist, 
das ist das eigene Bewusstsein für die schönen Dinge. 
Eine positive Einstellung.
Selbstreflektion.
Auf das zu sehen, was man hat, anstelle auf das, was nach außen hin 
alle anderen haben und man selbst nicht.
Der Schlüssel zum Glücklichsein.

Ich bin noch immer davon überzeugt, dass Glück eine Frage der Einstellung ist und zu einem großen Teil selbst gesteuert werden kann. Manchmal kann einem das unmöglich vorkommen, ab und an mag es schwer sein, oft sind es aber auch nur kleine Momente und 
innerliche Erinnerungen daran und ganz leicht. 

Mittlerweile ist mein Sohn wach und spielt kichernd und brabbelnd neben mir.
Ich habe 75 Minuten ununterbrochen geschrieben und merke, wie gut es mir tut.
(Und ich habe kaum Illusionen, dass das hier bestimmt keiner bis zum Ende liest ;) )
Was also hält mich davon ab, es regelmäßig zu tun?

Es ist die Zeit, die ich mir dafür nehmen muss. Zeit ist bei mir ebenso wie wohl bei den meisten eine heikle Angelegenheit, denn sie reicht nie auch nur annähernd, um alle Dinge zu schaffen, um allen und allem gerecht zu werden. Zu schreiben bedeutet, mir Zeit für mich selbst zu nehmen und das fällt mir schwer.

Es ist unsere unterirdische Internetverbindung, die es oft echt nervig macht, irgendwas im Internet zu tun. Über das gern gefallene Schlagwort "Digitalisierung" kann ich hier nur müde die Augen verdrehen und meine zu Fäusten geballten Hände hinter dem Rücken verstecken.

Das ganze DSGVO-Zeug hat mich unheimlich verunsichert und gelähmt.
Und ich hinterfrage immer mehr, was ich tatsächlich von mir und uns preisgeben möchte.

Was habe ich also zu geben?
Sicherlich keinen Wissenscontent. Ich will und kann weder informieren noch belehren, dafür sind andere zuständig. Ich will kein öffentliches Tagebuch führen. Was will ich denn dann eigentlich?

Vielleicht will ich einfach nur einen Platz zum Gedanken sammeln und niederschreiben. 
Zum Bewusstmachen und Runterkommen, zum Refklektieren und Erörtern.
Wenn es jemand liest? Schön.
Wenn nicht, dann auch nicht.
Vorbei sind die Zeiten, in denen ich insgeheim den großen Mamabloggern nacheifern wollte, mit großen Leserzahlen und Vernetzungen auf mehreren Plattformen, mit Kooperationen und haste nich gesehen. Das alles ist mir nicht wichtig, dafür habe ich auch gar keine Zeit.

Aber ich will mich im nächsten Jahr dazu bringen, mich mit einigen Dingen genauer auseinander zu setzen. Eben mit mir und diesem "Glück ist gratis". Was es tatsächlich bedeutet für mich und vielleicht auch für andere. Mein Ziel dazu wären jetzt mal spontan geschrieben 12 Posts, einer pro Monat. Das müsste doch machbar sein. Wir werden sehen ...



Und falls jemand bis zum Ende mitgelesen hat: 
Danke und meinen Respekt ;)


Lasst mir doch gern einen Kommentar da, 
damit ich weiß, wer hier noch so mitliest :)

Montag, 26. November 2018

Hello again ...


Ach, was soll ich sagen ... dreieinhalb Monate ist mein letzter Post nun schon wieder her. 
Was ist nur los?

Nun, das Leben ist los. In seiner ganzen Fülle und Pracht und Anstrengung und Überraschung und Alltäglichkeit und Wunderbarkeit und Eintönigkeit und Veränderung erwähnte ich schon die Fülle?

Ich weiß kaum, wo mir der Kopf steht, was ich als Erstes tun soll inmitten all der täglichen und außergewöhnlichen Aufgaben, die jeder einzelne Tag so mit sich bringt. Die Liste der "Müsste man unbedingt mal tun"s wird gefühlt im Stundentakt länger, steht aber immer wieder hinten an und egal was man macht, das schlechte Gewissen um die ganzen Dinge, die man in diesem Moment nicht macht, schwingt immer mit. Das ist wohl die Rushhour des Lebens, wie sie immer so schön beschrieben wird. Und dabei bin ich noch nichtmal der Karrieretyp. Es ist das ganz normale Leben und der ganz normale Wahnsinn einer jeden Frau/Mutter/Arbeitenden/Hausfrau/Gärtnerin/was-nicht-sonst-noch-alles.

Und dann auch noch diese ganze Datenschutzgeschichte, die unterschwellige Panik und Unsicherheit darüber, was man nun darf und was nicht. So macht es eben auch keinen Spaß.

Und doch merke ich immer wieder den Drang zu schreiben. 
Das Wissen, dass es mir gut tun würde, einfach mal Dinge in Worte zu fassen, 
sie geschrieben zu sehen. Wäre da nur nicht immer dieses schlechte Gewissen, weil es noch so viele viel wichtigere Dinge zu tun gäbe ... wer weiß, vielleicht wird es ja aber auch wieder mal regelmäßig etwas damit. Ich lass mich überraschen ...

Montag, 13. August 2018

Die Sache mit den 1000 Fragen ...


Durch meine längere Schreibpause habe ich nun einige Wochen lang die wöchentlichen 20 der insgesamt 1000 Fragen an mich selbst verpasst. Weiterverfolgt habe ich sie trotzdem und mich überkam das Gefühl, dass sich einige Fragen ja doch ziemlich ähneln. Und es begann die Stellung der Frage, ob ich unbedingt auf Teufel komm raus jede einzelne dieser 1000 Fragen beantworten muss.

Natürlich nicht.
Ich muss gar nichts.
Erst recht nicht mir selbst zeigen,
dass ich sowas "durchziehen kann".


Die ein oder andere Frage habe ich mir über die Wochen dann aber doch notiert.
Einfach, weil ich sie interessant finde. Weil sie mich zum Nachdenken bringen.
Weil ich glaube, dass euch die Antwort interessieren könnte. Oder weil sie mir Spaß macht.


Daher wird es nun einfach ab und an so ein paar losgelöste Fragen geben,
so als Einstieg zum wieder regelmäßig Bloggen. 




481: Bei welcher Fernsehsendung schaltest du sofort um?
All diese Fake-Reality-Formate im Privatfernsehen sind für mich ein Graus, tiefer und schlimmer geht es für mich nicht - ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen. Manche haben sowas ja gern nebenbei an, um irgendwas laufen zu lassen. Ich finde es einfach nur schlecht.

