Freitag, 25. Juli 2014

Das böse S-Wort oder: Mama braucht Rat!

Mama-Sein ist echt nicht immer spaßig.
Vor allem in bestimmten Phasen.

Schon oft habe ich von Eltern gehört, dass man ab einem bestimmten Kindsalter eigentlich nur noch von Phase zu Phase lebt, als Motivation das "Irgendwann ist diese Phase auch vorbei", den Beisatz "...und dann kommt die nächste" ganz weit nach hinten schiebend.
Damit habe ich schon gerechnet.

Aber nicht damit, dass es so früh sein würde.

Ich dachte, die Schwierigkeiten, die unser Krümel gerade hat, hingen vor allem mit den heißen Tagen zusammen.
Nun ist es kühler - aber nicht besser.

Butter bei die Fische: Wir befinden uns in einer kleinen Krise.

Unser Baby kann der größte Sonnenschein der Welt sein. Ihr Strahlen und ihre großen neugierigen Augen lassen mir das Herz aufgehen. Leider sind das gerade nur wenige Momente am Tag.

In der restliche Zeit wird entweder geschlafen (glücklicherweise nachts noch immer gut, sonst nur kurz und nur mit Körperkontakt) oder gemeckert bis geschrien.
Am besten lässt es sich aushalten, wenn sie auf dem Arm ist - und nicht gerade einen Bauchkrampf hat, mit den Beinchen tritt und kreischt wie ein Ferkel bei der Schlachtung.
Will man sie weglegen, ist das Geheule groß. Um zumindest etwas am Tag zu schaffen, lasse ich sie das auch mal eine halbe Stunde machen. Manchmal beruhigt sie sich dann - bzw. döst vor lauter Heulerschöpfung ein. Oft kann ich das nicht machen, das macht mein Mamaherz nicht mit.
Immer wieder ist sie aber auch so auf hundertachtzig, dass nichts zu helfen scheint. Kein Tragen, kein Schuckeln, kein Summen. Dann geht nicht mal das Allheilmittel Muttermilch, eher im Gegenteil: kaum ist die Brust am Mündchen angekommen, geht es erst richtig los. Selbst nach langer Stillpause und eigentlichen Suchbewegungen schreit die Kleine in die Brust rein, statt den Mund zu schließen und zu saugen. Dann funktioniert das Trinken nur noch im Liegen und auch das nicht ganz kampflos.

Da beginnt man sich doch zu fragen: Was ist los mit meinem Kind?

Ich kann das böse S-Wort ja absolut nicht leiden, aber bei locker 4-6 Stunden Theater am Tag liegt der Verdacht nahe, dass mein Baby - mein wundervolles, vollkommenes Krümelchen - ein Schreikind ist. Was also tun?


Liebe Mamis vor den Bildschirmen: Habt ihr einen Rat für mich? 


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Sonntag, 13. Juli 2014

Bye-Bye Wochenbett

Hallöchen meine Lieben,


Wie schnell doch die Zeit vergeht! Da wartet man neun lange Monate auf das ersehnte Wunschkind und plötzlich ist es schon sechs Wochen alt und bezaubert mit ihrem Grinsen.


Mit dem sechswöchigen des Krümels endet nun auch offiziell meine Wochenbettzeit. Der Schonstatus wird aufgehoben, ich darf wieder alles machen, wonach mir der Sinn steht ;)


Mein Mann und ich haben das gleich mal zum Anlass genutzt, die Kleine für eine Nacht bei den Großeltern zu verfrachten und mal wieder ganz Ehepaar zu sein.


Der Abschied fiel mir schwer, die Tränchen konnte ich nicht zurückhalten. Vielleicht lerne ich das ja noch bis zu ihrer ersten Klassenfahrt :D


Wir waren dann ganz wundervoll essen, haben zuhause den Sonnenuntergang auf dem Balkon gesessen, viel geredet (wer hat eigentlich die Regel aufgestellt, man solle am kinderfreien Abend nicht über das Kind reden? Als wäre das möglich...) und eine schöne zweisame Zeit gehabt.

Besondere Aufmerksamkeit hat natürlich auch Madame Katz bekommen.

Sie benimmt sich ganz wunderbar in der neuen Situation. Aber davon ein andermal mehr ...


Wir schmeißen den Krümel demnächst in ihren WM-Glücksstrampler und dann heißt es "Let's go, Germany!"

