Mittwoch, 16. Dezember 2015

Jahresendpause

Warnung: Dieser Beitrag enthält jede Menge Wörter.
Kurzum: Das Fräulein ist in Plauderlaune, also schnappt euch ein heißes Getränk, macht's euch gemütlich und los gehts ;)




 In 16 Tagen beginnt das neue Jahr. 2016, ich sehe dich schon winken! Bis du da bist kommt zwar erst noch der vierte Advent, die Weihnachtsfeiertage, das alljährliche Wiedersehen mit meinen Schulfreundinnen, ganz viel Schlemmerei und Spielerei, jede Menge "Was zieh ich an?" und ein großer Silvesterauftritt... aber dann bist du an der Reihe. Versprochen.

Ebenso wie Vanessa alias Frollein Pfau - der ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihre wunderbare Mitmachaktion Mittwochs mag ich danken möchte - gehe auch ich nach diesem Beitrag in die Blog-Jahresend-Pause. Und danach werde ich auch sicher wieder eine Menge zu erzählen zu haben.

Zeit also für einen kleinen Rück- und Ausblick. 

Es tut sich was am Traumbauhaus. Die Fassade ist und bleibt erstmal die beste Einbruchsicherung ;)

Im Jahr 2015 ist Schönes passiert, aber auch sehr Trauriges. Ein Mensch, der für mich fast alles bedeutet, ist überraschend von uns gegangen. Mehrere kleine neue Menschen sind auf die Welt gekommen. Wir haben unser Traumbauhaus gefunden, in dem nun schon seit über einem halben Jahr gewohnt, gelebt, gebaut und gelacht wird. Jeder einzelne Tag mit unserem Krümelchen war bereichernd und wertvoll.

Im Jahr 2016 wird Schönes passieren, aber bestimmt auch anderes. Wir werden weiter bauen und gärtnern, leben, lieben und lachen. Wir werden als Familie auf zwei Hochzeiten gehen. Es wird sich jobtechnisch sicherlich einiges fortbewegen. Und jeder einzelne Tag mit unserem Krümelchen wird bereichernd und wundervoll sein. 

Was natürlich nicht fehlen darf sind - ja, ich schreibe es ungern, aber so ist es nun einmal - ein paar Vorsätze. So dämlich und unnötig ich sie generell finde, so kurz vor Jahresende kommen sie immer wieder auf. Es ist wie der Beginn eines neuen Schuljahres, wenn alle Hefter und Blöcke noch neu und leer, alle Stifte angespitzt und schreibbereit sind, ganz Neues und Wundervolles zu schaffen. Diese Neubeginn-Euphorie packt mich immer wieder.

 Vom obligatorischen Mehr an Sport und besserer Ernährung fange ich da jetzt gar nicht an. Mir geht es vor allem um das Management von Zeit und Geld. Wir knabbern nicht am Hungertuch, aber Kind, Haus und Selbstständigkeit sind trotzdem eine Kombination, in der ein Haushaltsbuch sinnvoll wäre. Versuche ich seit Jahren immer wieder zu etablieren, ebenso wie Buttermilch, Joggen und Stangensellerie. Aber an das Haushaltsbuch glaube ich. Und ich glaube daran, dass ein besseres Zeitmanagement möglich ist. Ich werde es zumindest brauchen, wenn mein Arbeitspensum noch weiter wächst.

Ansonsten möchte ich mich vor allem immer wieder daran erinnern, jeden einzelnen Moment zu genießen und in mir aufzusaugen. Jede Sekunde mit unseren Lieben und auch mit uns selbst ist wertvoll. Natürlich werde ich auch nicht das in jeder einzelnen Sekunde tun, da kommen Abwasch, Stau und krümelige Trotzanfälle wohl immer wieder in den Weg. Aber sonst will ich mich so oft wie möglich daran erinnern, das Leben auch weiterhin zu lieben, was auch immer es mit sich bringt. 
Und ich will unbedingt gesund bleiben. Jetzt nicht im hyperdramatischen Sinne, sondern so allgemein. Seit der Schwangerschaft habe ich das Gefühl, besonders anfällig zu sein für Erkältungen. Vielleicht sind es ja auch die fiesen Kleinkind-Erkältungs-Mutationen. Da muss ich echt mal was machen ... Vitaminkur, Duschen im Schnee, was weiß ich ;)



Und weil ich gute Vorsätze zu Silvester doof finde, nehme ich mir all das jetzt vor. Nicht ab morgen oder nach Weihnachten. Ab jetzt. Und bleibe damit nicht einfach nur bei den Vorsätzen. So der Plan. Aber der Anfang ist gemacht: Statt den dritten Kaffee nehme ich gerade einen grünen Tee und ein Mörder-Super-Frühstück zu mir, das ich vorher mangels gutem Wohnzimmerlicht auf der Terasse fotografiert habe. Ja, auch das wird nicht jeden Morgen so aussehen. Aber darum geht es ja nicht. Also nicht nur.




Das Problem an den guten Vorsätzen ist ja, das sie fast zwangsläufig scheitern, weil man sie so abolut formuliert. Jede Woche zweimal joggen, keinen Kaffee mehr, Buttermilch und Sellerie statt Saft und Würstchen aus der Packung und ein halbes Kilo jede Woche weniger. Wenn es dann einmal nicht funktioniert, machen wir vielleicht weiter. Aber mit jedem mal "nicht geschafft" mehr sinkt die Motivation und kehrt sich in Frust um und wird zum bösen Jetzt-ist-es-ja-auch-egal. Bis zum Ende des nächsten Jahres, da werden dann wieder dieselben Ziele genauso gefasst. Kennt bestimmt jeder. 
 Aber wir haben wir schon von Albert Einstein gelernt: Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Also, macht euch nicht wahnsinnig.
Genießt eure Zeit.
Und macht's gut!

Wir sehen uns dann im nächsten Jahr wieder :)

Liebste Grüße,
eure Jessi


PS: Mein vorheriger Blog, Nadelspiellust, wird Anfang Januar komplett geschlossen. Also wer es noch nicht gemacht hat: hier abonnieren! Geht auf Bloglovin, Google+ und jetzt auch bei Facebook. Es erwartet uns Spannendes im neuen Jahr :)

Dienstag, 15. Dezember 2015

Weiße Weihnacht?

Sieht ja nicht wirklich so aus, nicht wahr?

Klar, es sind noch neun Tage bis Weihnachten.
Da kann was passieren.
Muss aber auch nicht.
Irgendwo hab ich eine Grafik mit der statistischen 
Wahrscheinlichkeit für eine weiße Weihnacht in der Region
gesehen. 11% stand es da. Naja, schauen wir mal.

Weihnachtsdeko findet sich auch nicht im Haus. 
Ja, es gibt eine Weihnachtskiste.
Ja, dieses Jahr weiß ich sogar wo sie ist.
Einigermaßen. Ganz hinten unten im Keller.
Aber mehr als Adventskranz ist grade noch nicht drin.


Aber ein bisschen Minimaldeko gibt es hier trotzdem.
Ich hab nämlich Pinienzapfen bemalt und beglitzert.


Die Zapfen kommen aus der Toskana. Meine Eltern haben mir im Herbst ein großen Sack mitgebracht, schon da habe ich die Idee bei Pinterest entdeckt und mir gedacht:
Jessi, du kriegst ja nicht viel hin was diese ganze Bastelei angeht, aber das könntest du schaffen.

