Mittwoch, 18. März 2015

Mittwochs mag ich ... Bühnenfieber.

Jaja, es ist stiller als gewohnt hier im Moment. Es ist einfach zuviel los. Ich arbeite seit 10 Tagen ohne Pause - unterbrochen nur durch die Beerdigung, also auch nicht gerade erholsam - und pendele im Akkord zwischen Tanzverein und Musikschule, telefoniere Makler, Notar, neue Gemeinde und Betreuungsstätten ab ... so langsam wird es ernster mit allem. In einer Woche unterschreiben wir den Kaufvertrag. Gestern haben wir ein Kennenlerntreffen mit einer Tagesmutter gehabt. Sie ist so wunderbar! Drückt die Daumen, dass es klappt ...

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, ist der Grund für das viele Durchgearbeite: am Wochenende hatten meine Tanzmäuse wieder einen großen Auftritt. Und damit einher ging ein Gefühl, das wie kaum ein anderes meine Jugend geprägt habe und dass ich über alles liebe: Bühnenfieber.
Und davon mag ich euch heute ein wenig erzählen...


Die kleinsten bekommen noch ein wenig Hilfestellung, um sich an den Tanz auch im Anblick der vielen Zuschauer zu erinnern ;)

Diese Auftritte auf der großen Bühne (der Saal fasst knapp über 500 Zuschauer) sind für die Kinder immer etwas ganz Besonderes. Dieses ehrfürchtige, kribbelige Gefühl, das einen schon beim Wandeln hinter der Bühne befällt, kenne ich selbst noch zu gut. Während meiner zehn Jahre als Tänzerin habe ich es verinnerlicht wie sonst kaum etwas und die Bühne wurde auch irgendwie ein Zuhause, ein Rückzugsort - auch wenn man sich auf diesem eben präsentiert, statt sich zu verkriechen. Ich hatte das Glück, damals mindestens einmal im Monat eine große Show tanzen zu dürfen, heute findet das alles ein- bis dreimal im Jahr statt. Die Freude mindert das aber nicht.


So eine große Show bringt immer unheimlich viel Arbeit mit sich.
Neue Choreografien werden einstudiert, dazu passende Kostüme gesucht/gekauft/genäht.
Manchmal kommen auch Requisiten und Bühnenbild dazu.
Ein Rahmen um das Programm wird entwickelt, die Reihenfolge der Tänze unter Einhaltung vieler Faktoren bestimmt: die Kleinsten möglichst weit am Anfang, aber trotzdem alles gut durchgemischt, außerdem müssen alle genug Zeit zum Umziehen haben, auch wenn sie in mehreren Gruppen tanzen.
Formulare zur Buchung der Bühnentechnik werden ausgefüllt.
Eltern werden zur Betreuung der kleineren Kinder ausgewählt und in die Besonderheiten der Örtlichkeit eingewiesen.
Stellproben und Durchlaufproben - und jede Menge Fehler - werden gemacht.
Garderoben werden eingeräumt, Haare gemacht, Gesichter geschminkt.
Einlass, die Zuschauer betreten den Saal.
Hektik, wenn die Frisur nicht sitzt oder plötzlich ein Knopf abreißt.
Herzklopfen.
Lampenfieber.
Der Tanz vor dem eigenen, es kribbelt, plötzlich muss man nochmal auf Klo, aber das geht jetzt nicht mehr.
Black, das Licht geht aus.
Aufstellung nehmen.
Die Musik geht an, dann das Licht. Dann das Lächeln.
Tanzen. Applaus. Begeisterung.
Bühnenfieber.


Diesmal habe ich nicht Regie geführt und konnte so bei den Mädels hinter der Bühne sein. Sechs Tänze verschiedenster Art haben meine 35 Tänzerinnen zwischen 3 und 15 Jahren gezeigt und mit Bravour das Publikum - insgesamt 800 Menschen an diesem Wochenende - begeistert. Ich könnte stolzer nicht sein auf das, was diese wundervollen Mädchen da geschaffen haben. Ich bin glücklich, ihnen so viel beigebracht zu haben und ihnen eben diese Freude am Tanzen vermitteln zu können, wie ich sie erfahren habe - eben das Bühnenfieber.
 Ein Teil ihrer Kindheit und Jugend zu sein ist ein großes Privileg.