482: Wann hast du zuletzt jemandem vorgelesen?
Ich lese meiner Tochter eigentlich jeden Abend etwas vor, wenn ich sie ins Bett bringe. Sie liebt und braucht das. Nicht vorgelesen zu bekommen ist für sie wirklich eine Strafe. Und ich genieße es auch sehr, vor allem da sie wirklich so gut und aufmerksam zuhört. Mittlerweile lese ich vor allem auch richtige große Geschichten ohne Bilder zum Anschauen.

488: Welche Floskel benutzt du zu oft?
"Einen Moment noch", "gleich" und "Mach ich noch". Einfach durch das, was sie bedeuten.

491: Kommt es dir so vor, als wäre das Gras des Nachbarn immer grüner?
Das kommt mir nicht nur so vor, es ist tatsächlich so. Wir gießen unseren Rasen aber auch nicht ... aber mal Spaß beiseite, ich nehme schon Unterschiede zwischen unserem Leben und dem der anderen wahr. Ich bin mir aber auch immer bewusst, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Und alles hat seinen Preis. Oder, um im Bild zu bleiben: du weißt nie, mit welch stinkiger Jauche dein Nachbar düngen muss und wie viele Stunden er mit der Pflege seines grüneren Rasens verbringt. Daher sei jedem seine eigene Grüne gegönnt.

492: Welchen gesunden Snack magst du am liebsten?
Kleine Tomaten, Gurke, Weintrauben und Beeren, am liebsten aus unserem Garten.

494: Schreibst du dir häufig etwas auf, damit du es dir besser merken kannst?
Ja, sehr häufig. Ich lerne durch Schreiben am Besten, schon immer. Und manchmal kann ich über Dinge auch erst dann gut nachdenken, wenn ich sie niedergeschrieben vor mir sehe. 

498: Wie stark ist deine Sammelleidenschaft?
Ich halte mich aktiv davon ab ins Sammeln zu kommen. Mir ist nämlich eigentlich eh schon viel zu viel Zeug im Haus. Eine Zeit lang habe ich Tassen gesammelt und muss mich immer noch zusammenreißen, wenn ich mal wieder an einem schönen Exemplar vorbeigehe. Ebenso ist es mit schönen Notizbüchern (von denen ich genug habe), Wolle (die ich kaum verstricken kann vor fehlender Zeit) und Stoffen (obwohl ich eh nicht zum Nähen komme). 

502: Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Die beste Entscheidung war und ist auch immer wieder die, auf mein Herz zu hören. Meinem Gefühl zu trauen. Und immer auch mal wieder vorher gesetzte Grenzen und Grundsätze zu hinterfragen und zum Wohle von mir und meiner Familie einzureißen.

506: Welche Stadt im Ausland würdest du gern besuchen?
Kopenhagen und Stockholm möchte ich unbedingt mal besuchen. Und London auch gern und immer wieder, dann aber bitte mit mindestens fünf Theaterabenden ;)

Freitag, 27. Juli 2018

Ich bin wieder hier ...

... in meinem Revier ...

Sorry, nach der Überschrift schleicht sich ganz ohne mein Zutun einfach die Reibeisenstimme von Westernhagen in meinen Kopf. Ähnlich wie bei der simplen Frage "What is love?", die in meinem inneren Ohr stets gefolgt werden muss von "Baby don't hurt me, don't hurt me no more". Dieses musikalische Gedächtnis ... aber darum soll es hier gar nicht gehen ;)






Nach einer eher ungewollten Zwangspause melde ich mich nun wieder in der Bloggerwelt zurück. Dieses ganze DSGVO-Ding hat mich ebenso wie viele andere etwas aufgeschreckt und bevor ich mich da irgendwie in die Nesseln setze wollte ich mich erst einmal etwas damit befassen. Daher blieb der Blog eine Weile komplett auf privat gestellt und in dieser Zeit habe ich dann letztendlich auch nichts mehr geschrieben.

Nun habe ich einige Einstellungen verändert und eine  Datenschutzerklärung hinzugefügt, außerdem alle Plug-Ins, von denen ich mir nicht sicher bin, ob die so konform mit der DSGVO sind, entfernt. Ich bin nämlich echt kein Experte. Nun sieht es zwar etwas leerer in der Spalte da drüben aus, aber das ist ja erstmal zweitrangig. Sollte jemand von euch da etwas mehr Ahnung und eine Anregung dazu haben, freue ich mich natürlich jederzeit über einen Kommentar oder eine Mail (Adresse ist im Impressum ;) ).



*****


Nun bin ich also wieder online und freue mich sehr darüber, denn das Schreiben hat mir doch gefehlt. Ich bin zwar mittlerweile ein großer Freund von Instagram, aber da ist dem textlichen Ausdruck ja doch schnell eine Grenze gesetzt. Es gibt so einiges zu erzählen und berichten, mehrere Themen, über die ich gern Schreiben möchte und Fragen, die beantwortet werde wollen.

Auf jeden Fall ein großes:
Willkommen zurück und danke, dass ihr immer noch da seid!

Bis ganz bald,
Eure Jessi

Freitag, 25. Mai 2018

Ungewollte Pause

Ihr Lieben, ich bin bestimmt fast die Letzte, die damit ankommt, und vermutlich könnt ihr es kaum noch hören oder lesen ...

Ich habe mich in der letzten Woche, als mir tatsächlich klar wurde, dass die DSGVO mir aktiv einiges abverlangen würde, im ständigen Wechsel zwischen "Ich hör auf" und "Wird schon nicht so schwierig sein" befunden.

Fakt ist, dass ich momentan weder zeitlich noch hirntechnisch Zeit und Kapazitäten habe, mich detailliert damit zu beschäftigen. Ich werde es vermutlich im Sommer tun, bis dahin werden sich bestimmt auch so einige Dinge geklärt haben. Bis dahin werde ich den Blog ab Montag auf privat stellen. Dann müsste das ganze Passwortgeschützt sein und wer will, der fragt mich einfach per Mail (glueckgibtsgratis@gmail.com) nach ;)

Dann bis bald und lasst es euch gut gehen!
Eure Jessi

Montag, 21. Mai 2018

1000 Fragen an mich selbst [#19 & #20]

Da ich es letzte Woche nicht geschafft habe - ihr ahnt ja gar nicht, was das für eine Woche war ... ich sage nur: doppelt so viel arbeiten und dann noch Überraschungs-Junggesellenabschieds-Wochenende für mein Schwesterchen vorbereiten und durchführen - gibt es heute einfach gleich die doppelte Menge der wöchentlichen 1000 Fragen an mich selbst.


 Also los mit #19 und #20. Bei Johanna und ihrem Blog Pinkepank findet ihr noch mehr Beiträge dazu.