Also Zapfen auf Modeliermasse gestellt (hält aber nicht wirklich, kann man sich also schenken), weiße Farbe auf die Spitzen gepinselt und Glitzer drauf.


Madame Katz findet die Dinger spannend und hat ab und an ein
verdächtig glitzerndes Näschen. 

Seit Sonntag steht unser Weihnachtsbaum.
Zwar erstmal oben auf dem Balkon, aber er steht,
behangen mit einer a***teuren 23m-Outdoor-Lichterkette.
Mit fünf verschiedenen Lichteinstellungen inklusive Disko-Pogo-Stroboskop.
Man gönnt sich ja sonst nichts. 
Ich bin sehr stolz darauf, dem weihnachtlichen Konsumrausch 
ansonsten ganz gut zu trotzen. Ich fürchte, wenn ich einmal damit anfange, 
Deko zu horten, dann gibt es kein Halten mehr.
Aber zumindest ein klein wenig mehr als ein Stern und ein alter Nussknacker 
darf es dann doch sein. Mal schauen, was sich nach den Feiertagen da so für Schnäppchen für das
nächste Jahr machen lassen.

Wie ist das mit euch?
Minimalist oder Dekomaus?

Verlinkt beim Creadienstag

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Mein Traumjob #4

Das Leben ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen.
Nicht nur Luft und Liebe.
Nicht nur Mama und Ehefrau sein.

Letzteres zumindest nicht bei mir.
Auch wenn ich niemals bezweifeln würde, dass "nur" diese Aufgaben das Leben ungemein bereichern und glücklich machen können, bin ich erst so richtig komplett, wenn ich auch meinen Job ausüben kann. Und da ich die Frage "Was arbeitest du denn jetzt eigentlich genau?" sowohl im realen als auch im virtuellen Leben des Öfteren höre, nutze ich die nächsten Wochen dafür, euch von meinen verschiedenen Jobs im kreativ-pädagogischen Freizeitbereich zu berichten.

Hier findest du auch #1, #2 und #3.



 Traumjob #1
  Choreografin und Regisseurin
 
 
Meine Choreografen-Karriere - wenn man es so hochtrabend bezeichnen will - begann sehr früh. Schon als Kind dachte ich mir ständig irgendwelche Tänze aus und nervte meine Freundinnen damit, sie einzustudieren. Bei jeder möglichen Gelegenheit wurden diese dann auch gezeigt: Klassenfeiern, Klassenfahrtdiscos, am Gymnasium dann sogar bei der Abitur-Vergabe. Der Höhepunkt dieser Zeit war es, dass ich einen Tanz für meine Tanzgruppe bei einem neuen Stück choreografieren durfte. 
 
Auch während meiner Ausbildung war es häufig gefragt, sich eigene Tänze auszudenken, woran ich immer Spaß hatte. Abgesehen von dem Punkt, dass ich das immer Solo zeigen sollte und alle meine "Visionen" wohl eher auf Gruppen ausgelegt waren. 
 Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, als sie Möglichkeit bestand, ganze Gruppen zu unterrichten und meine Choreo-Wut an ihnen auslassen zu können. Mit der Zeit haben wir alle - sowohl meine Schüler als auch ich - viel dazu gelernt und ich möchte behaupten, dass unsere gemeinsame Leistung immer besser wird. 
 
Bei einer Choreografie kommt es darauf an, eine schöne Balance zu finden zwischen den Dingen, die die Tänzer schon können und denen, die sie herausfordern. Mein Grundsatz ist es, keinen einzigen Tanz zu erschaffen, in dem nicht mindestens ein neues Element enthalten ist, an dem ausnahmslos jeder einzelne Tänzer erstmal üben muss und wachsen kann.
Zusätzlich zu Schrittkombinationen erfordert ein guter Tanz natürlich gute Musik, räumliche Bewegung, ein bestimmtes Thema oder eine Geschichte und natürlich passende und bühnenwirksame Kostüme. All das ist meine Aufgabe als Choreografin.
 
 
Einmal im Jahr zeigt unser Tanzverein ein neues Programm, die Regie dafür wird von einem der Trainer geführt. In den letzten drei Jahren habe ich das bereits zweimal gemacht, die nächste Premiere geht ebenfalls auf meine Kappe. Ich liebe es, so ein großes Werk zu erschaffen und alle Teile, die dazu gehören, zusammenzuführen. 
 
 
Dieses Jahr zeigen wir eine Geschichte, die von "Alice im Wunderland" inspiriert ist. 
Nach der Erarbeitung eines grundlegenden Konzepts und der Meldung aller Tänze, die jederTrainer mit seinen Gruppen macht, war es die größte und schwierigste Aufgabe eine sinnvolle und funktionierende Reihenfolge der knapp 30 Nummern zu erstellen. Dabei gab es viele Faktoren zu berücksichtigen: es muss genug Zeit zum umziehen sein, auch für diejenigen die in mehreren Gruppen tanzen, die Kleinsten sollten nicht bis ganz zum Schluss warten müssen, außerdem muss der Story gefolgt werden ... uff, das hat mich echt einige Stunden und Nerven gekostet. Aber die Show steht, zumindest in ihren Grundzügen. 
 
Unterbrochen ist die Show immer wieder von kleinen Schauspielszenen, die ich geschrieben habe und die die Story vorantreiben und zeigen. Die Proben dafür sind auch schon am laufen, damit unsere 15 Sprecher (mit Doppelbesetzungen) bestens auf die Shows vorbereitet sind. Der rote Faden und Spannungsbogen muss eingehalten bzw. erst einmal erschaffen werden. Gekrönt wird die Show von einem großen Finale, in dem sich alle 170 Tänzer noch einmal verbeugen und gemeinsam tanzen. 
 
 
Nun, wie gesagt, die Grundlagen stehen. 
Die Premiere wird im März 2016 stattfinden. 
Nun ist es Zeit, an Kleinigkeiten zu gehen: Bühnenbild und Hintergrundprojektion, 
Lichtpläne erstellen, Kostüme bestellen und schneidern lassen. Und proben. Proben, proben, proben. Alle Choreografien stehen, jetzt haben wir noch einige Wochen Zeit, um an 
Technik und Synchronität zu arbeiten.  
 
Es ist eine unheimlich nervenaufreibende Arbeit, die viel Hingabe, Kreativität und Zeit beansprucht. Viel mehr, als finanziell am Ende vergütet werden kann, aber wer während des kreativen Prozesses daran denkt, wird bestimmt nichts Außerordentliches abliefern können. Ich habe noch von niemandem gehört, dass er Tanzlehrer werden will, um sich eine goldene Nase zu verdienen. Die Leidenschaft ist es, die uns treibt und die Belohnung ist das Strahlen in den Augen derer, denen wir die Bühnenerfahrung ermöglichen. 
 
Erfahrungsgemäß werde ich wie ein kleines Nervenbündel oben am Regiepult sitzen, knapp 600 Zuschauer im Saal, all die vielen Tänzer hinter der Bühne, Techniker an allen Ecken, die auf meine Anweisungen warten. Und ich werde Millionen von Schmetterlingen im Bauch haben und bereits beim ersten Applaus Tränen des Stolzes in den Augen haben. Ich kenne das bereits und freue mich jetzt schon riesig darauf.
 
