Mittwoch, 14. Juni 2017

Vom Krümel zum Tochterkind [Familienmoment]

Um den Oma-Spruch des Tages gleich mal vorweg zu nehmen:

Hach, sie werden ja so schnell groß.


Es ist doch eigentlich gar nicht so lange her 
- ok, 21 Jahre -
da hielt ich mein Schwesterchen im Arm und fütterte sie mit Möhrenbrei, wovon so gut wie nichts in ihrem Mund, aber dafür ganz viel überall drumrum landete. 

Und nun ist sie schon längst selbst erwachsen und eine wundervolle bald zweifache Tante, wird nächstes Jahr heiraten und danach dann sicherlich auch selbst ein Kind bekommen. Was ist das Leben doch wundervoll und aufregend.

~~~

Und auch mein Töchterchen wächst und gedeiht und lernt.
Schon längst ist sie kein Krümelchen mehr, sondern ein ganz schön schlaues und verständiges Tochterkind. Der Titel des Krümel ist damit also offiziell wieder frei und kann gleich an das nächste kleine Gechöpf weitergegeben werden.

So surreal die Vorfreude auf das Baby bei ihr ist
- wie soll es mit 3 Jahren auch anders sein? -
ist es doch täglich ein Thema.

Häufig möchte sie zu mir auf den Schoß und "mit dem Baby kuscheln". Sie hat es auch voll akzeptiert, dass ich sie nicht mehr trage und läuft selbst beim ab und an vorkommenden nächtlichen Umzug ins Elternbett mitten in der Nacht (bei Gewitter zum Beispiel) selbst die Treppe herunter. Regelmäßig belehrt sie mich, dass ich nichts Schweres tragen darf.
"Mama, du hast du ein Baby im Bauch! Zerquetsch es nicht!"

Und auch das Lesen der Baby- und Geschwister-thematisierten Bücher ist ein tägliches Muss. Wahre Familienmomente.

Immer wieder muss ich erstaunt feststellen, wie wenig Baby noch in meinem ersten Baby steckt. Im Grunde genommen gar keins mehr, das zeigt sie mir täglich mit ihren Handlungen, ihrer Art zu spielen und sich zu beschäftigen und ihrer Sprache. Es ist so ungemein irre, dass noch vor drei Jahren ein Neugeborenes den halben Tag auf mir schlief und auf jegliche Hilfe angewiesen war und dieses wundervolle Wesen nun richtige Gespräche mit mir führt. Diese ganzen Entwicklungen laufen natürlich dauerhaft und kontinuierlich ab, doch in ganz bestimmten Momenten werden sie einem erst so richtig bewusst und ich muss erkennen, dass mein Kind längst kein Krümel mehr ist, sondern ein ziemlich tolles Tochterkind.
 Was für ein Wunder das Leben doch ist und wie wunderbar das Elternsein.

Ich sauge diese kostbaren Momente tief in mich auf, ganz im vollen Bewusstsein, wie wenig selbstverständlich mein Glück doch ist. 

Meine Gedanken gehen dieser Tage auch immer wieder an all jene, denen das Glück nicht so hold ist. Jene, bei denen etwas schief gegangen ist und die nun trauern. Jene, die Verluste erfahren und verarbeiten müssen und auch jene, die immer wieder hoffen und bangen und doch wieder fallen. Ich denke an all jene und kann doch nichts machen, außer Glück zu wünschen und Kraft und jemanden, an dem sie sich festhalten können und der sie wieder aufrichtet.
Kinder und Familie sind pures Glück.
Und dies wünsche ich euch allen!

Mittwoch, 7. Juni 2017

Zwei Jahre im Glück zuhaus

Gestern vor zwei Jahren sind wir in unser Traumbauhaus gezogen.
Zwei Jahre voller Arbeit, Schweiß, Verwunderung, Verzweiflung,
Stolz, Freude und alles in allem purem Glück. 

