Mittwoch, 24. September 2014

Es ist vorbei ... Bye, bye Still-BH


Es ist vollbracht. Ich habe fertig ... ähem, pardon ... ich wollte natürlich sagen: Ich habe abgestillt.

Sechzehn Wochen lang habe ich meinen kleinen Krümel mit kostbarer Muttermilch versorgt, vierzehn Wochen davon voll. Nun fordert meine Aufgabe als Arbeitsmutti ihren Tribut und es ist vorbei.

Der Weg war schleichend, aber doch erstaunlich schnell gegangen.
Schon nach zwei Wochen des Arbeitens - sprich: 3-4 Nachmittage an der Woche ohne trinkendes Kind oder Abpumpen - und es wurde merklich so wenig, dass ich mit dem Zufüttern begann, bald schon zu jeder Mahlzeit.

In der letzten Woche habe ich nur noch nachts gestillt - oh, wie werde ich diese Bequemlichkeit vermisse, einfach die Brust freizumachen, das Kind anzulegen und dann gemeinsam mit oder sogar noch vor ihr wieder einzuschlafen!

Nun gibt es auch nachts nur noch die Flasche. Ein paar kleine Tröpfchen sind vielleicht noch drin, aber auch die werden in den nächsten Tagen versiegen. Mittlerweile zeigt der Krümel auch gar kein Interesse mehr an der Brust, sondern bekommt beim Anblick der Flasche ganz große Augen.

Sicherlich hatte ich auch meine traurigen Momente in diesem Prozess. Schließlich gebe ich mit dem Stillen ein Privileg auf, dass nur ich als Mutter haben kann. Immer Nahrung in der richtigen Temperatur dabeihaben. Jederzeit und an jedem Ort. Kostenlos.Und eine Nähe, die so einfach nicht zu ersetzen ist - aber auch nicht so unersetzbar, dass nicht-gestillte Kinder eine schwächere Verbindung zu ihren Müttern haben, das gewiss nicht. Ich selbst wurde nur sechs Wochen gestillt und bin trotzdem ganz gut gelungen :D

Das Ende der Stillzeit bringt aber auch seine positiven Seiten mit sich.

Abgestillt? Für mich kein Problem ;)
Endlich wieder richtige BHs tragen, bei der Oberteilwahl nicht an Stilltauglichkeit denken müssen, wieder essen können was ich will und was mir bekommt.

Und ein richtig großes Stück Freiheit.

Ich bin froh für die Zeit, die ich als stillende Mutter habe.
Aber ich mag jetzt auch gern Abschied nehmen.
Daher ab zu "Mittwochs mag ich" mit diesem Post ;)


Und der Krümel?
Dem gehts prima!

Nach einer längeren drehfreien Zeit hat sie sich gestern gleich dreimal vom Rücken auf den Bauch gedreht. Und sie strampelt wie ein Weltmeister ... da scheint's ihr doch super zu gehen ;) 


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Freitag, 19. September 2014

... und mit dir kam die Angst

Heute schlage ich mal ein paar andere Töne an als die üblichen glücksgeschwängerten.
Ich bin gerade geschockt und vollkommen überwältigt.
Grund dafür ist der Post von Mama on the rocks, das Thema die Angst um das eigene Kind.
Mir stehen noch immer die Tränen in den Augen, sobald ich auch nur einen Moment zulasse, mich in sie hinein zu versetzen und es kostet mich alle Kraft, es nicht zu tun.

Es gibt einen Teil am Elternsein, über den denkt man in all der Freude über die entdeckte Schwangerschaft erst einmal nicht nach.

Ich bin schwanger! Wir bekommen ein Kind, ein kleines Wir! Und ich werde Mutter!

Es sind die glückseligsten Gefühle, die man durchlebt.
Unbändige Vorfreude.
Glühende Spannung.
Strahlendes Glück.
Die Welt in ihren hellsten und schönsten Farben.

Doch schnell beginnt etwas zu wachsen, dass eben auch dazu gehört.
Die Angst.