361: Was war deine schlimmste Lüge?
Oh, da muss ich wirklich drüber nachdenken. Aber ich werde das nicht öffentlich tun.

362: Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Ja, ständig. Wie oft ich schon Dinge ausgeschlossen habe, um mich dann doch mit ihnen zu beschäftigen und meine selbst gesteckten Grenzen wieder einzureißen ... sonst wäre das Leben ja auch ganz schön eingefahren.

363: Kannst du gut Witze erzählen?
Ich mache es auf jeden Fall nicht oft. Bei Witzen höre ich lieber zu und lache herzlich mit. Obwohl ... die ein oder andere Anekdote gebe ich schonmal gern zum Besten, manchmal sind die sogar recht witzig.

364: Welches Lied handelt von dir?
"Schwesterherz" von KLIMA, "Dir gehört mein Herz" aus Tarzan und "Everything I do I do for you" von Bryan Adams. Zumindest sprechen sie mir aus dem Herzen.

365: Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Ich kann glücklicherweise viele kleine Dinge genießen, dafür bin ich sehr dankbar.

366: Wofür kann man dich nachts wecken?
Für meine Familie und Freunde,

367: Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern?
Mein Gewicht. Was wäre es doch für eine Wohltat, wenn es sich nicht jeden Tag irgendwie darum drehen würde ... und dann bitte gern noch einmal gutes Bindegewebe und keine Krampfadern, Herr Ober! Danke.

368: Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Dass ich ein glückliches und erfülltes Leben hatte und in diesem viel Gutes erwirkt habe. Und dass meine Liebsten stets im Guten und mit Dankbarkeit an mich denken werden.

369: Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Ich denke und glaube zunächst stets an das Gute in den Menschen. Möglich ist das also schon, besonders oft ist es mir zum Glück aber noch nicht passiert.

370: Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
Ich würde gern ein Kinder- und Jugendzentrum eröffnen, mit vielen Räumen für Tanz- und Musikunterricht, aber auch für andere Aktivitäten wie Werken, Kochen oder einfach mal abhängen. Ein Ort, der Heranwachsenden ein weiteres Zuhause und ein Vertrauensort ist.

371: Muss man immer alles sagen dürfen?
Nein. Es gibt Momente und Situationen, in denen verbitten sich gewisse Aussagen meiner Meinung nach. Man sollte wissen, wann und zu wem man tatsächlich alles sagen kann.

372: Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Meinem Mann. Im Alltag voller Arbeit, Haushalt und Kindern bleibt nur sehr wenig Zeit für uns zwei, die man dann manchmal auch noch mit anderen Dingen verbringt. An vielen Stellen aber auch mir selbst, denn in all meinem Bestreben und Engagement meiner Familie und anderen gegenüber vergesse ich mich selbst häufig bzw. stelle mich hintenan. Das finde ich auch ganz richtig so, aber ab und zu muss ich mich dann auch mal auf meine eigenen Bedürfnisse konzentrieren, um weiterhin leistungsfähig zu bleiben.

373: Kannst du gut loslassen?
Nicht immer. Ich kann - auf Menschen bezogen - teilweise schon etwas gluckig sein und - auf Dinge bezogen - mich schwer von Dingen trennen. Bei letzteren gibt es aber auch immer mal so Stimmungsphasen, in denen ich es doch gut kann und ordentlich entsorge. Das fühlt sich dann sehr befreiend an. Und mich von Menschen zu trennen, die mir nicht gut tun, habe ich vor kurzem auch gelernt.

374: Wofür bist du dankbar?
Für sehr vieles. Fast alles im Grunde genommen. Kurz gesagt: für mein Leben.

375: Sind Komplimente von Leute, die du nicht kennst, wichtig für dich?
Über Komplimente freue ich mich natürlich immer und wenn sie kompetent getroffen werden bedeuten sie mir natürlich auch viel. Aber sie sind niemals ausschlaggebend für mein Handeln.

376: Vor welchem Tier hast du Angst?
Ich habe keine direkte Angst, aber Respekt vor Wildschweinen, vor allem abends in Waldnähe.

377: Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Von der Planung des Kindergeburtstags meiner Tochter. Am eigentlich angedachten Termin findet nun das Sommerfest im Kindergarten statt und andere Tage sind alle auch irgendwie voll oder unglaublich ungünstig. Aber wir haben doch eine ganz gute Lösung gefunden.

378: Was hast du immer im Kühlschrank?
Milch, Butter und Eier. Und Sambal Oelek, weil wir das so selten brauchen, dass es einfach nicht leer wird.

379: Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendung schaust?
Nein, ich schaue fast gar kein normales TV mehr, seit der kleine Babybär da ist. Ich komme einfach nicht dazu.

380: Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Ich habe sie immer wieder, denn das Leben hält ständig eine neue Definition von "das Beste" für mich bereit.

381: Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Das ist bestimmt schon vorgekommen, etwas ganz Konkretes fällt mir da aber nicht ein. Kritisiert man nicht meist zu Unrecht, wenn man sich Urteile erlaubt ohne selbst in der Situation eines anderen zu stecken?

382: Machst du manchmal Späße, die du von anderen abgeschaut hast?

Nagelt mich nicht drauf fest, aber ich denke nicht. Ich habe meinen eigenen Kopf und meinen eigenen Humor, der eines anderen Menschen würde da gar nicht funktionieren.

383: Bestellt du im Restaurant immer das Gleiche?
Zumindest was das Getränk betrifft, im Restaurant trinke ich zu 95% Apfelschorle.

384: Gibt es etwas, das du insgeheim anstrebst?
Siehe Frage 370 ;)

385: Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Mit meiner Familie, ganz viel bei uns zuhause und im Garten und auch gern immer wieder auf Reisen.

386: Was begeistert dich immer wieder?


Das Wunder des Lebens, die Entwicklung von Kindern und die Kraft der Natur.

387: Welche Sachen kannst du genießen?

Ich bin generell ein Genießertyp, das ist also eine ziemlich lange Liste.

388: Findest du es schön, etwas Neues zu tun?

Ja, die Euphorie des Neuen ist natürlich immer wieder toll und aufregend.

389: Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?

Das kommt darauf an, wer mein Gesprächspartner ist.

390: Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Die Hälfte meines Jobs besteht aus kreativen Geistenblitzen.

391: Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
Da gibt es so einige. Ich mag Gute-Laune-Musik, egal aus welcher Zeit.

392: Wann hast du zuletzt enorm viel Spaß gehabt?

Gerade in den letzten Tagen. Wir waren in Prag und haben dort den Junggesellinnenabschied meiner Schwester gefeiert. Wir haben Bubble Football gespielt, dabei habe ich fast durchgehend gelacht, und auch die Fahrt mit der Limousine (samt Inhalt ;) ) wär unheimlich amusant. Es war einfach rundum ein sehr lsutiges und spaßiges Wochenende.