Heute mag ich euch ein bisschen mit zurücknehmen 
und von den letzten zwei Jahren erzählen. 


Ich kann es nicht anders sagen: die Entscheidung zum Kauf unseres Hauses war
eine unserer allerbesten Entscheidungen, neben der Katze, der Hochzeit und unserem Töchterchen (in zeitlicher Abfolge ;) ). Trotz aller Arbeit, die wir uns damit selbst aufgehalst haben, gab es keinen einzigen Tag, an dem ich diese Entscheidung bereue. 

Es war der 14. Februar 2015 (ein Tag, der mir wohl immer in Erinnerung bleiben wird), an dem wir um halb zehn Uhr vormittags vor diesem eher ungepflegt wirkenden Haus aus den 30er Jahren parkten. Wir waren nicht mit sonderlich großen Erwartungen hingefahren. Viele Häuser hatten wir schon besichtigt in den letzten zwei Monaten, uns in zwei davon verliebt und uns schweren Herzens von ihnen verabschieden müssen, weil der Zuschlag an andere Bewerber ging. 

In meinem Kopf war ich schon bei einem Auftritt meiner Tanzmäuse am Nachmittag, die Gedanken des Lieblingsmannes kann und mag ich mir kaum vorstellen (hatte er eine Stunde zuvor am Telefon vom überraschenden Tod meiner geliebten Oma erfahren, den er aber bis zum Abend noch vor mir geheim halten sollte). Alles in allem hatten wir also keinerlei große Erwartungshaltungen. Es war mehr ein prinzipielles Anschauen irgendeines Hauses. 

Bereits beim Herunterfahren der gebogenen und übergrünen Straßen in der kleinen Siedlung packte mich erste Euphorie. Lauter individuelle Häuser und Gärten, allesamt auf großzügigen Grundstücken und in allen möglichen Zuständen ... hier ließ scheinbar jeder den anderen machen und leben, wunderbar! Nichts war für mich undenkbarer als eine enge Plansiedlung, in der alles geregelt und festgelegt ist. Von einem Haus mit Garten erwarteten wir stets vor allem eins: Freiheit.

Und was soll ich sagen? 
Ich habe mich sofort zuhause gefühlt, in diesem alten Haus fast direkt am Wald, mit seinem vernachlässigten Garten, den zahlreichen schlecht zusammengebastelten Schuppen und Anbauten, den holzvertäfelten Wänden und Decken. Ich fühlte mich angekommen. Sofort wussten wir, wo was stehen und entstehen sollte, was wir verändern könnten und müssten. 

Noch am Ende der Besichtigung sagten wir dem Makler unser Interesse zu, zuhause angekommen riefen wir ihn noch einmal an und sagten, dass wir es unbedingt haben wollen. Damit war es klar und ging seinen Gang. Wir kauften das Haus.


Was haben wir seitdem nicht alles erlebt und verändert ...
Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht, schließlich machen wir alles selbst
und die Zeit dafür fällt im Alltag zwischen Arbeit, Kind und Familienterminen 
oft zu kurz aus. Und wir wollten es von Anfang an auch nicht zu verkrampft angehen, 
denn vor allem sollen wir ja auch leben und nicht die Freude am Bauen verlieren.

Schon in den ersten sieben Wochen musste so einiges an Anbauten weichen. 

In den folgenden drei Wochen deckten der Lieblingsmann und der weltbeste Schwiegerpapa einfach mal so das Dach neu. Und nein, keiner von ihnen ist Dachdecker.
 Ich muss meinen Stolz sicherlich nicht extra ausdrücken.

Im ersten Winter in unserem Haus ging es dann drinnen ans Eingemachte
Durch die Neudeckung des Daches waren die Dachschrägen eh schon abgerissen, jetzt sollte es 
im künftigen Tochterzimmer vorangehen, das Gästebad oben wurde zum Flur und Schwiegerpapa zauberte uns aus einer Nische ein kleines Traumbad. Nach einem Jahr im Traumbauhaus
war wirklich schon eine große Veränderung zu sehen. 