Die Angst der ersten Wochen, dass der Körper die Frühschwangerschaft beendet.
Die Angst bei jedem Toilettengang, dass plötzlich doch Blut am Papier klebt.
Die Angst, dass selbst später noch etwas passiert, diagnostiziert wird, schief geht.
Die Angst davor, wie die Partnerschaft das alles aushalten sollte (und das ist noch die geringste).

Und da ist das Kind ja noch nicht einmal auf der Welt!

In der ersten Nacht mit meinem Krümel habe ich kein Auge zugetan. Ich musste immer wieder schauen, ob sie noch lebt. Sichergehen, dass sich ihre kleine Brust hebt und senkt.
Es hat mehrere Tage gedauert, bis ich langsam darauf vertrauen konnte, dass sie auch von alleine atmet. Es war nicht einmal direkt das furchtbare Phänomen des plötzlichen Kindstodes, dass mich aufgeschreckt hat. Sondern die Angst, dass uns das kostbarste auf der Welt einfach wieder genommen werden könnte.

In meinen ängstlichen Momenten kann ich mir kaum die bangen Gedanken verkneifen, die Schreckensszenarien einer jeden Mutter. Was ist, wenn ich jetzt stolpere und mit dem Kind auf dem Arm die Treppe herunterfalle? Was, wenn mir im Auto plötzlich ein betrunkener Geisterfahrer entgegenkommt?

Diese Momente sind selten - dem Himmel sei dank - aber anstrengend und erschreckend. Denn da merke ich: ich habe Angst um mein Kind. Und ich werde sie immer haben.

So gern will ich mein Mädchen vor allem Unheil der Welt beschützen.
Vor Krankheit und Schmerzen. Vor Hänseleien in der Schule und bösen Männern am Straßenrand.
Aber ich weiß, dass ich es nur sehr bedingt kann.
Noch ist mein Krümel klein und unselbstständig, sie ist entweder bei mir oder bei Menschen, denen ich vertrauen kann, dass sie auf mein Goldstück die größte Acht geben, die sie können.
Doch irgendwann wird sie laufen, sprechen, in den Kindergarten und dann auch irgendwann zur Schule gehen. Wie soll ich nur eine einzige ruhige Minute haben, ohne vor Angst zu zerspringen, wenn sie alleine irgendwo hingeht? Wenn ich mir doch nicht einmal vorstellen kann, meine Katze frei herumlaufen zu lassen?

Ich weiß, es wird gehen. Diese Angst ist dem Elternsein eigen und auch alle anderen schaffen es, damit umzugehen.

Aber manchmal hat man einfach seine Momente, in denen man daran zweifelt, die dafür nötige Stärke zu haben. Und in denen man sich einfach mal erlaubt, ohne konkreten Anlass aus Angst zu weinen.

Das darf ich jetzt auch machen.
Der Krümel ist nämlich im Bett und schläft.
Und atmet.
Ich habe nachgesehen.


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Mittwoch, 17. September 2014

Working Mum alias: Arbeitsmutti





Die Tatsache ist für regelmäßige Mitleser nicht neu, aber ich
sage es gern nochmal:
Ich bin jetzt seit dreieinhalb Wochen der Spezies
der Working Mums zugehörig, oder auch:
Ich bin eine Arbeitsmutti.

Wenn andere Leute hören, dass ich wieder arbeiten gehe, seit mein Krümelchen 12 Wochen alt ist, wird häufig geschluckt, die Augenbrauen wandern nach oben und dann kommen Sprüche à la "Du bist ja krass drauf", "Echt, so früh?!" und "Das könnte ich nicht".