Mittwoch, 4. März 2015

Schnelles Party-DIY

Letzte Woche hatte der Lieblingsmann Geburtstag und dementsprechend war dann auch viel los im Hause Sonnenschein: 14 Personen, ein Baby und eine Katze auf unseren 59 Quadratmetern (... hach, wie freue ich mich doch schon auf unser Haus mit Garten!)

Und schon geht's los mit dem Thema "Party-Organisation":
Haben wir genug Stühle/Sitzplätze?
Ja, wenn alle ein wenig zusammenrücken auf der Couch und vielleicht nicht alle gleichzeitig sitzen wollen.
Haben wir genug Geschirr?
Ach, lass uns doch einfach Pappteller und Plasteschälchen kaufen, dann fällt auch der Abwasch kleiner aus.
Und wie steht es mit Besteck? Leihen wir uns was oder holen wir das gute Tafelsilber von Oma raus? Nee, siehe Geschirr.
Aber nicht dieses superbillige und dünne weiße Zeug, wo man sich schon an ner verkochten Kartoffel ne Zacke aus der Gabel bricht!
Ok, also etwas Besseres und Stabileres. Aber wo stellen wir es denn hin?
(Dieser kleine Dialog spielte sich übrigens nicht im realen Leben ab, sondern in meinem Kopf ;) )


Und da kam die Idee zur superschnellen DIY-Aktion ... sicherlich nichts atemberaubend Neues und Aufregendes, aber ungemein praktisch. Und das MAG ich :)


Schraubgläser (und in vielen Mama-Fällen Breigläser) finden sich ja in vielen Haushalten zuhauf.

Warum diese denn nicht sinnvoll nutzen, solange sie darauf warten, endlich mal zum Glascontainer gebracht zu werden?

Also: die Allzweckwaffe Maskingtape rausgeholt und fröhlich drauf los geklebt.

Besonders nett sieht es aus, wenn etwas breitere Streifen geklebt und somit Muster geklebt werden, gerne auch verschieden breit bei mehreren Gläsern.

Und ZACK sieht auch das Wegwerfbesteck schön präsentiert aus (das wir aber nicht weggeschmissen haben, sondern abwuschen. Einfach weil es super praktisch und stabil ist und jetzt auch nicht sooo günstig war. Und demnächst wird dann ja öfter mal Besteck für Gartenparties gebraucht. Die Gläser dazu hab ich ja jetzt auch.)

Natürlich können die beklebten und verschönerten Gläschen auch für andere Zwecke genutzt werden ... als kleine Blumenvasen für Ministräußchen, Teelichthalter oder kleine Geschenkverpackungen.
Oder habt ihr noch eine andere Idee? ;)


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Verlinkt bei MIttwochs mag ich


Sonntag, 1. März 2015

Neunmonatskrümel

Und schon wieder ist ein Monat vorbei ... dass er diesmal besonders schnell verging, liegt aber nicht an mir, sondern an der Natur des Februar.
Für mich war es ein Monat der Extreme, von Freude und (so sieht es zumindest bis jetzt aus) Erfolg bis zum erschütternden Verlust. Für das Krümelchen ging es vor allem um eins: Wachsen. Und Mama.

Neun Monate.
Neun Monate lang war sie in meinem Bauch.
Neun Monate ist sie nun bei uns und bereichert unser Leben in jeder nur erdenklichen Weise.

Eigentlich ein Grund, um einen besonders ausführlichen Rückblick zu starten. So hundertprozentig bin ich aber noch nicht wieder in gewohnter Schreiblaune, daher gibts heute "nur" einen kleinen Bericht zu den Neuerungen des neunten Monats.