Während des zweiten Winters ging es fleißig weiter. 
Mittlerweile ist oben noch ein Durchbruch geschafft vom neuen Flur ins Waldblickzimmer, welches vom alten Boden befreit wurde und ein bodentiefes Fenster bekommen hat. Die halbe Decke von Mittel- und Waldblickzimmer ist rausgerissen worden, der Boden im Dachgeschoss mit Osb-Platten ausgelegt, Leitungen und Kabel verlegt und die Dachschrägen voll Rigips gepackt.


Auch draußen ist viel passiert. Den Vorgarten haben wir von Nadelgehölzen befreit, zwei Apfelbäume gepflanzt und elf Hibiskusbüsche als Hecke gepflanzt. Aus schiefen Ebenen wurden zwei neue große Beete, in denen nun Kartoffeln, Tomaten und Kohl sprießen. 
Im Gewächshaus wuchern Gurken, Chili und Aubergine, die Erdbeeren tragen unglaublich gut und auch alle anderen Beerensträucher verheißen einen tollen Naschsommer. 

Es mag nicht so schnell vorangehen, wie sich es der ein oder andere denkt.
Dafür, dass wir alles selbst machen und dabei auch Zeit zuhause genießen, geht es für unser Empfinden aber gut voran. Und es ist noch soooooo viel zu tun ;)

Montag, 29. Mai 2017

Oh, diese Woche ...

Es ist Montag. Überraschenderweise.

Vier Tage Familienzeit haben mich fast vergessen lassen, was diese Woche vor mir liegt. Diese Woche wird nämlich der ganz schöne Hammer, sowohl in ihrem Inhalt als auch ihrer Heftigkeit.

Jeden Morgen musste ich daran denken, wenn ich mit Husten und zugeschwollenem Hals aufgewacht bin und meinem Körper inständig zuflüsterte, dass er jetzt bloß gut mitarbeiten und keine ernsthafte Erkältung aus dem Hut zaubern soll. Wie sollte ich denn sonst die Woche schaffen? Notretterchen aus der Apotheke gehen ja jetzt erstmal nicht mehr. Und so schwer es mir schon im Normalfall fällt, Unterricht abzusagen (immerhin hängt für mich Freiberuflerin an jeder ausgefallenen Stunde Geld, das dann eben fehlt), in dieser Woche geht es einfach auch nicht. Die muss laufen.

Und so schluckte ich den wunden und vollen Hals runter, der sich tatsächlich auch mit jedem Morgen weniger regt und tagsüber vernünftig ist (danke, lieber Körper!), und stürzte mich in die Begebenheiten des Tages: Mama-Tochter-Tag auf dem Erdbeerhof, Familienzeit bei meinen Eltern, das Ausräumen der Wohnung meiner Großeltern, Geburtstagsparty der Schwägerin, große Wohnzimmer- und Flurumräumaktion... das Wochenende war schon sehr ereignisreich. Gute Vorbereitung auf das, was jetzt kommt.

Das größte Ereignis der Woche liegt mittendrin und ist das Bedeutendste.

Mein geliebtes Tochterkind, mein Krümelchen, wird drei Jahre alt. 

Ich kann es kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viel kostbarer und wertvoller doch das eigene Leben durch ein Kind wird. Täglich begleiten wir sie im Wachsen und Lernen, während sie zwischen zuckersüß und trotzig doch fast nur auf der Sonnenseite ihres Gemütes wandelt. Täglich wächst ihr Verständnis für das was sie umgibt, mehr und mehr prägen sich Eigenschaften an ihr aus, von denen ich damals in der Schwangerschaft so gespannt war, welche sie einmal besonders auszeichnen würden: ihr Frohsinn, ihre Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen, ihre Kreativität, Musikalität und Bewegungsdrang, ihre Liebe an der Natur, die Faszination der kleinen stillen Dinge. Gib ihr einen Sandberg, etwas Wasser und herumfliegende Insekten und sie ist den ganzen Tag beschäftigt. Noch Glasmurmeln und Seifenblasen dazu und der Tag ist gelaufen.