 Das relativiert sich dann, sobald ich mehr von meinem Job erzähle.
Es in einem Wort zusammenzufassen ist ein wenig schwierig, aber ich versuche es mal: Ich bezeichne mich selbst gern als künstlerisch-pädagogische Nachmittagsbeschäftigung.
Ich unterrichte Kinder und Jugendliche zwischen zwei und zwanzig Jahren in Tanz, Gesang, Schauspiel und Klavier, ich choreografiere und führe Regie bei großen Aufführungen ... kennt da jemand ein Wort für? :p

Dieser Arbeit - weniger Arbeit als vielmehr Leidenschaft und purer Lebensfreude - gehe ich momentan drei Nachmittagen die Woche nach, manchmal auch Samstag vormittags. Und ab der nächsten Woche baue ich mir einen weiteren Unterrichtstag auf. Es ist umfangtechnisch also nicht mit einem 40-Stunden-Job zu vergleichen und ziemlich familientauglich.


Um mir dies zu ermöglichen, tritt der Lieblingsmann beruflich zurück. Er hat nicht nur die Möglichkeit einer besser bezahlten Stelle in einer anderen Stadt ausgeschlagen, sondern ist in Elternteilzeit gegangen und arbeitet nur noch 30 Stunden in der Woche. So kann er unsere Tochter an zwei Nachmittagen (einen hat sich gleich meine Mama als Oma-Tag gekrallt) betreuen und wirklich Anteil nehmen an ihr.

Und wenn es nicht rechtzeitig zuhause sein kann, bringe ich ihm die Krümelprinzessin eben ins Büro ;)

Ich muss zugeben, dass ich mich erst daran gewöhnen musste, mein Kind mehrmals die Woche für einige Stunden so einfach abzugeben. Durch die Arbeit befinde ich mich auch im Prozess des allmählichen Abstillens, denn ich arbeite vier bis fünf Stunden am Stück und ohne Pause. Und sobald nicht regelmäßig getrunken oder abgepumpt wird - das merke ich gerade sehr extrem - verflüchtigt sich die Muttermilch auch recht rasch. Ich wette, dass es in spätestens zwei Wochen ganz vorbei ist ... aber da erzähle ich euch dann noch genauer von.

Hach, so viel könnte ich euch noch von meinem Job vorschwärmen und erzählen, und finde doch keinen Anfang ... also wenn ihr etwas wissen wollt: fragt ruhig :) Und wenn es euch interessiert, teile ich gern öfter ein paar Anekdoten und kreative Ideen aus dem Unterricht. Das mag ich.


In Liebe,
Euer Fräulein Sonnenschein
Verlinkt bei Mittwochs mag ich

Montag, 8. September 2014

Einhundert Tage Babyglück



Heute ist der 100. Tag meines Krümel auf dieser Erde.
Ganz objektiv gesehen kann an sagen, dass diese
seitdem ein Stückchen heller und schöner geworden ist :)



Unser kleines dänisches Flitterwochen-Wunschkind,
das schon mit dem zweiten Versuch überhaupt zu uns kam,
zaubert uns jeden einzelnen Tag die Sonne ins Leben
und ein Lächeln auf die Lippen.



Aus dem Bauch direkt ins Herz.



Ab dem ersten Moment waren wir verliebt
- so kitschig das auch klingt -
und verlieben uns jeden Tag immer mehr.


Es ist so wundervoll, unseren Krümel kennenzulernen,
seine Vorlieben und Macken zu entdecken,
ihren kleinen, schon so klar sichtbaren Charakter
in jeder Bewegung und jedem Augenaufschlag sehen 
zu können.
Und dass sie für uns die Allerschönste ist,
ist ja sowieso klar :)

... vor allem diese wundervollen Augen mit den unverschämt langen Wimpern <3

Unsere Prinzessin ist sehr wach.
Manchmal zu wach... vor lauter Drängen,
alles von der Welt zu sehen und zu erkunden
und bloß nichts zu verpassen,
überfordert sie sich manchmal selbst.
Aber wenn sie sich dann doch in den Schlaf führen lässt,
ist das Aufwachen und Weiterspielen danach noch viel schöner.
Mittlerweile schaffen wir es auch immer wieder,
ohne Gemecker einzuschlafen, ganz friedlich.