393: Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?

Ja, er ist mein engster Vertrauter und bester Freund. Wir sind ein Team, in jeder Hinsicht.

394: Welchen Akzent findest du charmant?

Ich finde den dänischen Akzent unheimlich niedlich und sympathisch, im Grunde also alles was so nordisch und skandinavisch angehaucht ist. Holländisch finde ich auch echt klasse.

395: In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
Meist in den besonders Schönen ...

396: Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Vor zwei Wochen ... von "hängt bis über das Schulterblatt" zu "schwebt leicht über den Schultern". Das hat bestimmt auch ganz fancy Namen, aber ich hab keine Ahnung. Auf jeden Fall war ees mal wieder Zeit und ich bin sehr zufrieden damit. Und der prä-schwangerschaftliche Haarausfall fällt bei 15 Zentimeter weniger auch gleich weniger auf.

397: Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Nicht immer, häufig aber schon. Deshalb bin ich immer ein Freund des gepflegten Notierens von Dingen, an die ich denken muss.

398: Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Ich selbst mache das momentan gar nicht. Wenn das Tempo gedrosselt wird, dann durch die Kinder, vor allem durch den Babysohn. Am Abend muss ich mich häufig zwingen, nicht immer noch was und noch was zu machen und zu räumen - die Liste der liegen gebliebenen und zu erledigenden Dinge ist unglaublich lang -, dann holt mich mein Mann glücklicherweise auch gern mal runter.

399: Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein, die meisten Dinge wiederholen sich. Das finde ich aber auch nicht schlimm, ich habe keine Angst vor Alltag und Routinen.

400: Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?

Wenn ich das Gefühl habe, unterschwellige Spitzen in Bemerkungen anderer rauszuhören. Dann überhöre ich das lieber, um keinen - womöglich noch durch Fehlinterpretation unnötigen - Konflikt zu provozieren. Hatte ich schon, brauch ich nicht nochmal ;)

Sonntag, 6. Mai 2018

1000 Fragen an mich selbst [#18]





341: Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Über Ignoranz und böswillige Unehrlichkeit. Und über so einige Entscheidungen in der Bildungspolitik.

342: Kann jede Beziehung gerettet werden?
Das kommt darauf an, was genau an ihr kaputt ist. Mittlerweile habe ich auch schon Beziehungen erlebt, bei denen wirklich nichts zu retten war und ist.Also nein.

343: Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Ziemlich bezeichnend ist ja, dass ich mich zuerst verlesen habe und erstmal einen kleinen Aufsatz über das, was mich an meinem Körper stört, geschrieben habe. Nunja ... was ich an mir aber mag sind meine Hände und mein Gesicht, vor allem meine Augen und Lippen.

344: Womit hält du dein Leben spannend?
Da muss ich selbst gar nichts machen, das Leben hält sich selbst spannend.

345: Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?
Wenn es kein komplett negativer Druck ist, ja. Dann kann er mich sogar ziemlich beflügeln. Und so ein kleines bisschen Druck braucht es für manche Dinge auch. Ohne dazugehörige Deadline oder näher rückenden Termin können Dinge und Aufgaben nämlich schnell mal auf die "müsste ich mal"-Liste rutschen. Und die ist ziemlich lang.

346: Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Jede Lebensphase hat ihre Höhepunkte und Besonderheiten. Das kann und möchte ich gar nicht werten. 

347: Findest du andere Menschen genau so wertvoll wie dich selbst?
Definitiv.

348: Hast du immer eine Wahl?
Eine Wahl hat man doch eigentlich immer. Love it, leave it or change it - so heißt es ja so schön. Dass die Wahl dabei immer leicht oder eindeutig ist muss das aber nicht bedeuten.

349: Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Ich bin ein wahres Frühlingskind, kann aber auch jeder anderen Jahreszeit etwas angewinnen. Ich mag es mittlerweile sehr zu beobachten, wie sich die Natur unter den Jahreszeiten immer wieder verändert und erneuert.

350: Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Schwer zu sagen. Ich habe meinen Namen noch nie in Frage gestellt, ich bin zufrieden mit ihm. 

351: Wie eitel bist du?
Nicht so sehr. Ich bin auch öfter mal ungeschminkt und nicht zurecht gemacht in der Öffentlichkeit zu sehen. Ich putze mich nicht groß heraus, wenn ich einkaufen gehe oder meine Tochter in den Kindergarten bringe. Das liegt aber auch daran, dass ich vom morgendlichen Aufstehen keine Zeit dafür habe, denn es müssen die Brotdosen für Arbeit und Kindergarten fertig gemacht werden, dann räume ich möglichst noch etwas auf und schon ist es 6 Uhr und der Babysohn ist wach. Ein klein wenig mehr Eitelkeit in Form von Selbstfürsorge am Morgen möchte ich mir aber gern angewöhnen. Auch wenn das bedeutet spätestens um fünf aufzustehen, es fühlt sich schon anders an, wenn ich mir 10 Minuten nur für mich nehme.

352: Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Eine gesunde Mischung macht es. Der erste Impuls kommt immer vom Herzen, der Verstand darf aber auch immer nochmal drübergucken.Wenn das Herz aber nicht mitzieht, dann kann der Verstand noch so gute Argumente bringen.

353: Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Ich glaube das letzte "Risiko" war es für einige, dass ich meinen Sohn trotz Beckenendlage spontan und natürlich auf die Welt bringen wollte. Für mich und mein Gefühl hatte das zwar nichts mit Risiko zu tun, da ich mir vollkommen sicher war im Vertrauen in meinen Körper - und das zurecht -, aber viele, mit denen ich darüber sprach, hätten zur Sicherheit lieber den Kaiserschnitt in Kauf genommen.

354: Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Das kommt darauf an mit wem ich spreche und was das Thema ist. Wenn ich etwas zu sagen oder viele Fragen habe, dann übernehme ich die Führung gern. Ich kann sie aber auch gut überlassen.

355: Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Wenn ich mich mit Fernsehserien auskennen würde ... keine Ahnung.

356: Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Die Gäste und die Stimmung.

357: Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Nicht immer. Wenn es um meine Arbeit geht, dann ganz gut, persönlich oft weniger. Ich relativiere gern mal oder rede gute Dinge klein. Ich arbeite daran, diesen Impuls zu unterdrücken.

358: Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
So mittelmäßig. Meine eigene Gesundheit steht im Zweifelsfall schonmal hinten an, wenn es um meine Familie oder andere Verpflichtungen geht. Als Freiberuflerin nimmt man sich auch nicht einfach mal Zeit zum Erholen, es sei denn es ist wirklich schlimm und akut. Ich bin froh, dass meine Abwehrkräfte gerade gut funktionieren und ich die letzten beginnenden Erkältungen gut habe bekämpfen können, bevor sie richtig losgelegt haben. 