Es ist so irre, sich daran zu erinnern, wie dieses wundervolle Wesen einst (als wäre das schon tausend Jahre her ...) in mir entstanden und gewachsen ist, als nacktes schreiendes Etwas zu uns kam und alles von Grund auf erst lernen musste. Es war nicht immer nur Zuckerschlecken, aber ich finde, dass wir das gut gemeistert haben und da ein prima Mädchen hinbekommen haben.


Hach, mein liebstes Kind, wenn doch nur dein Geburtstag so sehr im Mittelpunkt stehen würde, wie er es verdient hätte ... denn jetzt kommt die Krux dieser Woche: Ich arbeite von Dienstag bis Freitag zusätzlich den ganzen Vormittag, da ich einen Workshop mit Grundschulkindern habe. Das bedeutet nicht nur, dass ich meine Vormittage nicht zum Vorbereiten der großen Geburtstagsparty am Samstag nutzen kann (putzen, einkaufen, backen ...) sondern vor allem, dass ich die Kleine morgens schon um halb acht bei der Tagesmutter abgeben muss um dann rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. Am Abend komme ich erst spät nach Hause. Zumindest mein sonst so gründlich eingehaltenes Zumba direkt am Geburtstag lasse ich sausen, um das Abendessen und noch ein-zwei Stunden mit dem Geburtstagskind zu verbringen. Vor halb neun bekommen wir die Kleine bei der momentanen Helligkeit am Abend eh nicht ins Bett, ihr kennt das sicher.

Für mich bedeutet diese Woche: Power, Power, Power. Täglich insgesamt acht Stunden reine Unterrichtszeit, unterbrochen nur von zwei Stunden zwischen Workshop und normalem Unterrichtsalltag, die ich für ein paar Einkäufe oder schlichtweg die Autofahrten von einem zum anderen Unterrichtsort benötige. "Mach mal ne Pause", "Schon dich" oder "Leg die Füße hoch" - Dinge, die man einer Schwangeren eben gern sagt - gelten diese Woche nicht. Ich mach drei Kreuze, wenn sie überstanden ist, so sehr ich auch meinen Job liebe.

Jetzt, solange bis ich das Kind dann wecken und fertig machen muss, mach ich doch gleich mal ein paar Listen und plane meinen "freien" Montagvormittag. Nochmal überall durchsaugen und wischen (zu mehr Haushalt komme ich bis Freitagnachmittag schließlich nicht), Wocheneinkauf, GEBURTSTAGSKUCHEN BACKEN und Geschenke einpacken, planen wann ich was dabei haben muss und wie viel Zeit ich jeweils genau habe um vielleicht doch noch ein bisschen was vorbereiten zu können. Oder um mich für einen Moment wo hinzusetzen und doch die Füße hochzulegen. Man gönnt sich ja sonst nichts.


Kennt ihr diese Wochen auch, in denen ihr schon vorher kaum wisst, wie ihr die Energie für sie haben sollt?

Auf jeden Fall wünsche ich euch eine wundervolle und ruhigere Woche ;)

Freitag, 19. Mai 2017

Gartenfreuden

Jippie, der Frühling ist endlich endlich da ... obwohl er ja schon fast wie Sommer anmutet mit seiner Heftigkeit, aber wollen wir mal nicht meckern ;)

Zu diesem Freutag zeige ich euch heute mal, worüber ich mich so besonders freue,
und das ist jetzt gerade vor allem der Garten. 
Hier also meine High Five der Gartenfreuden!



1. Endlich wieder barfuß!

Wir - als Familie - sind absolute Barfußläufer.
Den gesamten Herbst und Winter lang warten wir sehnsüchtig auf den Moment,
ab dem die Schuhe und Socken endlich in der Ecke stehen bleiben können. 