 
 
Das war es für's erste mit meiner Traumjob-Reihe. 
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsinhalt geben. Über einen wirklichen Arbeitsalltag kann man da ja nicht immer sprechen ;)
Ich hoffe sehr, dass ihr diesen Einblick genossen habt. 
 
 
Meine Traumjobs stelle ich im Rahmen von Mmi 
von der wunderbaren Frollein Pfau vor.
 

Dienstag, 8. Dezember 2015

Wegbereiterin

 Es gibt Dinge, auf die man ganz lange wartet. Da sind wir bei Weihnachten und Geburtstagen (zumindest bei Kindern) ganz vorn mit dabei, bei den Eltern wahrscheinlich eher wenn es um den Feierabend geht. Großeltern freuen sich auf Besuche, Katzen aufs Futter und Blogger auf gewisse Beiträge, die sie erst ab einem bestimmten Zeitpunkt veröffentlichen dürfen.
Letzteres trifft gerade mit dem Umstand, dass ich mich darauf freue, bestimmte Geschenke geben zu dürfen, voll zu. Aber es ist soweit und ich kann euch etwas zeigen, das schon seit ein paar Wochen fertig ist und nur darauf wartet, gezeigt zu werden.

Im Oktober entdeckte ich auf Pinterest eine tolle Wortcollage zum Thema "Erzieherin" und wusste sofort, dass das perfekt für mein kleines Schwesterchen ist, die gerade im letzten Lehrjahr steckt und wirklich alles verkörpert, was eine perfekte Erzieherin so an sich haben sollte. Bei ihr würde ich in dem Erzieherdasein keinen Beruf, sondern eine Berufung sehen.

Tja, um es als Poster entwickeln zu lassen, war die Qualität zu schlecht. Und so richtig toll fand ich den Gedanken, eine Grafik aus dem Internet auszudrucken und zu verschenken, auch nicht. Also zum A3-Block und Fineliner gegriffen und drauflosgeschrieben. Nach einigen Stunden war das Werk dann fertig und hat am Wochenende den Weg zu seiner nun 20-jährigen Besitzerin gefunden :)

Dieser Beitrag ist verlinkt beim Creadienstag


Kennt ihr auch diese Menschen, die einfach nur wie geschaffen für ihren Beruf sind?

Und wo wir schon beim Beruf sind: Morgen gibt es die letzte Folge meiner Traumjob-Reihe... freut euch auf großes Theater ;) 

Freitag, 4. Dezember 2015

Traditionen neu erfinden [Monatsmotto Dezember]

Wie kaum eine andere Zeit im Jahr bedeutet die Weihnachtszeit für die meisten Menschen das Aufleben von Traditionen. Jede Familie hat da so ihre eigenen Abläufe, die jeden Menschen stark prägen - sowohl bewusst als auch unbewusst. Bei mir war zum Beispiel der Weihnachtsbaum (Plastik und mit Lichterkette) immer schon einige Tage vor Weihnachten aufgebaut und geschmückt und der Klang der "Best of Rock Christmas"-Cd läutete mein Weihnachtsgefühl ein - und das tut es noch immer. Am Weihnachtstag selbst gab es zum Mittagessen immer selbstgemachtes Hühnerfrikassé. Zum Kaffee kamen auch die Omas und Opas, nach ein paar Keksen und Stolle war Zeit für Gespräche. Dann, am frühen Abend, klopfe jemand als Weihnachtsmann an die Tür - ich habe meinen Opa dank seiner Schuhe schon mit drei Jahren entlarvt, aber immer brav mitgespielt -, dem dann ein Platz angeboten und etwas vorgesungen wurde. Davor konnte ich mich auch mit Volljährigkeit nicht entziehen (das hat man von der Gesangsausbildung ;) ), als meine kleine Schwester 15 war haben wir dann auch einfach die Geschenke unter dem Baum platziert. Dann gab es die Bescherung, alle packen aus und freuen sich, anschließend gab es immer Raclette mit Geflügelsalat und Schotensalat mit Würstchen.



In den ersten sechs Jahren unserer Beziehung haben mein Mann und ich den Weihnachtstag bei unseren Familien verbracht und sind abends dann zusammengekommen. Vor drei Jahren haben wir beschlossen, niemanden mehr am Weihnachtsabend herumfahren zu lassen und sind seitdem abwechselnd am 24. bei meinen oder seinen Eltern.



Nun, mit der Ankunft unseres kleinen Wunschkrümels, sind wir eine eigene Familie und mitten im Prozess der eigenen Traditionsfindung.  Irgendwann, wenn unser Traumbauhaus einigermaßen in Schuss ist, wollen wir das Weihnachtsfest bei uns ausrichten, bis dahin bleibt der Wechsel bestehen. Dieses Jahr sind wir bei meinen Schwiegereltern, wo es nach dem Kaffee in die Kirche zum Gottesdienst geht und am Abend vor dem Fondue das Christkind die Geschenke bringt. Etwas anders, aber ich finde das nicht verkehrt. Und auch Krümel wird dann später begreifen, dass bei den einen Großeltern eben der Weihnachtsmann kommt und bei den anderen das Christkind. Entscheiden wollen wir uns da für nichts. Vielleicht wird es bei uns ja auch ein Weihnachtsengel ;)



Ein paar eigene Traditionen haben sich bei uns auch schon gefunden. So wird der frische Weihnachtsbaum am Weihnachtsmorgen aufgestellt und geschmückt (wenn es nach meinem Mann geht am liebsten mit echten Kerzen … für dieses Jahr konnte ich ihn dank der "wunderschönen" Holzverkleidung in unserem Wohnzimmer erstmal von einer Lichterkette überzeugen), dazu gibt es selbstgemachten Baumkuchen und ein Gläschen Sherry für alle, die volljährig und nicht schwanger sind.  Die Tage davor verbringen wir damit, große Plätzchenpakete für alle Familienmitglieder zu backen und verpacken. Und musikalisch muss es für mich neben besagten "Schon immer dagewesen"-Songs auch immer das Weihnachtsalbum von Michael Bublé sein. Die ersten Takte von "It's beginning to look a lot like christmas" und ich bin mittendrin :)



Immer wieder lese und höre ich auch von weiteren schönen Traditionen, die mich inspirieren. Zum Beispiel begeistert mich die Idee, am Abend vor Weihnachten eine Kiste vor der Tür zu finden, mit kuscheligen Socken, Keksen, Punsch und einem schönen Weihnachtsfilm darin, den wir uns am Abend zuvor ansehen. Dieses Jahr ist Krümel noch zu klein dafür, aber ab dem nächsten Jahr möchte ich das unbedingt machen. Und wir träumen davon, irgendwann so weit mit unserem Fast-Selbstversorger-Garten zu kommen, dass zum Weihnachtsessen fast ausschließlich eigene Produkte auf den Tisch kommen. Aber das kann noch etwas dauern. Und alle weiteren Traditionen werden sich mit der Zeit dann sowieso ergeben und einschleichen.  Das Motto für diesen Monat lautet also wohl: Traditionen neu erfinden.