359: Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Auf jeden Fall eine sehr private ;)

360: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Das kann ich so genau gar nicht sagen, unser letzter Urlaub liegt drei Jahre zurück. Diesen Sommer fahren wir endlich wieder mal weg, wie das dann genau läuft wird man sehen. Früher habe ich gern ausgeschlafen und viel gelesen, in unserer jetzigen Familienkonstellation wird es das sicherlich nicht ;)



Noch mehr Antworten gibt es wie immer auf  Pinkepank.

Montag, 30. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#17]

Ohne große Eingangsworte geht es weiter mit den nächsten 20 Fragen aus der Reihe von Johanna. Da findet ihr übrigens auch noch mehr Teilnehmer und Beiträge dazu ;)




321: Was gibt dem Leben Sinn?
Menschen, mit denen man es teilt. Denen man Freude und Wärme und Liebe entgegenbringen kann. Etwas Gutes in der Welt zu hinterlassen, seien es nun große Taten, gute Gedanken oder die eigenen Kinder, die man liebevoll zu vernünftigen Menschen erzieht.

322: Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Ich hätte gern frühzeitiger gewusst, was es bedeutet Mutter zu sein. Dann hätte ich schon viel früher wirklich zu schätzen gewusst, was es für meine Eltern hieß, mich und meine Schwester zu haben, großzuziehen, ziehen zu lassen. Dann hätte ich ihnen schon viel früher danken können. Aber so ist es nun einmal, wirklich verstehen kann man all das erst, wenn man ein eigenes Kind hat.

323: Wie alt fühlst du dich?
Wie Mitte/Ende 20, also so wie ich bin. Manchmal muss ich mich selbst daran erinnern, dass ich jetzt aber echt nicht mehr zur Kategorie "junge Frau" gehöre ;)

324: Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Ich sehe ein freundliches und herzliches Gesicht, einen oft lächelnden Mund, einen warmen und aufgeschlossenen Blick. Ich sehe einen großen, weich gepolsterten Mamakörper, der zwei gesunde Kinder in sich hat wachsen lassen und geboren hat. Arme, die tragen und umarmen. Hände, die streicheln, aber auch fest anpacken können. Stämmige Beine, die mich durchs Leben tragen. Rundum, eine Frau, die weiß wer sie ist und was sie kann und die in all ihrer Unpersektion völlig im Reinen mit sich selbst ist.

325: Kannst du gut zuhören?
Ja.

326: Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
"Und du bist echt schon so früh wieder arbeiten gegangen?" Gerne begleitet von Zusätzen wie "Also ich könnte das ja nicht." und "Dazu bin ich viel zu sehr Vollblut-Mama."

327: Ist alles möglich?
Nein, nicht alles. Aber viel mehr, als man manchmal so glaubt.

328: Hängst du an Traditionen?
Ich liebe Traditionen, sie geben den Dingen einen bekannten und festen Rahmen, fühlen sich nach Geborgenheit und Heimkommen an. Und ich mag es sehr, wie wir als Familie eine Mischung aus den jeweils vom Elternhaus mitgebrachten Traditionen und eigenen neuen erschaffen.

329: Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Ich bin mir tatsächlich keiner finsteren Gedanken bewusst. Aber alle meine Gedanken kennen mein Mann und meine beste Freundin.

330: Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Allem voran ehrlich und liebevoll, klug und humorvoll, interessiert und begeisterungsfähig. Und da mein idealer Partner definitiv mein Mann ist: dunkelhaarig mit warmen braunen Augen und Vollbart.

331: Wonach sehnst du dich?
Nach mehr Familienzeit, aber auch nach Zeit für mich selbst.

332: Bist du mutig?
Ich bin jetzt kein Adrenalin-Junkie, der immer wieder von einem Abenteuer ins nächste hüpft. Aber ich kann mutig sein, wenn es gebraucht wird. Und manchmal bin ich es einfach, ohne darüber nachzudenken oder es als mutig zu empfinden, einfach weil Dinge getan werden müssen.

333: Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Ich würde sagen: für vieles. Es gibt wohl aber auch so Dinge im Leben, für die gibt es keine richtige Zeit. Der Verlust eines geliebten Menschen zum Beispiel, da wüsste ich nicht, was da richtig wäre. Viele Dinge im Leben passieren ja auch einfach, da kann man sich das mit der Richtigkeit sowieso erst im Nachhinein zurechtlegen.

334: Wofür bist du dir zu schade?
Das Einzige, wofür ich mir zu schade bin, ist es, meinen Kopf auszuschalten und blind der Meinung und Aussagen anderer zu folgen. Sonst für nichts.

335: Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Ganz ohne? Hm ... wenn ich müsste, dann sicherlich. Aber ein Jahr ist lang, meine Kinder und mein Mann würden mir umheimlich fehlen. Alleinsein an sich kann ich aber sehr gut und gern. So ne Woche könnte ich durchaus mal gebrauchen ;)

336: Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Ich bin immer mal wieder stolz auf mich und auf das Leben, das ich so führe. Es mag vielleicht nicht so aussehen - es ist nicht prunkvoll, ist voll mit Arbeit, nicht so voll mit Geld, sieht nicht nach Möbelkatalog oder Gartenzeitschrift aus und ich selbst auch nicht wie von einer Titelseite entsprungen - aber ich liebe es und bin sehr stolz auf das, was wir uns erschaffen haben.

337: Bist du noch die Gleiche wie früher?
Natürlich nicht, das wäre ja furchtbar. Nicht, weil ich mich früher furchtbar fand, sondern weil Entwicklung und Veränderung zum Leben dazugehört. Was hätte ich denn in den letzten Jahren erlebt, wenn es mich nicht auch verändern würde? Der Grundkern ist sicherlich der Gleiche. Die Erfahrung der Jahre und meine eigene Entwicklung haben da schon so einige zusätzliche Facetten geformt und hervorgebracht.

338: Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Weil sie mir Spaß macht und ich sie als wertvoll erachte. Weil sie dankbar (wenn auch nicht sonderlich dankbar gut bezahlt) ist und Freude bringt. Nicht zuletzt aber auch, weil mir mein Mann die Freiheit ermöglicht und mich darin bestärkt, diese Herzensarbeit auszuüben.

339: Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Ich werde zu schnell zu emotional, schiebe Unangenehmes gern mal ein Weilchen vor mir her und kann zu gut über Dinge hinwegsehen, ohne sie zu lösen.

340: Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Ja, auf jeden Fall.

Sonntag, 22. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#16]

Ja, ich weiß, mehr als die 1000 Fragen an mich selbst passiert hier gerade nicht. Ich bin froh, dass es sie gibt, sonst wäre hier womöglich gerade wohl komplette Funkstille.