* Krümelchen steht den halben Tag lang. Sie zieht sich an allem - ja, ALLEM - hoch und freut sich
riesig darüber, so herumzustehen. Dann wird akribisch an Dingen rumgepult oder die Umgebung vollgebrabbelt.

* Seit ein paar Tagen zieht sie fast dauerhaft ein Kussmundschnütchen, so ein bisschen "Duck Face"-mäßig, um es mal auf Neudeutsch zu beschreiben. Sieht entzückend aus und wenn sie sich dann auf etwas konzentriert und laut schnaufend durch die Nase atmet ... ach, es ist göttlich! Ich könnte mich echt nur wegschmeißen ...

* Einige Tage lang war das Mäuschen wirklich unausstehlich. Nichts war richtig, immer nur Gemäkel und Gemecker, übermüdetes Maulen, aber statt Schlaf nur Gekreische. Uff. Und wehe man geht mal kurz aus dem Sichtfeld heraus, da ist dann auch Land unter ... wie sich nach roten Bäckchen, Durchfall,
wundem Po und einem Blick in das Mündchen zeigte: da kommt bald noch ein Zahn raus. Das wäre dann der achte und damit die "Front" erstmal komplett. Ich hoffe ja, dass das Zahnen dann erstmal ne Weile Pause macht, bis die Backenzähne kommen.

* Wo wir beim Maulen sind: Mausi/Mauli ist gerade ganz extremes Mama-Kind. Wir sind wohl auf dem Höhepunkt der Fremdelphase. Oftmals bin ich die einzige, von der sie sich beruhigen lässt, was natürlich nicht immer einfach für das Papa-Gemüt ist. Und für mich ist es auch nicht nur süß, sondern bisweilen auch etwas anstrengend - ich komme momentan wirklich zu nichts.

* Wer will steht, der fällt auch viel. Auch wenn sich das Krümelchen selbst beim Aufstützen und Vor-sich-herschieben ihres wakeligen Schaukelpferdchens mittlerweile wirklich gut anstellt, kommt es eben doch auch
mehrmals am Tag zum Stürzchen. Manchmal auch so ungeschickt, dass das Geschrei danach nicht nur aus Schreck groß ist. Seit einer Woche ziert ein langgezogener blauer Fleck die Schläfe unserer Süßen, langsam verblasst sie endlich ... sieht ja doch ganz schön böse aus. Aber vor allen Stürzen kann man sie ja nunmal nicht bewahren.

* Wenn Krümelchen müde wird, dann fängt sie oftmals an zu singen ... ganz goldig!

* Sie spielt jetzt auch ganz anders (wenn sie denn mal alleine spielt *husthust*). Besonders toll sind gerade Stapelbecker und das Holzsteckspiel. Generell ist aber auch alles toll, was rollt und sich durch die Wohnung bewegt (ja, auch die Katze :D), verschiedene Dinge werden aneinander gehalten und geschlagen.

* Und apropos Katze: Die Interaktion mit Madame Katz hat noch einmal ein neues Level erreicht.
Krümelchen kann jetzt nämlich auch streicheln und anfassen, ohne zuzupacken und zu ziehen. So liegen die beiden jetzt häufiger beieinander und "betatschen" sich gegenseitig vorsichtig. Manchmal muss Madame Katz aber auch richtig um Aufmerksamkeit buhlen - und das tut sie dann mit unheimlich lustigen Sprüngen und Gekuschel. Es ist soooo schön!





Ich glaube, damit habe ich die signifikantesten Dinge erfasst. Es ist so eine spannende Zeit.
Und ein kleines Update für alle, die an der Traumhausfront mitfiebern: Es sieht gut aus und wird so langsam ernst. Die Finanzierung steht, ein Kaufvertragsentwurf liegt in meinem Mailfach und wartet auf Ansicht. Unser Traum - und sehr viel Arbeit - rücken in erreichbare Nähe. Weiter Daumen drücken, dann sind wir ab Juni Hausbesitzer (und dieser Blog bekommt ein zusätzliches Thema ;) )

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