Die nächste Tradition steht aber schon vor der Tür: Am Sonntag ist Nikolaustag und ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue. Zum einen wegen etwas, das ich an diesem Tag machen (aber leider noch nicht verraten) darf und zum anderen wegen etwas, das ich verschenke (und ebenfalls noch nicht verraten darf, denn der Lieblingsmann und meine Allerbeste  lesen manchmal mit). Was ich aber verraten darf: im Stiefel des Krümelchens gibt es wie auch im letzten Jahr kuschelige Weihnachtssocken (und noch eine neue Tradition) und ein kleines Weihnachtsbuch. Ich liebe es, zu schenken! Wenn ich mir schon das ganze Jahr lang Gedanken gemacht habe, was wem eine Freude machen würde und mich dann wochenlang darauf freue, die Reaktionen darauf zu sehen ... genau dieses Gefühl ist es, was ich so sehr an der Weihnachtszeit liebe: die Vorfreude darauf, mit Liebe zu geben. Egal wie groß oder wie klein das Geschenk oder der Beschenkte ist. Das ist Besinnung und Glück für mich.




Wie steht es bei euch mit weihnachtlichen Traditionen? 
Kerzen oder Lichterkette? 
Gans oder Würstchen mit Kartoffelsalat? ;)

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Anderthalb

Mein liebstes kleines Krümelchen,

Vor zwei Jahren um diese Zeit haben wir den Leuten von dir erzählt. Wir haben etwas aus den Flitterwochen mitgebracht, das haben wir gesagt. Du unser Wunschkind, das du fast sofort zu uns gekommen bist, als wir dich erwünscht haben. Du machst uns und unser Leben komplett.

Nun bist du unglaubliche eineinhalb Jahre alt. Was auch immer man sagt und behauptet: Nie hätte ich mir vorstellen können, wir wunderbar das Leben mit dir sein würde. Wunderbar und aufreibend und anstrengend und und bereichernd und unvergleichlich in jeglicher Art und Weise.

Du läufst und rennst und kletterst und balancierst und hüpfst als gäbe es kein Morgen. Dass du den kompletten Sommer barfuß durch den Garten gestreift bist hat dich bestens trainiert. Auch jetzt liebst du es barfuß zu sein, lässt aber glücklicherweise auch häufig die Socken an.

Du beginnst, einen kleinen eigenen Wortschatz aufzubauen, verstehst uns sehr gut und kannst herrlich so tun, als würdest du es nicht tun. Du liebst Tiere über alles, Hunde und Katzen und Schafe und Kühe und gerade vor allem Schweine. Dein Holzpuzzle kriegst du schon fast ganz allein hin und Bücher sind sowieso das wundertollste für dich.

Du bist eine Tobepuppe und Kuscheltante, die Schmuseminuten mit dir sind unbezahlbar. Ebenso deine Küßchen und Umarmungen. Und nichts ist schöner als dein zärtlich gewispertes "Mama" und "Apa" am Morgen. Deine Omas und Opas liebst du über alles. Und Madame Katz sowieso. Kein Morgen, an dem du nicht mit lauten "Atzi!"-Rufen nach ihr suchst und sie vorsichtig streichelst.

Bei der Tagesmutter bist du jetzt so wirklich angekommen. Seit es noch eine ganz Kleine gibt, um die du dich liebend gern kümmerst, noch mehr. Wie die Mama machst du dich als Mutti prima. Und magst trotzdem auch Autos. Du amüsierst dich wie Bolle über den wilden Quatsch der Großen, traust dich aber noch nicht ganz ran. So launig und trotzig du auch zuhause sein kannst, woanders benimmst du dich tadellos und ausgeglichen. Gute Erziehung, sagt die Tagesmutter. Schwein gehabt für euch, sage ich.

Krümelchen, wir lieben dich mit jeder Faser unseres Körpers und freuen uns auf alles, was noch so kommt.



Liebste Grüße und tausend Küsse,

Mama und Apa


Aus gegebenem Anlass zwischen die "Traumjob"-Reihe geschoben
im Rahmen von Frollein Pfaus wunderbarem Mmi 

Dienstag, 1. Dezember 2015

Für einen flauschigen Start

Man mag es ja kaum für möglich halten,
aber ich bin doch in den letzten zwei Moanten tatsächlich
wieder zu etwas Handarbeit gekommen. 


Ja, es ist weder große Kunst noch spektakulär.


Aber es ist ja so flauschig!
- ein Schelm, wer bei diesem Satz ein kleines Mädchen mit Plüscheinhorn vor sich sieht ;) -


Irgendwann dieser Tage darf die Welt wieder ein neues Erdenbürgerchen begrüßen,
denn ein Kollege und mittlerweile guter Kumpel meines Mannes wird zum zweiten Mal 
Papa. Und da schon ihr erstes Kind eine Decke von mir bekommen hat, möchte ich auch beim Sohnemann nicht damit brechen :)

Und mit diesem flauschigen Start ins Leben hüpfe ich gleich mal zum Creadienstag rüber.

Sonntag, 29. November 2015

Advent, Advent ...

So sehr ich mich auch jedes Jahr wieder darüber aufrege, dass ab Anfang September schon das erste Weihnachtsgebäck in den Läden steht, so sehr freue ich mich im Laufe des Novembers auf die Adventszeit. Und das mit jedem Jahr mehr. Das eigene Heim - und vor allem das eigene Kind, das die heimeligen Adventsgefühle wieder so richtig hochleben lässt - machen's möglich. 
Zwar bin ich noch immer kein Deko-Junkie (und arbeite auch mit aller Macht dagegen an, mit dem Deko-Schnick-Schnack-Gesammele anzufangen), aber auch ohne lässt sich diese Zeit des Jahres ganz wundervoll und mit vielen Glücksmomenten genießen.















Kuschelig ist es hier im Hause, und das liegt nicht nur daran, dass jetzt das Dach gedämmt wird ;)
Sogar das Krümelchen lässt die Socken an. Meistens.
Sie schmust gern und gibt herzallerliebste Küßchen, mit denen sie den immer wieder auftretenden Trotzkopf gekonnt wieder vergessen macht. Ein raffiniertes, zuckersüßes kleines Ding.


Gestern waren wir zum traditionellen 1.-Advents-Samstag bei den Schwiegergroßeltern in Berlin.
 Es war wieder mal sehr schön  und ich kann wie stets nur betonen, dass Familie doch wirklich das allerwichtigste im Leben ist.

Selbst Krümel und die Elfencousine haben sich fast reibungslos verstanden. Das lag bestimmt daran, dass niemandem von beiden das vorhandene Spielzeug gehörte, so war die Reibungsfläche relativ gering ;)

Die Gelegenheit hab ich auch mal wieder zum Backen genutzt, es gab Marzipan-Makronen mit weißer Schoki und Goldstaub.

 Nach einem üppigen Abendessen und zwei Stündchen Schlaf im Urgroßelternbett für das Krümelchen ging es dann spät abends nach Haus. Quittiert wurde es damit, dass sie heute erst um halb acht (!!!) mit mir aufstehen wollte.


Wir waren gerade noch mit Freunden auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt und haben uns umso mehr in Stimmung versetzen lassen. Jetzt geht's aber für das Krümelchen ins Bett und für mich auf in einen langen Abend. Der Lieblingsmann macht jetzt nämlich einen Gänsebraten. Wird wahrscheinlich ein Mitternachtsmahl, aber so ein bisschen Adventsdekadenz kann man sich ja auch mal leisten ;)

Mittwoch, 25. November 2015

Mein Traumjob #3

Das Leben ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen.
Nicht nur Luft und Liebe.
Nicht nur Mama und Ehefrau sein.