Das Krümelchen zieht sich schon regelmäßig seit März heimlich die Schuhe im Garten aus, was auch mit dem ein oder anderen Schnupfen quittiert wurde. Dieser Tage fliegen nicht nur Schuhe in hohe, Bogen zur Seite, sobald wir zuhause sind, sondern gern auch Hose und Hemd. 
Ab ins Plantschbecken!



2. Raus ins Beet

Endlich dürfen nun auch die lange gehegt und gepflegten selbstgezogenen Tomaten nach draußen ins Beet. Der Lieblingsmann hat mir extra ein Tomatenhaus gebaut. Jetzt, nach den Eisheiligen, durften je 10 Pflanzen von drei verschiedenen Tomatensorten - Black Cherry, Raf und Ochsenherz - nach draußen. Fünf weitere Ochsenherzen werden noch weiter in Töpfen gepäppelt und dann an die Lieblingsnachbarin und Schwiegermama verschenkt. 




3. Los, ihr Früchtchen!

Das Obst wächst. 
Johannisbeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren, Him- und Brombeeren ... 
der Sommer wird ein einziges Naschparadies!
Genau so habe ich es mir immer für meine Kinder gewünscht, denn das war auch ein wichtiger Teil meiner Kindheit.



Besonders freue ich mich darüber, dass trotz der eisigen Nächte und Hagelanfälle, die uns im wahrsten Sinne die Kirschernte für dieses Jahr verhagelt haben, der Pflaumenbaum doch ordentlich Früchte trägt. Und auch die Weinreben bilden nach zwei Jahren endlich Trauben aus. Juhu!



4. Es wächst und gedeiht!

Im letzten Jahr haben wir das Thema Düngung ja eher vernachlässigt ... ok, wir haben es komplett ignoriert. Und das hat man an vielen Stellen doch gemerkt. Nach der letzten Gartensaison haben wir angefangen, den Hasenmist - den wir gerade jetzt dank dem zahlreichen Nachwuchs - überall fleißig unterzubuddeln. Und es scheint zu helfen.

Die Kartoffel (im "Tiefbeet" links) sprießen sichtlich kräftiger als im letzten Jahr. Da sind die Tierchen doch unheimlich nützlich :)



5. Natur ist Leben

Mit dem Sonnenschein, der frischen Luft nach einem Regenschauer oder am frühen Morgen, mit jedem Atemzug im Garten, die Ohren voll von Vogelgezwitscher, fühle ich mich dem Leben umso verbundener. Noch ist - bis auf die äußeren und offensichtlichen Anzeichen - vom Leben in mir nichts konkretes zu Spüren, doch allein das Bewusstsein über das Wunder, das nun ein weiteres Mal in mir geschieht, verbindet mich umso mehr mit der Natur. 
Es gibt nichts Schöneres!



Ich wünsche euch einen wundervollen Tag 
und ein herrliches Wochenende!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Unsere Familie wird größer [Familienmoment]

Am heutigen Mittwoch mag ich euch von einem ganz besonderen und freudig erwarteten Familienmoment erzählen.

Gestern war für mich ein ganz besonderer Tag.
Dabei stand mein Geburtstag gar nicht so im Vordergrund. Ich hatte einen Termin beim HNO-Arzt und habe dann gearbeitet, wo niemand von meinem Geburtstag wusste. Das Highlight des Tages sollte mich am Abend erwarten, nach dem gemeinsamen Abendessen mit dem Lieblingsmann und unserem Krümelchen.

Gestern verkündeten wir unserer Tochter, dass sie große Schwester wird. 



Ja, es ist nun soweit und ich bin in der 12. Woche schwanger mit unserem zweiten Kind. Die Freude auf allen Seiten ist riesig und nun endlich kann ich es auch ganz offiziell sagen. Wird aber auch bitter nötig, denn der Bauch wächst dieses Mal viel schneller und lässt sich langsam nur noch schwer kaschieren.