Ganz hoch im Kurs: Mama anknabbern! :)

Unser Glück ist nicht zu beschreiben.
Unglaublich, wie perfekt ein Moment sein kann:
Im Stillnachthemd, ungekämmt,
mit einem großen Milchkaffee neben mir auf dem Sofa,
die Katze auf dem Balkon,
das Baby ist nochmal im Elternbett eingeschlafen
und draußen wird schon gemäht.
Wenn mir das einer gesagt hätte, als ich vor achteinhalb Jahren
meinen 16. Geburtstag gefeiert und meinem 
heutigen Mann vorgestellt wurde ...

 Nie hätte ich vermutet,
so viel Glück im Leben empfinden zu können.
Und dafür bin ich unheimlich dankbar!

 


  Noch mehr Babyglück gibt es bei AnkiMirjaPretty MommyMaraNadjaValrike, AnnaYvonneMandyShiva und Sabine.
Die Idee ist von Svenja.

Freitag, 5. September 2014

Geschenk für Backfeen

Sonntag war Basteltag bei Fräulein Sonnenschein.
Naja, zumindest Bastelnachmittag.
Es war herrlich.


In meinem näheren Umfeld wird gerade fleißig der 
Umzug geplant. Meine beste Freundin zieht 
Mitte des Monats in eine neue WG und meine kleine Schwester
von zuhause aus und in die erste eigene Wohnung mit ihrem Freund.


Mal abgesehen von der Hilfe beim Umzug an sich
- in Form von helfenden Händen, Transportfahrzeug und Schnittchen - 
muss da natürlich auch ein kleines 
"Willkommen in der neuen Wohnung"-Geschenk her.


Da war mir sofort klar: 
ein Backset muss her!
Die beiden sind nämlich ebenso backbegeistert wie ich es bin :)


Also tat ich folgendes ...

... meine Lieblingsrezepte rausgesucht,
mit meinen Lieblingsfonts auf dem Laptop getippelt,
ausgedruckt und ausgeschnitten ...



... mein Kistchen mit gesammelten
Washi-Tape-Schätzchen rausgekramt
(die der Lieblingsmann das erste Mal gesehen hat,
erstaunlicher Weise fand er meine Hortung aber nicht schlimm *puh*)...



... Rezeptkärtchen mit Tape beklebt,
unter aufmerksamer Aussicht von
Katz und Krümel ...



... die Kärtchen laminiert
und nochmal ausgeschnitten ...



... den Rezeptefächer bewundert ...





... große Bügelgläser beklebt ...



... und gefüllt ...



... und mit anderen 
Kleinigkeiten, die das
Herz jeder Backfee zum 
Hüpfen bringen, gefüllt.



Ich habe eingepackt: 
- einen hübschen Ofenhandschuh
- ein dazu passendes Geschirrtuch
- einen lustigen Teigschaber
- einen Cupcake-Keksausstecher
- und essbaren Glitzerstaub


Und ich bin mir sicher, dass
meine beiden allerliebsten Mädels
vor Freude hüpfen werden.


Mit dieser schönen Geschenkbastelei hüpfe ich jetzt endlich mal wieder
zu Lady DIY rüber :)




In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Montag, 1. September 2014

Mit dreizehn Wochen und zwei Tagen ...

... hat sich mein Baby gedreht.

Und nicht nur einmal. Nein. Vom Rücken auf den Bauch auf den Rücken. Einmal komplett rum.

Und das ganz alleine und aus eigener Kraft.

Motivation war - das will dazu gesagt werden - das Suchen der zweiten Gutenachtbrust. Aber egal, das Ergebnis zählt.

Der Mann und ich haben fast gequietscht vor Überraschung, Stolz und Elternglück. Und der Krümel hat erstaunt geguckt. Und dann den Schnabel aufgerissen und die verdiente Milchmahlzeit bekommen.


Ich geh dann mal Abendessen - ich weiß, viel zu spät, aber bei meinen Arbeitszeiten nicht anders machbar - und weiter Stolz sein.

Bis zum Platzen.


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

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