Letzteres zumindest nicht bei mir.
Auch wenn ich niemals bezweifeln würde, dass "nur" diese Aufgaben das Leben ungemein bereichern und glücklich machen können, bin ich erst so richtig komplett, wenn ich auch meinen Job ausüben kann. Und da ich die Frage "Was arbeitest du denn jetzt eigentlich genau?" sowohl im realen als auch im virtuellen Leben des Öfteren höre, nutze ich die nächsten Wochen dafür, euch von meinen verschiedenen Jobs im kreativ-pädagogischen Freizeitbereich zu berichten.

Hier findest du auch #1, #2 und #4.




 Traumjob #1
  Tanzlehrerin



 Als Tanzlehrerin sind meine Aufgaben sehr vielseitig.
 Ich unterrichte meist vier Kurse hintereinanderweg und arbeite so fünf Stunden ohne Pause durch. Das war anfangs sehr ungewohnt und vor allem nach der viermonatigen Babypause echt hart, ist aber nur eine Frage der Gewöhnung. Am Wichtigsten ist es dabei, das eigene Energielevel immer oben zu behalten. Wer schwächelt, der hat - vor allem bei den Kleinen - sofort verloren. Durchgängige gute Laune, Spaß und Motivation ist also essentiell.
 Hauptsächlich unterrichte ich Kinder und Jugendliche zwischen drei und sechzehn Jahren und da hat jede Altersgruppe ihre eigenen Schwerpunkte, Schwierigkeiten und Lieblingsübungen.


3-5 Jahre: Hier steht das Spielen und Toben im Vordergrund. Wir entdecken unsere Gliedmaßen und verschiedene Bewegungsarten in alle möglichen Richtungen. Es gibt ja tatsächlich Kinder, die in die Schule kommen und nicht rückwärts auf einer Linie laufen oder die Arme komplett heben können. Das kann bei meinen Kiddies nicht vorkommen ;) Mithilfe des Vormachen-Nachmachen-Prinzips (auch untereinander) wird die Beobachtungsgabe und Umsetzung von Bewegungsabläufen geschult, es darf aber auch viel frei und nach Gemüt getanzt werden. Wichtig ist mir dabei ein angenehmer Mix aus Kinderliedern, selbstgesungenem und Instrumentalmusik. Richtige Tanzschritte und Positionen werden vielleicht mal angeschnitten, aber nicht forciert. Auch Dehnungen und Körperhaltungen dürfen nicht erzwungen werden, da das kleinkindliche Knochengerüst noch etwas instabil ist und schnell Schaden angerichtet werden kann.
 Die Tänze, die wir einstudieren und aufführen sind sehr einfach aufgebaut und leicht verständlich.


6-8 Jahre: Noch immer stehen Spiel und Spaß im Vordergrund, wenn auch gepaart mit Techniktraining. Improvisationstänze stehen ganz hoch im Kurs, vor allem gepaart mit dem allseits beliebten Stopptanz. Gern gestalten die Kinder den Raum mit Tüchern und Requisiten, um ihre eigene kleine Welt einzutauchen. Nach der freien Arbeit wird geübt: Grundschritte und Drehungen, allein und mit einem Partner zusammen. In den Tänzen gibt es mehr Schritte und verschiedene Aufstellungen und Positionen, in die getanzt wird. Dehnung steht noch immer eher im Hintergrund und wird wenn dann passiv durchgeführt.


9-11 Jahre: Ab dieser Alterstufe wechseln die Kinder in eine bestimmte Tanzrichtung. Bei mir gibt es eine Mischung aus Jazzdance, Ballett und Street Jazz - die Übergänge sind dabei natürlich fließend ;) Hier wird gern noch mit Stopptanz und Improvisationsaufgaben gearbeitet, dann folgt aber auch ein klassisches Warm-Up, Dehnungen und partielles Muskeltraining. Auch wenn das nicht die Lieblingsbeschäftigung ist: ohne Bauchmuskeln keine Pirouetten ;) Tänze und Übungen werden immer komplexer, sowie die Konzentration und Aufnahmefähigkeit der Kinder zunimmt. In diesem Alter findet meist nochmal ein enormes Längenwachstum statt, das zu einer gewissen plötzlichen Unkoordiniertheit beitragen kann. Durch das Training und die positive Beschäftigung mit dem eigenen Körper kann das gut überbrückt werden.


12-18 Jahre:  Ab jetzt kann das "klassische" Tanztraining beginnen, ganz ohne Spielchen. Die Jugendlichen haben Interesse daran, sich zu bewegen und mit Ehrgeiz an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Die Aufnahmefähigkeit ist nun sehr hoch, auch schwierige Tänze und Übungen werden schnell aufgenommen und umgesetzt. Das heikelste Thema diesen Alters ist der Umgang mit dem eigenen Körper. Mir ist es ungemein wichtig, den Mädchen ein positives Körpergefühl zu vermitteln. Egal, wie sie sind: sie sind schön und wunderbar. Die Stärke, die sie im Training entwickeln und die Erfolge, nach wochenlangem Üben diesen einen Schritt endlich hinzubekommen, schlägt sich in einem tollen Selbstbewusstsein wieder. Sie wissen, dass es nicht darauf ankommt, wie ein Körper aussieht, sondern was er leisten kann. 


Auch hier, wie in allen anderen Bereichen meiner Unterrichtstätigkeit, muss ich noch einmal betonen, wie wichtig mir die Freude der Kinder und Jugendlichen ist. Es ist ein Hobby, das sie ausüben. Sie kommen in ihrer Freizeit zu mir. Da liegt mir nichts ferner, als sie unter Druck zu setzen und auf irgendeine Weise herabzusetzen. Trotzdem setzt der Job Geradlinigkeit voraus. Ich mache wirklich jeden Spaß mit, verlange aber auch ein respektvolles Verhalten mir und den Mittänzern gegenüber. Da entwickelt sich eine  gewisse Unterrichtsdisziplin in den allermeisten Fällen von ganz allein.
 

Meine Traumjobs stelle ich im Rahmen von Mmi 
von der wunderbaren Frollein Pfau vor.

Dienstag, 24. November 2015

Rustikal-Makronen

Erfahrene Leser wissen es bereits, aber ich kann es gar nicht oft genug betonen:

Ich bin keine Perfektionistin.

Das Perfektionsgen hat einen großen Bogen um mich gemacht. Ich bin auch ganz zufrieden damit, erspart es mir doch jede Menge Stress ;)

Bei ein paar Dingen ist es aber auch mir wichtig, dass sie möglichst gut werden. So zum Beispiel, wenn ich besondere Dinge für meine Liebsten backe. Und da ja Weihnachten schon mit großen Schritten heranrückt, wird es für mich Zeit, die weihnachtlichen Keks- und Pralinenteller zu planen, die wir an alle Familienmitglieder verschenken. Der Lieblingsmann hat da gern so ein paar Klassiker immer drin, ich bin da weniger traditionsgebunden und probiere gern auch noch was anderes aus. Das sollte dann aber vor dem Verschenken wirklich probiert werden. So geschehen gestern. Naja, oder fast.