Uns war von Anfang an klar, dass wir unsere Tochter erst einweihen wollen, wenn die ersten kritischen Wochen vorbei sind und vor allem erst dann, wenn auch alle anderen davon erfahren dürfen. Schließlich gibt es keine größere Lücke in einer Geheimniskette als ein quasselndes Kleinkind. Gerade vor ein paar Wochen kam eine kleine Tanzschülerin auf mich zugerannt und brüllte durch das halbe Haus "Jessi, meine Mama bekommt noch ein Baby! Das ist aber ein Geheimnis!".

Doch gestern war nun der Zeitpunkt gekommen, an dem wir das Krümelchen einweihen wollten. Ich hatte extra ein Buch aus ihrer Lieblingsreihe zum Thema Baby und Schwangerschaft gekauft und war ungalublich gespannt auf die Reaktion. Seit Anfang des Jahres schon ist das Thema Geschwister immer wieder präsent. Sie sagt oft "Ich will einen Bruder und eine Schwester. Noch gibt es die nur in meinem Kopf, aber später wachsen die dann in Mamas Bauch."

Eigentlich wollten wir es ihr am Abend erzählen, aber wie wir da morgens so im Bett kuschelten und meinen Geburtstagskuchen mampften, fühlte es sich einfach richtig an. Also erzählten wir es ihr und überreichten ihr das neue Buch.

Sonderlich überrascht schien das Krümelchen von der Nachricht eher nicht. Sie sah mich an, sah den Bauch an und sagte dann "Dann muss ich jetzt ganz vorsichtig mit Mama sein". Es interessiert sie sehr, ob sie eine Schwester oder einen Bruder bekommt, da müssen wir uns aber alle noch gedulden. Außerdem möchte sie auch mal mit zum Ärzt kommen und "in Mamas Bauch reingucken". Insgesamt war es ein wirklich wunderschöner Morgen für uns.


Wir sind unheimlich glücklich und freuen uns über das Wachsen unserer Familie.
Ende November werden wir Eltern zweier Kinder sein. Dann ist das Krümelchen dreieinhalb, genauso wie wir uns den Altersunterschied immer so vorgestellt hatten.
Nun heißt es, die Zeit bis dahin ganz bewusst zu genießen. Ich freue mich darauf, dieses Wesen immer weiter in mir wachsen zu sehen und zu spüren, das neue Leben dann in den Händen zu halten und wieder ein Stück kompletter zu sein.

Montag, 8. Mai 2017

Liebes Tagebuch

26.September 2016

In der letzten Zeit wächst in mir wieder vermehrt so ein Gefühl, vielleicht kann man es am ehesten mit Sehnsucht beschreiben. Oder wohl eher mit Vorfreude. 

Es ist gänzlich anders als beim ersten Mal, wo ich noch so unsicher war ob und wie und wie schnell das alles funktionieren würde. Dieses Mal ist mir alles vertrauter und damit die Freude darauf noch süßer und verheißungsvoller. Ich habe verstanden, was dieser Schritt bedeutet, was es mit mir und meinem Leben macht. 

Alles ist mir bewusster, bereits jetzt, wo doch noch gar nichts passiert ist. 
Ich freue mich schon jetzt so auf die Veränderung, die Bewegungen, die Reaktionen. 
Wann auch immer es genau soweit sein wird.
Es wird wunderbar sein.

Auch, wenn es vielleicht gefährlich ist, sich da Druck zu machen, schreibe ich es nun einfach mal auf, was mein Gefühl mir sagt.

Meinen 27. Geburtstag werde ich nicht allein in meinem Körper verbringen.
Ich werde ihn teilen und ein zweites Mal neues Leben erschaffen mit dem Mann, den ich über alles liebe. 

Ende Februar kommt die Spirale raus und dann sehen wir mal, wie lange es dauert. Es könnte knapp werden, aber irgendetwas verleiht mir die innere Sicherheit, dass ich am 9.Mai 2017 bereits wieder schwanger sein werde.