In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Montag, 7. Juli 2014

Mein Körper und ich

Guten Morgen meine Lieben,


Mir war bewusst, dass ich einen solchen Post früher oder später definitiv schreiben würde. Die Thematik ist eben allgegenwärtig und lässt mich natürlich nicht kalt. Anstoß war nun ein Kommentar von Karolin Kebekus für bzw. über die Zeitschrift Brigitte (klick). Sie ist nicht die erste, die das Thema "Frauen und ihr Körper - vor allem nach der Schwangerschaft" kommentiert. Auch nicht die erste, die es sehr direkt und für den einen oder anderen etwas rüde formuliert. Aber mich hat es gepackt.

Ab dem Moment, wo eine Frau schwanger ist, ist die Umwelt komplett enthemmt, wenn es um Kommentare über ihren Körper geht.
"Man sieht ja noch gar nichts."
"Da sieht man aber schon was."
"Deine Taille ist ja jetzt auch schon weg, ne?"
"Aber nur nicht für zwei essen, sonst bleibst du noch so!"
"Hast du dich schon auf Schwangerschaftsdiabetes testen lassen? Ich meine ja nur..."
"Wie viel hast du denn schon zugenommen?"
"Das wird ja ein ganz schöner Brummer, was?"
"Sicher, dass es nicht doch Zwillinge sind?"
... und, und, und ...

Nach der Geburt des Kindes wird das nicht unbedingt besser. Zu erstaunlich vielen Menschen ist noch nicht durchgedrungen, dass man direkt nach der Entbindung noch nicht wieder im Normalzustand ist, sondern noch locker nach sechstem Monat aussieht. Oder sie haben da einfach nie drüber nachgedacht. Bei jedem weiteren Treffen wird dann natürlich wieder begutachtet, wie sich alles zurückbildet und man seine Pfunde verliert. Das Ganze verstärkt sich noch, wenn man schon übergewichtig in die Schwangerschaft gestartet ist.

Ich brachte zu Beginn der Schwangerschaft knappe 95 aber gut geformte Kilo auf die Waage. Beendet habe ich sie mit 120kg. Macht nach Adam Riese 25 kg Zunahme. Gefühlt waren davon mindestens zehn Kilo Wasser in meinen Füßen und Beinen, aber wer weiß das schon ;) Mein Bauch war auf jeden Fall riesig!

Das hat natürlich Spuren hinterlassen. Es kostet mich seltsamerweise kaum Überwindung, euch das Bild dessen zu zeigen. Das bin ich nun, so sieht es nun einmal aus. Ich trage die Narben eines Wunders mit mir herum und schäme mich dafür nicht. Es ist das Größte, was ich in meinem Leben vollbracht habe.

Oder, um es mit den Worten von Frau Kebekus zu sagen:

Kniet nieder vor mir, ich habe Leben gemacht!

Versteht mich nicht falsch, ich will mich über niemanden erheben, der jetzt nicht mit seinen Schwangerschaftsstreifen klarkommt oder gar keine hat. Ich behaupte weder, dass ich mir ihr Ausbleiben nicht gewünscht hätte, noch dass sie mich zu einem besseren Menschen oder einer besseren Mutter machen. Trotzdem muss ich mir bei Aussagen wie "Iiiiieh, wie eklig, ich bekomm Schwangerschaftsstreifen" jeglichen Kommentar verkneifen.

Wie schön wäre es doch, wenn sich Schwangere darüber nicht so viele Gedanken machen und sich junge Mütter nicht für ihren grandiosen, aber eben benutzten Körper schämen würden.

Natürlich finde auch ich das alles nicht immer schön. Aber es genügt nur ein Blick auf mein Baby und es gibt nichts Schöneres auf der Welt als das, was mein Körper geleistet hat und wie er nun aussieht.
Ich bin eine Tigermama. Ich bin stolz und fühle mich schön.

Jetzt, fünf Wochen nach der Entbindung, habe ich bereits 15kg verloren. Nach dieser Woche befinde ich mich nicht mehr in der Wochenbett-Schonungsphase, dann gehts wieder zum Sport. Schließlich muss ich fit werden für meine Tanzkiddies, die ich in sieben Wochen wieder unterrichte. Ich will vor allem meine Fitness zurück - die werde ich brauchen ;)

So, und jetzt - so mein Krümel es will und noch etwas weiterschläft - widme ich mich dem gemütlichen Teil des Morgens.


In Liebe,

Euer Fräulein Sonnenschein

Link Within

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...