Ich habe es ja schon in meiner Jahresendwunschliste erwähnt: Ich wollte mich unbedingt mal an Macarons versuchen. Nun war also Sonntag, der Krümel hatte gerade seinen Mittagsschlaf angetreten und ich mich mit einem "Ich geh jetzt backen" in die Küche verzogen. Da stand ich also nun vor dem Macarons-Rezept und fand das alles ganz schön aufwendig. Typisch, ich bin ja eher so ein "Geht das nicht auch einfacher?"-Typ. Erfahrene Perfektionsbäcker würden stürmisch die Köpfe schütteln über mich. Was hab ich nämlich gemacht? Ich hab improvisiert.



Statt gemahlene Mandeln mit Puderzucker noch feiner zu mahlen, hab ich letzteren ganz weggelassen (der war auch irre klumpig, stand leider ziemlich lange offen) und "Pi mal Daumen" Mandeln, Kakaopulver und etwas Zucker in zwei steife Eiweiße gerührt. Ein bisschen frisch geraspelte Schokolade kam auch noch dazu. Die Masse hab ich dann mit einem Spritzbeutel Marke Eigenbau (= Frühstückstütchen mit Loch) gefüllt und kleine Häufchen auf Backpapier gespritzt.



Nach etwa 15 Minuten bei 130°C (Umluft) waren die Dingerchen meiner Meinung nach perfekt: noch nicht gebräunt am Rand und noch ein wenig druckempfindlich, was ja aber beim Abkühlen aushärtet. War genau richtig, nur mein Tipp an euch - falls das hier irgendjemand als Inspiration nehmen sollte, haha ;) - backt lieber die einzelnen Bleche nacheinander. Mein oberes Blech hatte nämlich nicht genug Hitze von unten und da waren die Makrönchen von unten noch nicht ganz durch.



Jeweils zwischen zwei Makronen kam dann eine Schicht Buttercreme aus Butter, Zucker und Kakaopulver. Fertig.



So schlecht finde ich das Ergebnis ja ehrlich gesagt nicht. Klar, die Masse ist nicht so fein wie bei richtigen Macarons. Es sind halt Rustikal-Makronen. Oder Macrones Rusticales, wenn man es feiner ausdrücken möchte.



Den Geschmackstest haben sie bestanden. Und den Jessi-Tauglichkeitstest auch. Das war wirklich einfach. Und ganz bald probiere ich es auch mal so richtig nach Rezept. Kann ja dann auch nicht so viel aufwendiger sein ;)

Diese kreative Umsetzung ist Teil des Creadienstag.

Freitag, 20. November 2015

Ich glaub wir müssen reden ...


Du, ich glaub wir müssen reden.
Irgendwie kann es nicht so weitergehen.
Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Mich versteht einfach niemand. 

Da bin ich nun schon so clever und zeige ganz genau auf das, was ich haben will. Oder in die Richtung. Notfalls nehme ich die Leute einfach an die Hand ziehe sie an den richtigen Ort. 
Und man versteht scheinbar sehr gut, was ich meine. Und dann murmeln die Sachen wie "Gleich", "Warte mal" oder - ist das zu glauben? - "Was willst du denn?" und machen einfach mit ihren eigenen Sachen weiter. Und dann wundern sie sich, wenn man schreit und kreischt und sich auf den Boden wirft... Und dabei will ich ja nur helfen. Was denkst du denn, wie es hier laufen würde, wenn ich mich nicht nach jedem Tröpfchen Pipi an Ort und Stelle auf den Rücken legen würde, um sofort gewickelt zu werden? Oder wenn ich nicht dreimal am Tag vor deinem Klo stehen und draufklopfen würde, damit es sauber gemacht wird? Das reine Chaos wäre das!

Aber weißt du, ich glaube ich komme so langsam an meine Grenzen.
Ich kann nicht mehr. Es geht einfach nicht mehr. 
Die ganze Zeit lang dachte, es würde so funktionieren. Was für einem Irrtum bin ich doch erlegen.
Mir bleibt also wohl keine andere Wahl. 

Ich glaube, ich muss jetzt anfangen zu reden.

Mama
Papa
Katze/Katzi
Auto
auf
zu
alle
au
ei



***********************

Anmerkung der Redaktion:

 Mit ihren fast 18 Monaten bemerkt das Krümelchen also nun, dass es so langsam mal anfangen sollte, sprechen zu lernen. Bisher wurden alle Versuche, sie zum Nachplappern zu animieren, mit einem süffisanten Lächeln und Kopfschütteln belohnt. Mütter, deren teilweise noch viel jüngere Kleinkinder schon etwas wie einen Wortschatz haben, konnte ich nur milde neidische Blicke zuwerfen und mich darüber freuen, dass ich mit Mama angesprochen werde. Ebenso wie jeder andere, von dem sie will, dass er mit ihr mitkommt und ihr was gibt.

Seit zwei Tagen aber werden plötzlich intensiv Wörter nachgesprochen und geübt. 
Die Notwendigkeit zum Reden ist wohl doch durchgedrungen.
Dann lasset uns mal üben. Und dann reden wir ne Runde.

 Wenn das mal kein Freitagsfreugrund ist. High Five!

Mittwoch, 18. November 2015

Mein Traumjob #2

Das Leben ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen.
Nicht nur Luft und Liebe.
Nicht nur Mama und Ehefrau sein.


Letzteres zumindest nicht bei mir.
Auch wenn ich niemals bezweifeln würde, dass "nur" diese Aufgaben das Leben ungemein bereichern und glücklich machen können, bin ich erst so richtig komplett, wenn ich auch meinen Job ausüben kann. Und da ich die Frage "Was arbeitest du denn jetzt eigentlich genau?" sowohl im realen als auch im virtuellen Leben des Öfteren höre, nutze ich die nächsten Wochen dafür, euch von meinen verschiedenen Jobs im kreativ-pädagogischen Freizeitbereich zu berichten.

Hier findest du auch #1, #3 und #4

 
 Traumjob #2
Gesangslehrerin 



Der Gesang ist mein persönliches Steckenpferd. Er ist und war schon immer meine große Passion, seit ich in der 5.Klasse im Schulchor landete, zwei Jahre später ein erstes großes Solo - "My All" von Mariah Carey - beim Schulkonzert singen durfte und mit Gesangsunterricht angefangen habe. Die Freude am Singen weiterzugeben und das Hochgefühl zu vermitteln, das mich selbst dabei beschleicht, war mein Ansporn dazu, auch Gesangsunterricht für Gruppen und Einzelschüler zu geben. Meine jüngste Schülerin war dabei 8 Jahre, die älteste 65 Jahre alt.

Gesang erzeugt Wohlbefinden. Beim Sänger in jedem Fall, beim Zuhörer im besten Fall.
Mit Hilfe von Gesang können Verspannungen und Blockaden gelöst werden, die Atmung wird reguliert und Stützmuskulatur trainiert. Für alle, die sich nicht vorstellen können, dass "richtiges Singen" (also mit Gesangstechnik, egal ob klassisch oder modern) in irgendeiner Weise Muskeln beanspruchen kann: Habt ihr es schonmal mit so richtig heftigem Muskelkater in Bauch oder zwischen den Rippen versucht? Ich hatte das in meiner Ausbildung, in der teilweise sehr heftiger Tanzunterricht an der Tagesordnung war, regelmäßig und kann euch sagen: es ist nicht einfach. Mit 13 habe ich mir erstaunlich unbemerkt eine Leistenzerrung zugezogen und es erst mehrere Tage später gemerkt, als ich im Gesangsunterricht loslegte und es höllisch in der Leiste zog. Singen beansprucht Muskulatur, von der man teilweise gar nichts weiß. Und man braucht zum richtigen Singen auch erstaunlich viele Muskeln. Es ist ein Ganzkörpersport.