09.Mai 2017

Happy Birthday to me, happy birthday to me ...
Es ist mein 27. Geburtstag.

Und ich hatte Recht!


Mittwoch, 5. April 2017

Lebenszeichen

Hallöchen meine Lieben,

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen. Heute mag ich euch gern mal wieder ein paar Dinge zeigen, die hier so in den letzten Wochen passiert sind.
Auch wenn ich mein Monatsmotto für den März soweit ganz gut umsetzen konnte und dank Singletasking besser meinen Alltag gestalten kann ist enorm viel zu tun.

Die Premiere der neuen Show haben wir gut hinter uns gebracht, was nach der abgrundtief grottigen Generalprobe aber auch alle erstaunt hat. Bühnenmenschen kennen das ja, das Generalproben nicht so gut laufen. Aber so etwas habe ich noch nie erlebt und habe im Anschluss das erste Mal wirklich erhebliche Zweifel an mir und meiner Arbeit gehabt. Da aber alle gut mitgedacht und gearbeitet haben wurde die Premiere ein voller Erfolg, was allerdings nicht die Schwere des Tages überdecken konnte. Am Morgen des Premierentages verstarb mein Opa, die Trauer musste jedoch erst einmal warten, da wir als Familie (meine Eltern, meine Schwester und ich) auf und hinter der Bühne zu tun hatten. Nächste Woche dann ist die Beisetzung, das Krümelchen nehme ich aber nicht mit ... die hat schon Tränen in den Augen wenn in einer Geschichte jemand traurig ist, da will ich ihr dieses Situation nicht antun.

Aber kommen wir lieber zu den schönen Dingen des Lebens: Frühling!


Alles grünt und blüht, mir geht das Herz auf!
Die letzten Wochenenden haben wir komplett im Garten verbracht und auch die Nachmittage sind der Lieblingsmann und das Krümelchen nur draußen. Sie schaukelt, speilt auf dem Sandberg, fährt Rad und Roller und sammelt Löwenzahn für die Hasen. Eine Häsin hat vor zwei Wochen Nachwuchs bekommen und so freuen wir uns sehr darauf, dass zu Ostern dann neun kleine Fellknäule durchs Gehege hoppeln werden :)
Das Töchterchen ist von den Hasenbabys auch ganz begeistert und darf am Wochenende auch gern mal gucken und vorsichtig streicheln. Sie so eng mit Tieren aufwachsen zu lassen ist toll!


Außerdem haben wir auch fleißig im Garten geackert. Ein neues großes Beet sollte her! Nun wird es auf der oberen Terasse viel Gemüse geben (Mais, Möhren, Porree, Sellerie, Fenchel, Tomaten, Weiß- und Rotkohl) und im neuen Beet setzen wir demnächst die Saatkartoffeln. Was freue ich mich darauf, bald alles grün zu sehen. Die Johannisbeerbüsche vor den Beeten haben mittlerweile viele grüne Blätter und auch schon erkennbare Fruchtstände ... wenn man im Frühling die Bilder nicht sofort online stellt, ist alles schon wieder überholt ;)

Das Gebilde rechts hinten ist übrigens die Garage. In dem Stil befanden sich vor zwei Jahren noch zwei weitere Schuppen links daneben und einer steht immer noch mitten auf dem Grundstück. Und eine selbstgebaute Scheune (ebenso "schön") haben wir auch noch. Der Vorbesitzer hat gern gebastelt und gebaut, das baden wir nun aus ;) Irgendwann wird die Garage und auch die Scheune nochmal komplett neu und schick gemacht.

Im Haus geht es gerade langsamer voran, da es uns bei dem schönen Wetter natürlich raustreibt. Freitag kommt aber eine Großlieferung Gipskartonplatten, damit wir fleißig weiter Wände und Dachschrägen verkleiden können. Bis zum Jahresende sollen die zwei weiteren Zimmer oben fertig werden.

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