Das Leben als Zweifachmami ist schön, aber auch sehr anstrengend und herausfordernd. Die Kinder sind toll, ich staune jeden Tag über die Große, ihr Einfühlungsvermögen und ihr unglaubliches Zeichentalent (das sage jetzt nicht nur ich als Mutter ... wir staunen alle, denn das, was sie mit ihren fast vier Jahren so malt, kriegen manche Zweitklässler kaum hin) und über den Kleinen, seinen wachen Blick und seine motorische Aktivität. Letzterer ist jetzt fast genau fünf Monate alt, hat seit zwei Wochen schon beide untere Schneidezähne und futtert mit Vorliebe seinen Mittagsbrei.

Dazu halten mich Haushalt und Garten ebenso auf Trab wie natürlich auch der Job, den ich seit zwei Wochen jetzt auch wieder an vier ganzen Nachmittagen in der Woche ausübe. Wenig bis keine Zeit für mich selbst bedeutet das und daher noch weniger für den Blog. Aber für die wundervolle Aktion von Johanna nehme ich mir gern etwas Zeit, so viel muss einfach sein.






301: Worin bist du ein Naturtalent?
Ich bin von Natur aus sehr musikalisch und einfühlsam, das würde ich schon als mein Talent sehen.

302: Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Das werde ich nicht in der Öffentlichkeit überlegen, dabei geht es ja nicht mehr nur um mich. Aber ich gehe davon aus, dass sich die allermeisten derer, die mich umgeben, in einem stetigen Prozess der "Verbesserung" befinden.

303: In welcher Situation warst du unfair?
Ich kann mich immer mal wieder unfair verhalten, auch wenn ich es nicht darauf anlege. Am unfairsten für mein Gegenüber ist es wohl, wenn ich sehr schnell sehr emotional werde. Unter Tränen lässt es sich schwer argumentieren und diskutieren, es lähmt den anderen und blockiert eine vernünftige Auseinandersetzung. Ich mache das aber nicht absichtlich oder aus Berechnung und es passiert auch nur unter meinen allerengsten Vertrauten... aber das ist definitiv etwas an dem ich arbeiten will.

304: Fühlst du dich fit?
Es könnte und sollte definitiv besser sein. Aber unfit fühle ich mich nun auch nicht. Ich denke ich bin fitter als man so vermuten würde ;)

305: Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Nicht in dem Maße, wie ich es eigentlich gern hätte. Das ist als Freiberufler ja so eine Sache. Zu meinem 30. Geburtstag will ich das aber geschafft haben.

306: Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Ich erinnere mich an ein einziges Buch in meinem Leben, das ich angefangen habe zu lesen und dann abgebrochen und tatsächlich weggeworfen habe. Ich kann mich weder an den Titel noch den Autor erinnern, aber es war so ein wissenschaftlicher Thriller. Und er war so aufdringlich und vordergründig geschrieben, dass ich mich als Leser wirklich enorm bevormundet und für blöd gehalten vorgekommen bin. Ganz furchtbar.

307: Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Wir haben unser Haus gekauft ... der tollste Grund überhaupt!

308: Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
Ich versuche es stets zu vermeiden, denn nichts auf der Welt ist rein schwarz oder weiß oder gut oder böse. Auch wenn das die Dinge manchmal vielleicht einfacher machen würde.

309: Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Das ist pures Glück und eine tiefe, tiefe Zufriedenheit.

310: Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Essen und Trinken gehört zur Geselligkeit schon irgendwie dazu. Dabei geht es aber nicht um die Masse, sondern eher um die Qualität bzw. die Atmosphäre, in der man beisammen ist.

311: Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
Steuererklärung, Protokolle abtippen, Werbung rausschicken, Wäsche waschen, Beete säubern, Unkraut zupfen, angezogene Pflänzchen umtopfen ... soll ich fortfahren? Als Mutter und Freiberuflerin, als Haus- und Gartenbesitzerin ist die Liste nie leer. Nie.
Natürlich habe ich auch eine kleine To-Do-Liste des Lebens. Ich möchte in meinem Leben unbedingt lernen wie man Harfe spielt und Wolle spinnt, ich möchte Neuseeland noch einmal besuchen (dieses Mal mit meinem Mann), eine Woche lang jeden Abend ins Theater im Londoner West End gehen, ein Buch schreiben und veröffentlichen. Und ich möchte es hinbekommen, ordentliche Radieschen im Garten heranzuziehen. Daran bin ich die letzten Jahre immer gescheitert, obwohl es doch das Einfachste überhaupt sein soll.

312: Hegst du oft Zweifel?
Ach, haben wir die nicht alle? Gerade als Mutter zweifelt man immer wieder an sich und dem, wie man sich so in bestimmten Situationen verhält. Gerade wenn man sich dazu hinreißen lässt, sich selbst mit anderen - bzw. mit dem, was andere so von sich sagen oder zeigen - zu vergleichen. Ich hab da auch letztens mal so einen Spruch gehört, den ich mir sehr zu Herzen nehme seitdem und auch mit Vorliebe meinen Schülern vermittle: Zweifel zerstören mehr Träume als Fehler es je könnten.

313: Womit bist du unzufrieden?
Natürlich gibt es Dinge, die ich nicht ideal finde. Dem Gefühl reiner Unzufriedenheit gebe ich aber keinen Platz in meinem Kopf, da mich das sonst zu sehr blockiert.

314: Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Das habe ich lange nicht gemacht ... am ehesten war es aber immer "Ich hoffe ich muss nicht brechen". Aus Gründen.

315: Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Generell ja. Wenn man aber nur etwas für andere tut, um etwas wieder zu bekommen oder aus Zwang, weil eine Gegenleistung fällig wäre, erfüllt das für mich nicht den Kern der Sache. Ich würde gern in einer Gesellschaft leben, in der es selbstverständlich und ohne Bedingungen ist, einander zu helfen.

316: Bist du schon mal schikaniert worden?
Nein. Ignoriert oder nicht für voll genommen, ja, auch schon ungerecht behandelt oder böse betitelt worden ... aber schikaniert wurde ich noch nie.

317: Wie spontan bist du?
Weniger als ich es zugeben will. Wenn ich erstmal einen Plan habe, dann bin ich weniger flexibel als es mir lieb ist. Wenn ich mir aber erst gar keine zu festen Pläne mache, dann kann ich auch sehr spontan sein. Naja, so sehr es mit zwei Kindern eben geht.

318: Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja, meinen Mann und meine Kinder, meine Schwester und meine besten Freundinnen, meine Eltern und Schwiegereltern, Schwager und Schwägerin ... kurz: meine Liebsten würde und werde ich stets bedingungslos unterstützen.