Ganz wichtig ist es für mich zu vermitteln, dass Singen keine Frage des Talents ist. In meinem Unterricht geht es - wie in allen anderen Sparten, die ich unterrichte auch - zu allererst um Spaß am Machen und Freude an der Musik. Wenn jemand mutig genug ist, sich damit auch vor Publikum zeigen zu wollen, dann ist das prima, aber kein Muss. Und wenn jemand das Glück hat, durch seine biologischen Anlagen (Stimmbänder, Schleimhautbeschaffung etc.) einen schönen Stimmklang zu haben - und das haben an und für sich die meisten - dann ist das natürlich toll. Aber das ist nicht die Herausforderung, zumindest nicht bei mir. Ich vertrete die Überzeugung, dass jeder singen kann. Wirklich jeder. Die Menge derer, die keine Töne hören und nachsingen können oder schlichtweg keinen schönen Stimmklang haben, ist verschwindend gering. Also kann man davon ausgehen, dass jeder Mensch singen kann. Manch einer braucht nur ein bisschen mehr Hilfe bei der Kanalisierung der eigenen Stimme und dem Herauslassen seiner Töne. Vielleicht ja auch, weil Singen immer auch bedeutet, etwas sehr persönliches von sich preiszugeben. Aber ich schweife ab ;)

Im Gesangsunterricht geht es - egal ob jung oder alt, ob einzeln oder in der Gruppe - als erstes mit einem Warm-Up los, das dazu dient, Körper, Atmung und Stimme auf das Singen vorzubereiten. Dazu gibt es verschiedene Übungen und Bewegungen, die man beliebig kombinieren kann:

Körper
- Kopfrollen, Gliedmaßen schütteln, rumhüpfen ... alles, was den Körper wach macht, ist erlaubt
- leichte Dehnübungen in alle Richtungen, vor allem Arme und Oberkörper
- sanftes Ausklopfen des Körpers und Gesichts, das sorgt mit Hilfe eines Partners auch noch für Entspannung, geht aber auch wunderbar allein
- die ganz Harten machen noch ein paar Muskelübungen, ideal sind Planks und Side Planks, aber das ist dann eher beim fortgeschrittenen Sänger nötig
- Gesichtsgymnastik, alles in alle Richtungen zusammen- und auseinanderziehen
- Zungengymnastik, auch dieser Muskel will bewegt werden

Atmung
- tiefes, entspanntes Atmen in den Bauch (dabei sollte sich der Bauch nach außen wölben, Schültern und Brustkorb heben sich nicht)
- fokussiertes Ausatmen, entweder möglichst lang gezogen oder kurz und abgehackt (dabei geht das Zwerchfell schön mit und wird trainiert), kann auch mit einem Konsonanten (am besten s,f,sch oder beim abgehackten Staccato-Atmen mit p,t,k) verknüpft werden, später auch mit einem langgezogenen Vokal

Stimme
- lockere Stimmübungen, die sanft in die Höhe und Tiefe führen (dabei immer wieder in Richtung Mitte zurückkehren und nicht einfach auf dem Maximum aufhören)
- wer keine Gesangsübung parat hat: einfach ein bekanntes kurzes Melodiefragment (z.B. "Alle meine Entchen") singen und dabei immer wieder den Anfangston höher oder tiefer setzen


Dann wird an bestimmten Songs gearbeitet, die sich Schüler und Lehrer im besten Fall gemeinsam ausgewählt haben. Dabei gehe ich immer nach folgendem Schema vor: Melodie, Töne, Text, Emotion, Präsentation. Wenn Melodie und Text sitzen, dann kann der Ausdruck beliebig verändert werden und auf eine eventuelle Präsentation vorbereitet werden. 






Meine Schüler auf der Bühne zu sehen, ist immer etwas ganz Besonderes für mich - kenne ich doch das Kribbeln vorher, die Aufregung und den Nervenkitzel, die Erleichterung, den Stolz und das ungemeine Glück beim Applaus. Ich bin sehr glücklich darüber, meinen Schülern diese Gefühle ermöglichen zu können. Das Privileg, so einen wichtigen und durchweg positiven Einfluss auf das Leben junger Menschen zu haben, ist etwas ganz Besonderes, dessen bin ich mir bewusst.

Meine Traumjobs stelle ich im Rahmen von Mmi 
von der wunderbaren Frollein Pfau vor.

Samstag, 14. November 2015

Was mal kurz raus muss.

An Tagen wie diesen frage ich mich, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Und ich finde keine Antwort. Ich bin fassungslos. Pray for Paris. Pray for Peace. Even if you never pray at all.

Mittwoch, 11. November 2015

Mein Traumjob #1

Das Leben ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen.
Nicht nur Luft und Liebe.
Nicht nur Mama und Ehefrau sein.

Letzteres zumindest nicht bei mir.
Auch wenn ich niemals bezweifeln würde, dass "nur" diese Aufgaben das Leben ungemein bereichern und glücklich machen können, bin ich erst so richtig komplett, wenn ich auch meinen Job ausüben kann. Und da ich die Frage "Was arbeitest du denn jetzt eigentlich genau?" sowohl im realen als auch im virtuellen Leben des Öfteren höre, nutze ich die nächsten Wochen dafür, euch von meinen verschiedenen Jobs im kreativ-pädagogischen Freizeitbereich zu berichten.

Hier findest du auch #2, #3 und #4



 Traumjob #1
 Klavierlehrerin





Hätte mir mal jemand gesagt, dass ich als Klavierlehrerin arbeiten würde, ich hätte ihm ja einen Vogel gezeigt. (Und wenn mir auch noch gesagt worden wäre, dass ich mal mit Vorliebe Unkraut zupfe, hätte ich ihn gleich mal einweisen lassen, aber nun gut...)

Der  Job als Klavierlehrerin war mein erster richtiger "Übergangsjob", nachdem ich mir nach der Bühnenausbildung ein Jahr lang Zeit zum Rumjobben (unter anderem als Kostümassistenz/Fahrerin bei einer internationalen Filmproduktion), Theaterbewerbungen (selten mit Rückmeldung, noch seltener mit Einladung zum Vorsprechen versehen) und Castings (fast ausschließlich ohne positiven Ausgang) genommen hatte. Mir wurde angeboten, Kindern erste Erfahrungen mit dem Klavier zu vermitteln, absoluter Anfängerunterricht also. Gut so, denn ich hätte damals nicht von mir behaupten können, sonderlich gut Klavier zu spielen. Ich konnte Noten lesen, wusste wo ich sie auf der Klaviatur finden konnte und konnte einfache Melodien schnell vom Blatt spielen, mit viel Übung auch mit zwei Händen. Also waren die Anfänger für mich ganz prima.

Mit der Zeit bin ich sowohl als Lehrerin als auch als Klavierspielerin gewachsen. Da ich meinen besten Schülern immer einige Schritte voraus sein muss, übe ich ebenso fleißig wie sie und lerne immer mehr dazu. Bei einem sehr begabten Schüler bin ich allerdings schon an meine Grenzen gestoßen und haben ihn guten Mutes zu einem "professionellen" Lehrer weiterziehen lassen, der seinen Fähigkeiten gerechter wird als ich es kann.

Ich bin keine ausgebildete Pianistin, habe aber ein sehr gutes Gespür für Kinder und ihre Stimmungen, kann sie fördern, auffangen, mit ihnen Spaß haben. 
Das Wichtigste, in allen meinen Jobs, ist es für mich, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß haben. Sie üben ein Hobby bei mir aus und so wünschenswert es auch ist, dass sie dabei etwas lernen und vorankommen, umso wichtiger ist es auch, dass sie niemals den Spaß dabei verlieren.

 Meine Aufgabe ist als Klavierlehrerin ist es also:
- Freude an der Musik zu vermitteln
- Ehrgeiz zum Üben zu wecken
- ein Verständnis für Musiktheorie zu erzeugen
- auf die Stimmung des Schülers zu reagieren und auf sie einzugehen
- und dabei immer wieder kreativ zu werden

Damit der Unterricht nicht komplett eintönig wird, baue ich immer mal wieder neue Elemente mit ein, bei denen die Schüler selbst kreativ werden und/oder sich bewegen können.


Zum Beispiel:
Notenyoga. Ich zeige ein Notenzeichen und der Schüler soll probieren, dieses mithilfe des eigenen Körpers darzustellen. Da kommen machmal ganz schön irre Verrenkungen raus.
Notenkneten. Mit ein paar Bällchen Knete lassen sich wunderschöne Noten herstellen. Ich überlege, das mal mit Fimo oder selbstgemachtem Salzteig zu machen, dann können die Schüler ihre Werke auch mit nach Hause nehemen.
 Rhythmusparkplatz. Verschiedene Rhythmen sind auf Parkplätzen aufgezeichnet. Ich klatsche vor und der Schüler muss das Gummitierauto in der richtigen Lücke parken. Wenn es richtig war, darf genascht werden.
Dein Lied. Ich erarbeite mit den Schülern ihr eigenes Lied. Sie dürfen mit Melodien spielen, bis es ihnen gefällt. Dann gibt es das Ganze als individuelle Symphonie.
Notenheuhaufen. Kennt ihr das Spiel Heuhaufen? Dabei werden Zahlen wild auf einem Blatt verteilt aufgeschrieben und in der richtigen Reihenfolge miteinander verbunden, ohne dass sich die Linien kreuzen oder berühren dürfen. Das Ganze geht natürlich auch mit der Notenfolge c-d-e-f-g-a-h. Klingt simpel, kann aber ganz schön haarig werden ;)



Meine Traumjobs stelle ich im Rahmen von Mmi 
von der wunderbaren Frollein Pfau vor.

Freitag, 6. November 2015

Alltagsfreuden


Alle diese tollen Aktionen und Paraden beschäftigen sich etwas,
das ich für ganz essentiel und wichtig für ein zufriedenes Leben halte:
Das Wahrnehmen der kleinen und großen Freuden im Alltag,
das ich mir selbst ja auch auf die Fahne schreibe.

Klar, dass ich da auch diese Woche wieder dabei bin :)

Hier also meine liebsten Momente und Freugründe dieser Woche:


1. 
Das Krümelchen ist wieder einigermaßen gut im normalen Alltag mit Tagesmutter gelandet.
Nach den zahlreichen geplanten und ungeplanten Mama-Kind-Tagen hatten sie die ersten drei Tage der Woche doch ihre Schwierigkeiten damit und war gelinde gesagt echt mies drauf. Aber das scheint sich jetzt wieder zu geben, zur Freude aller Beteiligten :)

2. 
Mein erster Kindermusicalkurs hier im Dorf lief sehr positiv und vielversprechend ab ... wenn auch nicht ganz so wie geplant. Der Mensch, der uns den Gemeinschaftssaal hätte aufschließen sollen, kam nicht. Aber wir sind ja flexibel und hatten alle dicke Jacken an, also haben wir die Stunde einfach draußen auf dem leeren Parkplatz gemacht. Da entfielen natürlich alle Übungen mit Sitzen oder Liegen am Boden und die Stunde wurde bewegungslastiger als geplant, aber es hat allen - inklusive mir - sehr viel Spaß gemacht. Sowohl Eltern als auch Kinder waren begeistert und wollen dabeibleiben. Yay!

3. 
Ich habe - unglaublich, aber wahr - vorhin unseren Familienadventskalender bestückt. Sonst passierte das immer erst so gegen den 29. November. Jetzt fühl ich mich richtig wie Super-Mutti :D
Die 24 Säckchen habe ich vor ganz genau drei Jahren genäht. Da hatte ich gerade meine Nähmaschine bekommen und mich an den simplen Dingern ausprobiert. Aus Nostalgiegründen werden die auch nicht ersetzt (auch wenn ich es jetzt sicherlich besser und raffinierter könnte).
Gefüllt sind die süßen Teile immer mit einem Mini-Buch (aus einem Discounter-Adventskalender) für das Krümelchen, etwas Schokoladigem für den Lieblingsmann, einem besonderen Tee für mich und einem Leckerli für die Katzen.

4. 
Apropos Katzen.
Madame Miez, die wir ja anfangs als sehr zickiges und scheues Geschöpf eingeschätzt haben (was sie aber auch definitiv war) hat mittlerweile großes Vertrauen in uns. Sie ist ziemlich schmusig geworden und kommt nun seit zwei Wochen auch zu uns ins Haus. (Was heißt zu uns, sie ist ja eigentlich schon viel länger da...) Das freut uns vor allem in sofern, dass es so langsam ja echt knackig kalt wird in den Nächten und uns wohler dabei ist, wenn sie die nicht draußen verbringt.
Hier ist sie dann immer im Keller, wo sie sich eine gemütliche Ecke zwischen Decken und einem Badläufer gesucht hat. Direkten Kontakt zu unserer Madame Katz hatte sie bis auf Fauchen durch die Fensterscheibe nicht, da diese ja nur im Wohnbereich haust (solange bis das Dach gedämmt ist).
Aber diese Woche ist mir die Miez einfach so ins Wohnzimmer gehuscht und hat mal "Hey!" gesagt. Oder eher gefaucht. Die Herzchen hab ich da eher nicht so gesehen :D
Trotz Gefauche und Geknurre von der Miez hat sich die Katz nicht aus der Ruhe bringen lassen, hat in gebührendem Abstand beobachtet und geguckt, sich aber auch nicht gänzlich verkrümelt. Ohne einen körperlichen Angriff ist Miez dann wieder gegangen. Gar nicht schlecht für den Anfang.

5.
Ich habe heute ersehnte Post von der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspende.
Weder bin ich erkrankt, noch kenne ich jemanden persönlich, der es ist. Aber ich möchte gern helfen und mich registrieren lassen. Es geht unheimlich einfach. Wie es so schön in den dazugehörigen Werbespots heißt: Stäbchen rein, Spender sein. Ohne irgendwelche Knochenmarksentnahmen durch den Rücken, das ist fast wie Blut spenden. Ich für mich sehe keinen Grund, mir nicht die paar Minuten zu nehmen und mich zu registrieren.
Dies ist übrigens keine bezahlte Werbung. Es ist nur ein kleiner Anstoß ;)


So, und schon sind meine Alltagsfreuden ausführlicher geworden als geplant ... :)


Ich wünsche euch ein wundervolles Wochenende!

Liebstens,



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