319: In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Darüber habe ich jetzt einige Tage sehr angestrengt nachgedacht, um da nichts zu übergehen. Einfach für mich, denn das hier ist ja vor allem dazu da, auch mal etwas verborgeneren Gedanken und Gefühlen nachzugehen, über die man im Alltag gern drüber weg sieht. Aber nein, da ist nichts. Ich trage glücklicherweise keine Schuldgefühle in mir. Ok ... Vielleicht ein kleines bisschen mir selbst gegenüber, weil ich mich selten genug um mich kümmere.

320: Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Meine längste wirklich enge Freundschaft ist die zu meiner besten Freundin, die nun schon seit 14 Jahren besteht ... das ist gerade in diesem Jahr die Hälfte meines Lebens! Ich habe aber auch einen Kumpel, mit dem ich von der ersten Klasse an die Schulzeit erlebt und auch immer noch regelmäßig Kontakt habe. Das sind dann 22 Jahre. Uff, jetzt fühl ich mich alt :D

Sonntag, 15. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#15]

Wow ... seit 15 Wochen geht nun schon die Aktion von Johanna, in deren Rahmen ich mir ebenso wie viele andere Bloggerinnen und Blogger jede Woche 20 Fragen stelle, die mich mir selbst Stückchen für Stückchen näher bringen sollen.

Am Ende dieses Posts habe ich bereits 300 Fragen beantwortet.
Manche davon waren leicht zu beantworten, andere musste ich mir erst tagelang durch den Kopf gehen lassen.
Manche waren schnell und mit wenigen Worten zu beantworten, andere benötigten da mehr Ausholung.
Manche wiederholten sich in ihrem Inhalt, andere überraschten mich.
Ja, dieses Projekt bringt mich mir selbst näher. Indem mir Dinge bewusst werden, wo ich sie in dieser Klarheit und Formulierung bisher nicht vor Augen hatte. Oder indem sie das bestärken, was ich bereits über mich weiß.

Also auf in die nächste Runde und zur magischen 300 ;)




281:  Malst du oft den Teufel an die Wand?
Nein, denn ich bin ein grundoptimistischer Mensch. Mein Realismus ist zwar ausgeprägt genug, um negative Möglichkeiten wahrzunehmen im Blick zu haben, doch ich glaube und hoffe stets das Gute.
282: Was schiebst du zu häufig auf?
Die Steuererklärung.

283: Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?
Ich habe da länger ernsthaft drüber nachgedacht und finde Vergleich und Aufwiegelung da schwer. Mir fällt hier keine Formulierung ein, die es so richtig trifft.

284: Bist du dir deiner selbst bewusst?
Ja, von Jahr zu Jahr mehr.

285: Was war ein unvergesslicher Tag für dich?
Da sind ganz klassisch der Tag unserer Hochzeit und die Geburten meiner zwei Kinder.

286: Was wagst du dir nicht einzugestehen?
Da gibt es nichts. Die Dinge, die mir selbst bewusst sind, gestehe ich mir auch ein.

287: Bei welcher Filmszene musst du weinen?
Bei welcher nicht? ;)
Ich bin ja enorm emotional und mit der richtigen Hintergrundmusik kann man mich sehr schnell zum Mitfühlen und Weinen bringen, aber auch mit Abschied, Verlust oder einer glücklichen Fügung. Ich hab sogar schon bei Lauras Stern geweint ...

288: Welche gute Idee hattest du zuletzt?
Die Tage sind voll mit Ideen ... konkret kann ich da gar nichts benennen.

289: Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen?
Es gibt viele Geschichten in mir, die ich gern mal niederschreiben würde ...

290: Verzeihst du anderen Menschen leicht?
Das kommt natürlich darauf an um wen es sich handelt und was es zu verzeihen gibt. Manches verzeiht man nach außen hin schon, vergisst und vergibt es innerlich aber eben nicht so einfach.

291: Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?
In Anbetracht dessen, dass meine jetzige Beziehung bereits zwölf Jahre geht und ich gerade 16 war zu ihrem Beginn, gibt es wohl so einiges, was ich nicht mehr so tun würde, schon alleine weil ich nun erwachsen bin. Konkretes kann ich da aber auch hier nicht formulieren.

292: Was hoffst du, nie mehr zu erleben?
Ich will nie wieder in so einer undankbaren und teilweise wirklich erniedrigenden Situation stecken wie es so manches Casting schon mit sich gebracht hat.

293: Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?
Ja, an vielen Stellen schon. Wo genau da die Grenzen verlaufen, das muss ich mir nochmal genau überlegen ... ihr merkt, heute ist nicht gerade meine konkreteste Runde ;)

294: Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?
Die Meinung einiger besonderer Menschen ist mir wichtig, nicht jedoch die Frage was andere von meinen Entscheidungen halten könnten.

295: Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?
Sowohl als auch.

296: Nimmst du eine Konfrontation leicht an?
Nein, ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch und bin kein Freund von nicht unbedingt nötigen Konfrontationen. Das hat aber auch seine Grenzen und dann kann sogar ich streitlustig werden.

297: In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?
Ich bin geduldiger und nachsichtiger, aber auch weniger sorgfältig als sie. Und ich bügele nicht.

298: Wo bist du am liebsten?
Zuhause, in der Natur und generell da, wo meine Lieben sind.

299: Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?
Darüber mache ich mir eigentlich nie Gedanken, es beschäftit mich nicht. Solange mein Mann mich beachtet sind mir alle anderen da unwichtig in ihrer Beachtung mir gegenüber.

300: Was ist dein Lieblingsdessert?
Obstsalat und Erdbeeren. Aber Dessert gibt es bei uns für gewöhnlich nie.

Sonntag, 8. April 2018

1000 Fragen an mich selbst [#14]




261: Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Ich unterhalte mich gern über Familie, Kinderentwicklung, Kunst und Kultur, Garten und Haus. Aber auch mal über Politik und Gesellschaft oder auch schwierigere Themen. Generell lasse ich mich gern auch auf Gespräche ein, die meinen eigenen Horizont übersteigen und erweitern. 

262: Kannst du leicht Fehler eingestehen?
Auf jeden Fall kann ich Fehler eingestehen. Wie leicht oder schwer mir das fällt hängt davon ab, um was genau es sich handelt und wem gegenüber ich es eingestehen muss. 


 
263: Was möchtest du nie mehr tun?
Ich möchte mich nie wieder in eine Reihe mit 30 anderen Frauen stellen, um dann anhand meines Aussehens beurteilt zu werden. Um anhand dessen zu schauen, ob ich überhaupt vorsprechen und vorsingen darf, ob ich mein Können und mein Talent zeigen darf. Ich möchte nie wieder vor Leuten voller Hoffnung und Euphorie zeigen, während diese mich gar nicht beachten, weil ich nicht in ihr Schema passe.

264: Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Ich bin grundoptimistisch und eigentlich immer positiv und entspannt gestimmt. Es gibt aber auch Tage an denen ich schnell gereizt und gestresst bin vor lauter Geschäftigkeit und langer To-Do-Liste, meistens wenn ich mir zu lange keine Momente für mich selbst genommen habe. Und die latente Dauermüdigkeit muss ich hier sicherlich nicht erläutern ;)

265: Sagst du immer die Wahrheit?
Wer tut das schon wirklich immer? Mal so ganz genau genommen wohl niemand, sei es um andere zu schützen, um eine Situation zu vereinfachen oder Konflikte auf später zu verschieben oder einfach den Frieden zu wahren.

266: Was bedeutet Musik für dich?
Musik nimmt einen unglaublich hohen Stellenwert in meinem Leben ein. Nicht nur, dass ich mit Musik arbeite. Sie berührt und beschäftigt mich auch privat immer und überall. Ohne Musik wäre das Leben für mich höchstens halb so schön.

267: Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein, so etwas brauche ich nicht vortäuschen. Wenn es einen Grund dazu gäbe, dann ist mir die Sache nah genug um tatsächlich einen zu bekommen.

268: Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
Das kommt ganz auf die Aufgabe drauf an. Generell arbeite ich gern im Team, vor allem bei körperlichen Arbeiten oder im kreativen Bereich, bei künstlerischen Entstehungsprozessen. Wenn es allerdings um die finale Ausarbeitung von Projekten geht, dann mache ich das lieber allein, denn auf mich selbst kann ich mich immer noch am besten verlassen. Und ich habe schon in der Schule immer einen innerlichen Anfall bekommen, wenn man als Gruppenarbeit einen Text schreiben sollte. Manche Dinge funktionieren im Team für mich einfach nicht.

269: Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?
Oh, das ist eine schwere Frage. So formuliert würde ich sagen: gar keinen. Aber darüber müsste ich wirklich nochmal genauer nachdenken.

270: Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht?
Diese unglaubliche, unheimlich starke und fast schon verrückte Liebe einer Mutter für ihre Kinder finde ich immer wieder faszinierend. Dieses Zusammenspiel von Gefühlen, Instinkt und Hormonen … das kann man kaum wirklich verstehen. Muss man aber auch nicht, denn es ist einfach nur großartig.

271: Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Ich denke schon sehr intensiv über das Leben nach. Ob das genug ist … nun, was ist genug? Und wer soll das beurteilen? Es fühlt sich zumindest für mich der jetzigen Lebenssituation nach genug an.

272: Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?
Da fällt mir zumindest spontan niemand ein, der mich verunsichern würde.

273: Bist du autoritätsgläubig?
Hm … in meinem Leben dreht es sich gar nicht so sehr um Autoritäten. Nicht, dass ich antiautoritär erzogen worden wäre. Ich wurde dazu erzogen, Autoritätspersonen anzuerkennen und zu respektieren und das ist mir auch heute noch enorm wichtig, sowohl für mich selbst als auch für die Erziehung meiner Kinder und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Trotzdem ist mir im Laufe des Erwachsenwerdens wohl bewusst geworden, dass eine Autoritätsperson - ob nun aus Alter oder Qualifikation - nicht automatisch weiser, wissender oder gar unfehlbar wäre. Hörigkeit liegt mir daher trotz Respekt und Anerkennung daher fern.

274: Bist du gern allein?
Tatsächlich ja, ich brauche das auch immer wieder um mit mir selbst im Reinen zu bleiben und zu entspannen. Auch wenn ich sehr glücklich über meinen Mann und meine tollen Kinder bin und wundervolle Menschen in meinem Leben mich umgeben: so gern ich mit ihnen zusammen bin, sind währenddessen stets meine inneren Antennen an. Geht es meinem Gegenüber gut? Sendet ihr bewusst oder unbewusst irgendwelche Signale aus? Mein Hirn hat die ganze Zeit lang damit zu tun, sich Gedanken um die Befindlichkeiten der mich umgebenden Leute zu machen. Das kann ich tatsächlich gerade so zum ersten Mal so in Worte fassen und damit wirklich selbst begreifen. Es gehört zu mir, aber ebenso benötige und genieße ich dann auch die Auszeiten, in denen ich mich eben auf mich selbst konzentrieren kann.

275: Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
Von meinem Traum einer Musicalausbildung habe ich meine Eltern erst einmal überzeugen müssen, was dann aber auch nicht so außergewöhnlich schwer war. Das würde ich auch nicht so wirklich als Durchsetzen bezeichnen.

276: Welchen guten Zweck förderst du?
Ich setze mich für die regionale Kulturlandschaft ein und bin im Vorstand unseres örtlichen Kulturvereins sehr aktiv tätig. Zudem empfinde ich meine Arbeit als sehr guten Zweck, denn sie fördert das Selbstbewusstsein und die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und prägen diese weit mehr für ihr Leben, als man es so denken würde. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Als Lehrerin im Freizeitbereich habe ich einen starken Einfluss auf die persönliche Entwicklung meiner Schüler und empfinde es als großes Privileg, somit auch ein Stück ergänzend zur Erziehung der Eltern an deren Leben beizutragen. Der gute Zweck an dieser Stelle ist also die Förderung von jungen, frischen und vernünftigen Geistern.


277: Wie sieht dein Traumhaus aus?
Haha, fragt mich in zehn Jahren nochmal, wenn wir unser Traumbauhaus fertig haben. Im Grunde genommen ist es wirklich mein Traumhaus, doch der Bau von 1936 muss einmal komplett saniert werden. Seit drei Jahren schon sind wir dabei und machen dabei jeden Handschlag selbst. Also dauert das alles, aber es geht stetig voran. Ich liebe es jetzt schon und freue mich sehr darauf, wenn wir mal mit allem durch sind. Dann ist das hier ein Palast, sag ich euch!


278: Machst du leicht Versprechungen?
Ich bemühe mich nach Kräften, nur das zu versprechen was ich auch halten kann. Und wenn es dabei um noch so kleine banale Dinge geht. Versprechen sollten nicht so einfach und automatisch dahingesagt sein, denn dann verlieren sie an Bedeutung.

279: Wie weit gehst du für Geld?
Ich würde niemals für Geld meine Ideale verraten oder anderen schaden, so viel ist sicher.

280: Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Auch wenn ich erst einmal manchmal stur wirke, so bin ich doch in der Lage meine Ansichten zu überdenken und - wenn es wichtig ist und mir richtig erscheint - auch von meiner Eigensinnigkeit Abstand zu nehmen. 


- nach einer Mitmachaktion von Johanna -

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